Fußball: Mit der Verpflichtung von Reto Bechtel hat Landesligist Spvg. Steinhagen die Planungen für die kommende Saison abgeschlossen
Steinhagener Junge kommt zurück

Steinhagen (WB). Fußball-Landesligist Spvg. Steinhagen hat seine Planung für die kommende Saison abgeschlossen. Reto Bechtel (18), der zuletzt für den A-Jugend-Westfalenligisten SC Paderborn spielte, ist der 18. Neuzugang. „Wenn nicht noch Spieler vom Himmel fallen, dann war es das jetzt“, sagt Arno Hornberg, der für die Kaderplanung zuständig ist.

Mittwoch, 17.06.2020, 23:24 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 23:30 Uhr
Zuletzt trug Reto Bechtel in der Jugend das Trikot des SC Paderborn. Nun kehrt der 18-Jährige nach Steinhagen zurück. Foto: Johannes Doerfert
Zuletzt trug Reto Bechtel in der Jugend das Trikot des SC Paderborn. Nun kehrt der 18-Jährige nach Steinhagen zurück. Foto: Johannes Doerfert

Bechtel ist ein Steinhagener Junge, der bis zur E-Jugend am Cronsbach kickte, über die Zwischenstation VfL Theesen zum SC Paderborn kam und beim Bundesliga-Verein im Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wurde. Der heute 18-Jährige spielte seine erfolgreichste Saison beim SCP im zweiten B-Jugendjahr, als er mit seiner Mannschaft den Aufstieg in die Bundesliga feierte. In der A-Jugend-Bundesliga kam der Mittelfeldspieler danach im Abstiegsjahr fünf Mal zum Einsatz, in der abgebrochenen Westfalenliga-Saison erzielte er in neun Partien einen Treffer. In Steinhagen will Bechtel nun wieder regelmäßiger auflaufen. „Reto hätte in Paderborn bleiben können und zum Kader der zweiten Mannschaft gezählt. Es gab auch Anfragen von anderen Oberligisten und aus der Westfalenliga. Aber für seine Entwicklung ist Spielpraxis wichtig. Er kann sich mit guten Leistungen bei uns, immer noch für höhere Aufgaben empfehlen.“ Hornberg traut dem Rückkehrer zu, sich bei der Spvg. durchzusetzen: „Er ist gut ausgebildet, technisch stark und bringt eine hohe Geschwindigkeit auf den Platz. Außerdem wohnt er nur 400 Meter Luftlinie von unserer Sportanlage entfernt. Ich finde, dass passt alles wie Arsch auf Eimer.“

Nachdem nun 35 Namen auf dem Zettel stehen, geht es für den neuen Coach Igor Sreckovic und seinen spielenden Co-Trainer Marcel von Domaros darum, den Umbruch einzuleiten und alle Akteure unter Wettkampf-Bedingungen kennenzulernen. „Wir werden eine lange Vorbereitung machen und viele Testspiele vereinbaren, wenn das wieder möglich ist.“ Hornberg betont, dass jeder Spieler eine faire Chance bekommen soll, sich zu zeigen und nicht jeder Neuzugang automatisch einen Platz in der ersten Mannschaft sicher hat.

Bei so vielen Spielern dürfe auch die Bedeutung der zweiten Mannschaft nicht vergessen werden. Nachdem einige langjährige Reserve-Spieler wie Marco Schremmer (wechselt mit seinem Bruder Philipp zum A-Liga-Aufsteiger TuS Quelle) oder die Dornbusch-Brüder nicht mehr zur Verfügung stehen, wird sich das Team weiter verjüngen. „Das ist dann fast eine U21-Mannschaft. Wir wollen jungen Spielern eine Perspektive geben. Einige unserer Talente, die nun zum Beispiel mit der A-Jugend in die Bezirksliga aufgestiegen sind, schaffen den Sprung in die erste Mannschaft sofort. Andere brauchen vielleicht noch etwas Zeit und können sich in der Reserve entwickeln“, setzt Hornberg auch auf Geduld Jeder könne sich mit überzeugenden Auftritten in der B-Liga für höhere Aufgaben empfehlen – auch die Akteure aus dem Kader der Ersten, die etwas hinten dran sind: „Alle möchten am Wochenende spielen und nicht nur drei Mal die Woche trainieren. Und es müssen auch nicht immer die gleichen Leute sein, die in der zweiten Mannschaft auflaufen.“

Damit der Sprung von der zweiten Mannschaft in die Erste nicht so groß ist, wäre es laut Hornberg wünschenswert, wenn die Reserve mittelfristig den Aufstieg in die A-Liga schaffen würde. Als Trainer stehen in der kommenden Saison Pascal Michalke und Jan Freitag zur Verfügung. Beide haben vor kurzem noch selbst in der zweiten Mannschaft gespielt. Zudem kann sich Steinhagens langjähriger Landesliga-Spieler und Kapitän Bastian Schwenke vorstellen, zwar keinesfalls als Trainer aber als Ansprechpartner, seine Erfahrungen an junge Spieler weiterzugeben. Und in Christian Jung hat sich vor einiger Zeit ein weiteres Urgestein des Vereins bereit erklärt, beim Umbruch zu helfen. Jung, der einige Jahre die dritte Mannschaft der Spvg. trainiert hat, will den Breitensportgedanken hochhalten.

 

 

 

 

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