Handball: Der Verband hat den Rahmenkalender und die Staffeleinteilung veröffentlicht
Keine Derbys: neue HSG doppelt gestraft

Altkreis (WB). Mit der Wildcard-Idee für zusätzliche Aufsteiger hat sich der Handballverband Westfalen (HVW) bereits innovativ gezeigt, eine ähnliche Vorreiterrolle nehmen die Handballer jetzt auch bei der Planung der neuen Saison ein. Am Freitag hat das erweiterte Präsidium Details zu Auf- und Abstiegen, Staffeleinteilungen und Terminen für die Ligen auf Verbandsebene bekannt gegeben.

Samstag, 27.06.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 27.06.2020, 05:02 Uhr
Fabian Raudies (am Ball) gegen Dennis Strothmann: Der Prestige-Wettlauf zwischen Brockhagen und Steinhagen um den Titel „bestes Team in der Gemeinde“ wird auch kommende Saison mit Derbys in einer Verbandsliga-Staffel ausgetragen. Foto: Sören Voss
Fabian Raudies (am Ball) gegen Dennis Strothmann: Der Prestige-Wettlauf zwischen Brockhagen und Steinhagen um den Titel „bestes Team in der Gemeinde“ wird auch kommende Saison mit Derbys in einer Verbandsliga-Staffel ausgetragen. Foto: Sören Voss

Los geht es - sofern die Corona-Pandemie keine neuen Einschränkungen fordert - für alle Spielklassen am Wochenende 3./4. Oktober. In den Herbstferien ist (überwiegend) nur ein Wochenende spielfrei, an Karneval ruht der Ball. Die Spielzeit 2020/21 endet, je nach Staffelstärke, zwischen dem 16. Mai und 6. Juni 2021.

Die einzelnen Ligen im Überblick:

Frauen-Oberliga

Modus und Einteilung: Es gibt zwei Vorrunden mit je neun Mannschaften, die jeweils ersten drei kämpfen in der Meisterrunde um den einzigen Aufstiegsplatz, wobei die Ergebnisse gegeneinander mitgenommen werden. Die Vierten und Fünften spielen um die Platzierungen, die Plätze sechs bis neun (acht Mannschaften) spielen die vier Absteiger aus. – Vorrunde A: Handball Bad Salzuflen, TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck, TuS Brockhagen, Ibbenbürener Spvg, HSV Minden-Nord, TSV Hahlen, LIT Tribe Germania, TV Verl, HSG Petershagen/Lahde.

Stimme aus dem Altkreis – Yannick Hansel (Trainer des TuS Brockhagen): „Das endgültige Ergebnis ist so ein wenig unsere Wunschvorstellung. Wir hatten von Beginn an diese Variante favorisiert und ich finde es für alle Teams fair. Auch unsere Staffeleinteilung ist gut, wir haben eine Handvoll Teams auf Augenhöhe.“

Frauen-Verbandsliga

Modus und Einteilung: Es gibt zwei Staffeln mit jeweils 13 Mannschaften, in beiden Staffeln steigen jeweils die Erstplatzierten direkt auf und die drei Letztplatzierten ab. – Staffel 1: SW Wehe, HSV Minden-Nord II, Eintracht Oberlübbe, HSG Hüllhorst, TuS Möllbergen, Spvg. Steinhagen, HT SF Senne, VfL Sassenberg, TG Hörste, Ahlener SG, HSC Haltern/Sythen, DJK Eintracht Coesfeld, FC Vorwärts Wettringen.

Stimmen aus dem Altkreis – Dirk Blankert (Trainer der Spvg. Steinhagen): „Durch die große Liga wird es am Ende ein faires,leistungsgerechtes Bild geben. Aus meiner Sicht ist das in Ordnung, auch wenn drei Abstiegsplätze immer etwas hart sind. Leider müssen wir viel reisen, aber so sieht man auch mal neue Hallen und Mannschaften. Das finde ich persönlich reizvoll. Ich freue mich schon auf die Herausforderung.“

Thomas Wöstmann (Sportlicher Leiter TG Hörste): „Anders als bei den Herren ist die Entscheidung für die großen Staffeln gefallen. Das wäre unsere letzte Wahl gewesen. Denn wir haben nun kaum Luft, um mögliche Spielausfälle aufzufangen. Das würde eventuell weite Fahrten bei Spielen unter der Woche bedeuten. Aber wir können damit natürlich leben.“

Frauen-Landesliga

Modus und Einteilung: Es wird in zwei 12er- und drei 11er-Staffeln gespielt. Die fünf Erstplatzierten steigen auf, pro Staffel gibt es vier Absteiger. Alle fünf Altkreisteams sind einer Gruppe zugeteilt worden. – Staffel 2: SG Werther/Borgholzhausen, Union 92 Halle, Spvg. Versmold, Spvg. Steinhagen II, Spvg. Hesselteich, TSG Harsewinkel, TSV Oerlinghausen, SG Handball Detmold, TV Verl II, VfL Schlangen, TSV Schloß Neuhaus, HSG Paderborn-Elsen.

