Di., 16.07.2019

Handball: Bundesliga-Neuling HSG Nordhorn-Lingen testet gegen Spvg. Hesselteich »Wir haben richtig Lust auf dieses Spiel«

Robert Weber bestreitet gegen Hesselteich sein erstes Spiel für HSG Nordhorn-Lingen. Mit Magdeburg wurde der Torjäger 2016 Pokalsieger.

Robert Weber bestreitet gegen Hesselteich sein erstes Spiel für HSG Nordhorn-Lingen. Mit Magdeburg wurde der Torjäger 2016 Pokalsieger. Foto: dpa

Von Stephan Arend

Versmold-Hesselteich  (WB). Um ehrlich zu sein: Ein Testspiel gegen ein Landesliga-Team ist für einen Erstligisten oft eine Pflichtveranstaltung ohne sportliche Aussagekraft. Ganz anders beschreibt Matthias Stroot, Geschäftsführer der HSG Nordhorn-Lingen, die Stimmung im Lager des Handball-Bundesligisten vor der Partie am Donnerstag (19 Uhr) gegen Spvg. Hesselteich: »Die Jungs haben wirklich richtig Lust auf das Spiel. Wenn sich niemand mehr verletzt, werden wir in voller Besetzung antreten.«

Das liegt vor allem daran, dass nach einer Trainingswoche der Auftritt in der Versmolder Sparkassen-Arena die erste Einheit unter Wettkampfbedingungen ist. Bevor der Aufsteiger sich unter anderem gegen die künftigen Liga-Rivalen aus Leipzig und Erlangen auf die Premieren-Saison einstellt, beginnt der Countdown für das Abenteuer 1. Bundesliga diesen Donnerstag gegen Hesselteich. »Ich bin sicher, dass auch einige Fans aus Nordhorn und Lingen unsere Mannschaft begleiten werden. Sie dürften vor allem auf die Neuzugänge Robert Weber und Anton Prakapenia gespannt sein«, sagt Stroot.

Torschützenkönig und Pokalsieger

Weber (33), der für zwei Jahre bei der HSG unterschrieben hat, ist ohne Frage der Königstransfer. Der österreichische Außen spielt seit mehr als einem Jahrzehnt in Liga eins auf hohem Niveau, gewann mit seinem bisherigen Verein SC Magdeburg 2016 den DHB-Pokal und machte 2015 mit 271 Treffern als Bundesliga-Torschützenkönig auf sich aufmerksam. Als sein Wechsel in die Schweiz platzte, schlug HSG Nordhorn-Lingen zu. »Robert bringt neben seiner Torgefährlichkeit und Erfahrung auch jede Menge Spielfreude und Spielwitz mit. Er ist ein offener Typ, der sich sicherlich schnell in unsere gewachsene Einheit integrieren wird«, sagt HSG-Erfolgscoach Heiner Bültmann.

Possehls erstes HSG-Jahr ist eine einzige Erfolgsstory

Neben Weber wird Donnerstag ganz sicher auch Julian Possehl im Mittelpunkt stehen. Der Ex-Junioren-Nationalspieler hat bei Spvg. Hesselteichs Nachbarn Sporfreunde Loxten das Handballspielen begonnen und nach den Stationen TBV Lemgo und ASV Hamm vor einem Jahr bei Nordhorn-Lingen angeheuert. Dort war die erste Saison des 26-jährigen Linkshänders eine einzige Erfolgsgeschichte. Mit 114 Treffern war er zweitbester Torschütze und hatte großen Anteil am Aufstieg. Possehl, der in seiner sportlichen Heimat vor Weggefährten, Freunden und Verwandten auflaufen wird, traut seinem Team den Klassenerhalt zu: »Natürlich wird das in jedem Spiel von der 1. bis zur 60. Minute ein Überlebenkampf. Aber die Entwicklung in dieser Saison zeigt, dass wir mit unserem professionellen Trainingsbetrieb auf hohem Niveau schon bundesligareif sind.«

Euphorie beim Bundesliga-Aufsteiger

Auch Geschäftsführer Matthias Stroot glaubt an den Klassenerhalt, setzt vor allem auf die mannschaftliche Geschlossenheit: »Wir sind eingespielt, einige unserer Jungs spielen hier schon acht, neun oder zehn Jahre.« Außerdem könne auch die Rolle als ständiger Underdog eine Rolle spielen: »Wir können viel gewinnen, aber nur wenig verlieren.« Die Begeisterung rund um das Team ist auf jeden Fall groß. Feuerten in der Aufstiegssaison im Schnitt 2650 Fans ihre HSG an, rechnet man beim Neuling nun auch mit ausverkauften Heimspielen. Die Emsland-Arena fasst 4300 Zuschauer, bis jetzt sind schon mehr als 2000 Dauerkarten verkauft worden.

Kein Vorverkauf: Die Kassen öffnen um 17.30 Uhr

Auch Spvg. Hesselteich hofft Donnerstag auf viele Besucher. »300 bis 400 Zuschauer wären schon gut. Einen Bundesligisten sieht man in der Sparkassen-Arena nicht alle Tage«, sagt Sportvorstand Andreas Wehmöller. Karten sind nur an der Tageskasse zu bekommen, die bereits um 17.30 Uhr öffnet. Erwachsene zahlen sechs Euro Eintritt, Kinder und Jugendliche drei Euro. Wehmöller freut sich auf einen »interessanten Gegner«, dessen Protagonisten er im Vorfeld als »durchweg sympathisch und unkompliziert« kennengelernt hat.

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