Mo., 20.05.2019

Spvg. Hesselteich schafft mit 28:17 im zweiten Entscheidungsspiel gegen Ibbenbüren den Klassenerhalt Eindrucksvoll durch die Hintertür

Die letzten Hürde übersprungen: Tim Kleine-Tebbe (Nr.15) und seine Hesselteicher können den Landesliga-Klassenerhalt bejubeln.

Die letzten Hürde übersprungen: Tim Kleine-Tebbe (Nr.15) und seine Hesselteicher können den Landesliga-Klassenerhalt bejubeln. Foto: Jens Horstmann

Versmold-Hesselteich (WB/hosh). »Oh Hesselteich, oh Hesselteich«, schallte es schon Minuten vor dem Abpfiff des Rückspiels zwischen der Spvg. Hesselteich und dem 1. HC Ibbenbüren von der Tribüne. Denn die Spvg. hat nach einem 27:25-Auswärtssieg einen überzeugenden 28:17 (11:5)-Heimerfolg nachgelegt und die Landesliga somit durch die Hintertür »Entscheidungsspiele« gehalten.

Und es war schon beeindruckend, was die junge Hesselteicher Mannschaft den rund 400 Zuschauern in der Arena bot. Die Abwehr präsentierte sich im wichtigsten Spiel des Jahres so stabil wie nie. In den ersten 26 Minuten erzielten die Gäste sage und schreibe drei mickrige Tore.

Schnell hatte Trainer Dennis Laumann von einer 6-0- auf eine 5-1-Deckung gewechselt, um den flinken Jonas Mittendorf gegen Ibbenbürens vermeintlich Besten, Maik Menger, zu stellen. »Indianer« Mittendorf machte dabei einen Riesenjob und hatte trotzdem noch genug Energie, um etliche Spvg.-Angriffe anzukurbeln. Dahinter arbeitete die restliche Formation um die Spezialisten Philip Henselewski und Tim Kleine-Tebbe emsig. Das Resultat waren viele ungenaue Würfe der Gäste, die oftmals für den tiefenentspannten Fänger Bastian Latussek ein gefundenes Fressen waren. Egal ob von außen, »frei vor«, vom Siebenmeterstrich oder aus dem Rückraum: »Latu« hatte seine Hütte sprichwörtlich vernagelt.

Extrem routiniert

»Über die gesamte Saison war meist die Abwehr die Baustelle. Aber was die Jungs heute abgerissen haben, war enorm«, zeigte sich auch Coach Dennis Laumann begeistert. Im Angriff spielte sein Team zudem extrem routiniert, nahm sich viel Zeit und brachte den 6-0-Verbund der Gäste immer wieder in Bewegung. So zog man von 2:2 (5.) über 6:3 (12.) bis zur Pause auf 11:5 davon.

Nach der Halbzeit nahezu das gleiche Bild. Beim 16:8 (41.) betrug der Gesamtvorsprung erstmals zehn Tore. Als Henselewski zwei Minuten vom Feld musste und die Gäste plötzlich beim 17:12 (47.) noch mal an der Sensation schnupperten, antworteten die Hausherren routiniert und ließen sich auch von einer doppelten Manndeckung nicht lange aus der Ruhe bringen. Beim 22:14 (53.) war der Ofen der Gäste dann endgültig aus, die nun in die Abstiegsrelegation der Landesliga-Drittletzten müssen.

Begeistert und erleichtert

Laumann war begeistert wie erleichtert: »Mit so einer jungen Mannschaft durch dieses Stahlbad von zwei Entscheidungsspielen zu müssen und am Ende so heraus zu kommen: Das ist schon geil.« Dass es am Ende sogar eine echter Klassenunterschied zwischen beiden Teams war, dass hatte selbst Coach »Apu« überrascht: »Wir sind im Hinspiel Freitag zweimal zurückgekommen und haben Ibbenbüren da schon etwas gebrochen. Ich war mir daher auch recht sicher, dass wir es schaffen können. Aber mit so einem deutliches Ergebnis hätte ich nie gerechnet.«

Spvg. Hesselteich: Latussek (bis 50.), Höppner (ab 50.); Stöwe, Hoffmann (1), Bettmann, Jo. Mittendorf (3), Mithöfer (4), Fromme (10/1), Kleine-Tebbe, Ja. Mittendorf (1), Henselewski, Wagemann (2), von Ameln (3), Kattenbaum (3).

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