Männer-Oberliga

Modus und Stimme aus dem Altkreis: In der Oberliga gibt es eine Vorrunde mit jeweils zwei 8er-Staffeln, an die sich zwei Endrunden anschließen. Die jeweils ersten vier Teams kämpfen in einer Meisterrunde um den einzigen Aufstiegsplatz für die dritte Liga, die jeweils letzten vier der Staffel spielen die vier Abstiegsplätze aus. Zusätzlich zu diesem Modus haben die 16 Vereine in einem nachträglichen Wahlgang dafür gestimmt, die Einteilung der Vorrunde nicht nach regionalen Kriterien vorzunehmen, sondern aus zwei Töpfen zu losen, die nach dem Abschneiden der Vorsaison zusammengestellt sind. „Wir begrüßen dieses Vorgehen und haben auch dafür gestimmt. 22 Spieltage sollten machbar sein, bei einer großen Staffel hätte es 30 Spiele gegeben“, sagt SF Loxtens neuer Trainer Michael Boy. Es kann also sein, dass seine Mannschaft in der Vorrunde nicht auf die Nachbarn TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld, TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck oder TSG Harsewinkel trifft und somit attraktive Derbys verloren gehen. Die Auslosung erfolgt am Sonntag.

Männer-Verbandsliga

Modus und Einteilung: Die 34 Clubvertreter haben für drei Staffeln mit zweimal je 11 und einmal 12 Teams gestimmt. Die drei Staffelsieger steigen in die Oberliga auf, in jeder Staffel gibt es, unabhängig von der Größe, drei Absteiger. Steinhagen und Brockhagen treten gemeinsam in der Staffel 2 gegen zehn weitere Konkurrenten, darunter TV Verl und TV Isselhorst, an. TV Werther, ab sofort HSG Werther/Borgholzhausen, ist doppelt gestraft: Das Team von Carsten Gahlmann ist vom Altkreis isoliert und zudem in einer 11er-Staffel eingruppiert, in der es ebenfalls drei Absteiger gibt. – Staffel 1: TuS Wehe, LIT 1912 III, TSV Hahlen, HSG Hüllhorst, Eintracht Oberlübbe, HSG Porta, HSG Spradow, TuS Spenge II, Handball Bad Salzuflen, HSG Werther/Borgholzhausen, TuS Brake. Staffel 2: Spvg. Steinhagen, TuS Brockhagen, TV Isselhorst, TV Verl, HSG Altenbeken-Buke, Ahlener SG II, ASV Senden, RSV Altenbögge-Bönen, SuS Oberaden, PSV Recklinghausen, TV Emsdetten II.

Stimme aus dem Altkreis – Carsten Gahlmann (Trainer TV des Werther): „Wir hatten auch diese Variante gewählt, obwohl es natürlich schöner gewesen wäre, ein paar Derbys zu haben. Rein sportlich ist das aber nun vermeintlich die bessere Variante. Wir haben drei Mit-Aufsteiger und einige Teams, die vergangene Saison eher im unteren Tabellensegment anzutreffen waren. Aber drei Mannschaften in einer 11er-Staffel hinter sich zu lassen, wird ein ganz hartes Brot.“

Männer-Landesliga

Modus und Einteilung: Es wird in vier Gruppen à 12 und zwei Gruppen à 11 Mannschaften gespielt. Die sechs Staffelsieger steigen jeweils auf, in jeder Liga steigen vier Mannschaften ab. Das Altkreistrio aus Hörste, Loxten und Hesselteich tritt gemeinsam in der 11-köpfigen Staffel 2 an – mit einigen neuen Gegnern. – Staffel 2: TSV Hillentrup, TuS Müssen-Billinghausen, TSV Schloß Neuhaus, TSG Altenhagen-H. II, TG Hörste, SF Loxten II, Spvg. Hesselteich, Warendorfer SU, SC DJK Everswinkel, TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II, HSG EGB Bielefeld.

Stimme aus dem Altkreis – Thomas Wöstmann (Sportlicher Leiter TG Hörste): „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis bei den Männern. Die langen Auswärtsreisen nach Gronau, Vreden usw. sind weggefallen. Wir bleiben also fast ausschließlich in OWL. Zudem gibt uns der Spielplan genug Luft, um mögliche Spielausfälle zu kompensieren, ohne unter der Woche spielen zu müssen.“

 

 

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