Sa., 13.07.2019

Tennisturnier Reinert Open: Katharina Hobgarski erreicht erstmals das Halbfinale eines 60.000-Dollar-Turniers Via Versmold nach New York

Ihr scheint in Versmold die Sonne: Katharina Hobgarski hat erstmals das Halbfinale eines 60.000-Dollar-Turniers erreicht und trifft Samstag auf die topgesetzte Bibiane Schoofs.

Ihr scheint in Versmold die Sonne: Katharina Hobgarski hat erstmals das Halbfinale eines 60.000-Dollar-Turniers erreicht und trifft Samstag auf die topgesetzte Bibiane Schoofs.

Von Gunnar Feicht

Versmold (WB). Sportlich mischen die ungesetzten Spielerinnen die Reinert Open kräftig auf. Blitz, Donner und Regen bringen den Viertelfinal-Freitag zusätzlich durcheinander. Nach dem letzten Ballwechsel am Abend steht immer noch nicht fest, ob die zweite deutsche Anwärterin das Halbfinale der Reinert Open erreicht: Das Duell zwischen Jule Niemeier und der an sieben gesetzten Rumänin Irina Bara endet bei 5:2-Führung der Dortmunderin und wird Samstag, 11 Uhr fortgesetzt.

Den bisher größten Erfolg ihrer Profikarriere erlebt Katharina Hobgarski in Versmold: Mit ihrem Drei-Satz-Erfolg gegen die US-Amerikanerin Louisa Chririco steht sie erstmals bei einem 60.000-Dollar-Turnier im Halbfinale. »Ich bin sehr glücklich, nun habe ich genügend Weltranglistenpunkte, um in die Qualifikation bei den US Open zu kommen«, kommentierte die 22-jährige Saarländerin den Meilenstein.

Mit 3:6 schlecht gestartet, egalisiert die Bundesliga-Spielerin vom TC Bredeney im zweiten Satz (6:4). Im dritten wehrt sie beim Stand von 1:1 zwei Breakchancen ihrer Gegnerin ab, stürmt dann mit einem 5:1-Lauf zum 6:2-Erfolg. Mit dem Einzug ins Halbfinale, wo sie Samstag auf Bibiane Schoofs trifft, macht Hogbarski den erhofften Sprung nach vorne in der Weltrangliste (vor Turnierbeginn 247). Verletzungen und Krankheit haben sie 2017 und ‘18 immer wieder zurückgeworfen.

Das Top-Spiel des Tages muss das erste Mal unterbrochen werden, als Lucie Hradecka gegen die an eins gesetzte Bibiane Schoofs beim Stand von 5:4 zum Gewinn des ersten Satzes aufschlägt. Als sich die Gewitterfront über dem Tennispark entlädt, müssen die Tschechin und ihre niederländische Kontrahentin für fast zwei Stunden in die Kabinen, ihr sportliches Duell dauert ohne diese Zwangspause zwei Stunden und zehn Minuten. Dann hat die Nummer eins der Setzliste die wachsende Fehlerquote der ehemaligen Doppel-Grand-Slam-Siegerin genutzt und gewinnt das epische Match mit 7:5/4:6/6:3. Elf Jahre nach ihrem Triumph im Doppel 2008 hat die 31-Jährige, seit langem »Stammgast« des Versmolder Turniers, nun den Einzelerfolg vor Augen.

Kein Glück hat Julyette Steur beim Turnier ihres Klubs: Als das Achtelfinalmatch gegen Jule Niemeier Donnerstag Abend abgebrochen wird, nimmt die 23-Jährige vom Tennispark Versmold nicht nur einen 3:6-Satzrückstand mit, sondern auch eine schmerzhafte Blase unter dem Fuß. Weil sie tags darauf noch nicht auftreten kann, tritt sie Freitag Vormittag zur Fortsetzung nicht an, Niemeier kommt kampflos weiter. Die 19-Jährige geht somit am Abend ausgeruht in ihr Viertelfinalduell gegen Irina Bara. Die an sieben gesetzte Rumänin (WTA 189) rangiert gut 200 Weltranglisten-Plätze vor der Dortmunderin. Aber die hat seit 2015 in der Offenbacher Talentschmiede des früheren Haller Bundesliga-Spielers Alexander Waske offenbar viel gelernt, dominiert den ersten Satz. Bis sie beim Stand von 5:2 das (Un-)Wetter stoppt.

Ohne Wetterkapriolen und mit einem glatten Zwei-Satz-Sieg: Die Serbin Nina Stojanovic spart beim 6:1/6:4-Erfolg gegen Teliana Pereira (Brasilien) am Freitag Kraft und Nerven. Dass die 22-Jährige (WTA 250) auf Versmolder Asche so glatt ins Halbfinale durchmarschieren würde, hat kaum einer erwartet. Denn die serbische Fed-Cup-Spielerin schlägt lieber auf Hartplätzen auf und hat als starke Doppel-Spielerin in dieser Spezialdisziplin schon 22 ITF-Titel gewonnen.

Als einzige Spielerin vom Tennispark Versmold ist Julia Wacha­czyk mit ihrer Doppel-Partnerin Albina Khabibulina (Usbekistan) noch im Wettbewerb. Das Doppel-Halbfinale gegen Anshba/Detiuc (Russland/Tschechien) ist für Samstag, 13 Uhr angesetzt.

 

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