Mo., 12.08.2019

Fußball-Landesliga: SCP zwingt Mitfavorit FC Kaunitz beim 4:1-Heimsieg zu Fehlern Dreierpack belohnt Peckeloher Mut

Mit vollem Einsatz spitzelt Tim Mannek Kaunitz’ Keeper an der Strafraumgrenze den Ball weg. Sercan Özdil (nicht im Bild) setzt nach und erzielt mühelos das 1:0.

Mit vollem Einsatz spitzelt Tim Mannek Kaunitz’ Keeper an der Strafraumgrenze den Ball weg. Sercan Özdil (nicht im Bild) setzt nach und erzielt mühelos das 1:0. Foto: Gunnar Feicht

Von Gunnar Feicht

Versmold-Peckeloh (WB). »Megastolz« war Markus Kleine-Tebbe auf die Gesamtleistung des SC Peckeloh: Der 4:1 (3:0)-Erfolg gegen FC Kaunitz resultierte aus einer starken ersten Halbzeit, in der die Platzherren den Mitfavoriten der Fußball-Landesliga mit einem mutigen Auftritt zu Fehlern zwangen. »Heute hat jeder von der Nummer 1 bis 24 seine Aufgabe erfüllt«, schwärmte der SCP-Coach.

»Die Kaunitzer hat nicht damit gerechnet, dass wir sie so aggressiv attackieren würden«, sagte Peckelohs Trainer. Nach den beiden klaren Niederlagen der Vorsaison gegen diesen Gegner hatte Kleine-Tebbe Vorwärtsverteidigung verordnet - mit Erfolg. In der 19. Minute prallte ein 10-m-Schuss von Alban Shabani noch vom Innenpfosten ins Feld zurück. Eine erste Spielhälfte auf hohem Niveau gipfelte dann in den letzten zehn Minuten vor der Pause mit Torszenen auf beiden Seiten.

Die Peckeloher schlugen in dieser Phase gleich dreimal konsequent zu. Tim Mannek, der ein großes Pensum leistete, attackierte Gästekeeper Alexander Leier bei einem Rückpass an der Strafraumgrenze, sodass der Ball zu Sercan Özdil prallte – und der hatte zum 1:0 (36.) leichtes Spiel. Beim 2:0 (38.) setzte sich Alban Shabani rechtsaußen durch, flankte auf den völlig unbewachten Mannek, der mit langem Bein traf. Das 3:0 (40.) geriet fast zur Dublette 1:0: Diesmal setzte Özdil einem zu kurzen Rückpass nach, war vor dem Keeper am Ball und vollendete.

Noch nicht bei 100 Prozent

»Eine verdiente Pausenführung, vielleicht um ein Tor zu hoch. Wir haben eine der fußballerisch besten Mannschaften fast 60 Minuten beherrscht«, fand Markus Kleine-Tebbe. Schon kurz vor dem Halbzeitpfiff vergab aber Kapitän Denis Hülsebusch Kaunitz’ Anschlusstreffer und kündigte damit an, was in Hälfte zwei folgen sollte: Der FCK machte mächtig Druck, speziell Hülsebusch verzweifelte an Keeper Tom Weber. Nur beim 1:3 (60.) hatte er Glück: Weber war wieder dran, Kevin Lenz schlug den abgefälschten Ball aus dem Tor, aber das Schiri-Gespann entschied: »hinter der Linie«.

Die letzte halbe Stunde zeigte, dass Peckeloh kräftemäßig und fußballerisch noch nicht bei 100 Prozent ist. Nach einem Angriff über Kevin Lenz und Tim Mannek, dem im Zentrum der krönende Abschluss fehlte, herrschte im Offensivspiel lange Zeit Funkstille. Entlastungsangriffe verpufften nach Fehlpässen zu oft im Ansatz. Bei einem Kopfball auf die Latte (68./Marco Kaminski) drohte das 2:3. Aber läuferisch gaben die Peckeloher alles, warfen sich dazwischen, setzten immer wieder nach und verdienten sich das 4:1: Lenz bediente Shabani, der sich im Zweikampf durchsetzte und traf.

SCP: Weber – Pixa, Dieckmann, Bulanov, Lenz, Mehmeti (46. Schnadwinkel), Ikeakhe, E. Mannek (69. Yildiz), Özdil (56. Colak), Shabani, T. Mannek (69. Felsmann).

Tore: 1:0 (36.) Özdil, 2:0 (38.) T. Mannek, 3:0 (40.) Özdil, 3:1 (60.) Hülsebusch, 4:1 Shabani (91.) So geht’s weiter: So., 18.8., 15 Uhr Eidinghausen-Werste (A).

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