Fußball-Landesliga: Spvg. Steinhagen vor dem Saisonstart
Eine große Aufgabe

Steinhagen (WB). Die Testspiel-Ergebnisse sorgen vor dem Start am Sonntag nicht gerade für Zuversicht. Das neu formierte Team des Fußball-Landesligisten Spvg. Steinhagen hat nur eine Partie gegen A-Ligist Amshausen gewonnen und Westfalenligist VfB Fichte ein 3:3 abgetrotzt. Dem gegenüber stehen fünf Niederlagen. Dennoch sieht der neue Coach Igor Sreckovic vielversprechende Ansätze und Luft nach oben: „Die erste Elf hat noch nicht spielen können. Wenn alle dabei sind, kann ich wieder besser schlafen.“

Dienstag, 01.09.2020, 23:29 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 11:08 Uhr
Spvg. Steinhagens Coach Igor Sreckovic startet am Sonntag mit einem neuformierten Kader in die Landesliga-Saison: „Jedes Spiel ist ein Endspiel, jeden Punkt müssen wir uns brutal hart erkämpfen.“ Foto: Gunnar Feicht
Spvg. Steinhagens Coach Igor Sreckovic startet am Sonntag mit einem neuformierten Kader in die Landesliga-Saison: „Jedes Spiel ist ein Endspiel, jeden Punkt müssen wir uns brutal hart erkämpfen.“ Foto: Gunnar Feicht

Teamspirit: Aus elf verblieben Spielern und 27 Zugängen eine Einheit zu formen, das ist eine große Aufgabe. „Freitag beim Einstand der Neuen habe ich ein Team gesehen. Wenn die Jungs auch auf dem Rasen so viel Gas geben, dann mache ich mir keine Sorgen“, muss der neue Coach Igor Sreckovic schmunzeln. Die Entwicklung wird beim Auftakt am Sonntag in Nieheim laut Sreckovic aber noch nicht abgeschlossen sein: „Das geht nur Schritt für Schritt und dauert noch. Und so manche Verletzung war dafür auch nicht gerade förderlich.“

Aussagekraft der Testspiele: Entscheidend sind die Punktespiele. So hat die Spvg. vor einem Jahr nach haarsträubenden Auftritten in der Vorbereitung einen überaus erfolgreichen Saisonstart hingelegt. Dennoch sind die Testpartien für Igor Sreckovic ein Gradmesser: „Wir haben bestimmte Fehler noch nicht abstellen können, müssen viel mehr daraus lernen. Immer wieder führen individuelle Patzer zu Gegentreffern.“ Auch die mangelhafte Chancenverwertung ziehe sich wie ein roter Faden durch die letzten Wochen. Allerdings fehlte beim 1:2 gegen Jöllenbeck und 1:3 gegen Brake Stürmer Attila Mert, der zuvor regelmäßig getroffen hatte. „Gegen Jöllenbeck haben wir 60 Minuten auf ein Tor gespielt und viele Hochkaräter vergeben. Und zuletzt gegen Brake müssen wir nach unserer schnellen 1:0-Führung den Vorsprung ausbauen.“

Das stimmt optimistisch: Sreckovic sieht trotz der Testspiel-Niederlagen viele gute Ansätze. Vor allem habe sich sein Team gute Chancen herausgespielt, es „nur“ verpasst, sich zu belohnen. „Gut ist auch, dass erfahrene Spieler wie Robin Bürmann den Talenten helfen“, sagt der Coach, der vielen Youngstern ein gutes Zeugnis ausstellt. Sie entwickeln sich weiter und machen Druck. Auch Reto Bechtel, zuletzt für Paderborns A-Jugend am Ball, hat bereits seine Qualität angedeutet, musste aber wegen einer leichten Zerrung pausieren. Und Königstransfer Marcel Rohde (VfB Fichte) ist nach Verletzungspause noch längst nicht bei 100 Prozent angekommen. „Wenn alle da sind, und die Bestbesetzung auf dem Platz steht, kann ich wieder besser schlafen“, sagt Sreckovic, der ein Sonderlob an den verletzten Deniz Aygün verteilt: „Er ist nach seiner Kreuzband-OP im Winter auf einem guten Weg. Der Junge zieht super mit. Ich hoffe, er kann im Oktober wieder ins Teamtraining einsteigen.“

Das ärgert den Trainer: Körperlich ist so mancher Akteur noch nicht da, wo er wenige Tage vor dem Saisonstart sein sollte, gibt Sreckovic zu: „Einige haben in der langen Pause offensichtlich nichts gemacht. Ich kann das nicht verstehen. Gerade wenn man aus unteren Klassen kommt und die Chance hat, Landesliga zu spielen, muss man doch eigentlich brennen. Auf der anderen Seite macht es mir das leichter, personelle Entscheidungen zu treffen.“

WB-Kommentar: Trotz Sparkurses und vieler Abgänge ist es den Verantwortlichen um den neuen Fußball-Obmann Arno Hornberg und Trainer Igor Sreckovic gelungen, auch einige namhafte Spieler mit höherklassiger Erfahrung zu verpflichten. Und dennoch kann das Steinhagener Team eigentlich nur gewinnen. Ausgerechnet in einer hammerharten Saison mit vielen topbesetzten Gegnern und fünf Absteigern einen Umbruch in dieser Größenordnung hinzubekommen – und mit dem Klassenerhalt zu krönen – das trauen der Spvg. nicht viele zu.

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