Di., 10.09.2019

Formcheck vor dem Saisonstart: Handball-Oberligist SF Loxten setzt in der Abwehr auf schnelle Beine statt lange Arme »Schmidti« sucht den Mister X

Schnelle Hände und Beine: In der Abwehr müssen Kim Harting & noch wacher sein, um das Duo Hölmer/Steinkühler zu ersetzen.

Schnelle Hände und Beine: In der Abwehr müssen Kim Harting & noch wacher sein, um das Duo Hölmer/Steinkühler zu ersetzen. Foto: Sören Voss

Von Sören Voss

Versmold-Loxten (WB). Im Brettspiel-Klassiker jagen die Detektive von Scotland Yard einen »Mister X« durch London. SF Loxtens Übungsleiter Dirk Schmidtmeier sucht ebenfalls einen bisher Unbekannten - nämlich den Spieler aus seinem 15-köpfigen Kader, den er beim Saisonstart der Handball-Oberliga am kommenden Samstag gegen Hemer aus dem Kader für das Auftaktspiel streicht.

»Alle sind fit und alle haben gut trainiert«, lobt der Coach die Einsatzbereitschaft. Was ihm die Aufgabe jetzt wie auch an den folgenden Spieltagen nicht einfacher macht. Fest steht allerdings, dass er die Entscheidung, anders als oft in der vergangenen Saison, jeweils vor dem Spieltag bekannt geben möchte und nicht erst während des Spiels situativ auswählen wird.

Kommentar

In den ersten Testspielen der zweiten Vorbereitungsphase haperte es aufgrund diverser Ausfälle noch am Personalbestand und als Folge dessen an den Ergebnissen. Doch seit dem 31:27 bei Dirk Schmidtmeiers Ex-Klub Ahlener SG Mitte August geht es spürbar aufwärts. Resultate und Leistungen deuten daraufhin, dass der Formaufbau stimmt. Einlauftipp für die bevorstehende Saison: Die Frösche springen wieder ins obere Tabellendrittel. Mehr als Platz drei ist jedoch nur drin, wenn alles perfekt läuft und gleichzeitig die Konkurrenz Sand im Getriebe hat.Sören Voss

Abwehr-Puzzle

Ebenso kompliziert ist die Puzz­leaufgabe, die sich dem Trainer in der Formation der Abwehr stellt. In Sebastian Hölmer und Heiner Steinkühler stehen zwei großgewachsene Spieler nicht mehr für den Innenblock zur Verfügung. Beim 37:22 gegen Spradow agierten die Frösche in der ersten Halbzeit mit Timo Menger als 5-1-Spitze – eine Variante, die schon bei Coach Thomas Lay aktuell war. Danach ging es zurück in den 6-0-Verbund. »Als Trainer suchst du immer nach der perfekten Lösung, aber die gibt es nicht. Gut, dass sich die Spieler selbst nicht so einen Kopf machen«, weiß »Schmidti«, dem »vier, fünf Alternativen« vorschweben: »Wahrscheinlich werden wir während des Spiels mehrere ausprobieren. Auf jeden Fall müssen wir die fehlende Körpergröße durch schnelle Beine kompensieren.«

Neuling hat sich gut integriert

Philipp Harnacke, der einzige Neuling im Team, hat sich gut integriert. Beim 31:27 gegen Drittligist Ahlen demonstrierte er mit acht Toren seine Treffsicherheit, gegen Spradow blieb er hingegen glück- und torlos. Torwart Pascal Welge plagten zuletzt muskuläre Probleme, zum Start gegen Hemer am Samstag (18 Uhr) will »Calli« aber wieder zwischen den Pfosten stehen. Der Torwart-Routinier, der sonst eine akribische Spielvorbereitung mit den Wurfbildern der gegnerischen Schützen gewohnt ist, muss diesmal improvisieren: »Bei Hemer gab es so viele personelle Veränderungen, da existieren überhaupt keine aktuellen Videos.« Die Frösche erwartet beim Auftakt in eigener Halle also eine Wundertüte. Danach folgen zwei Auswärtsspiele bei Aufsteiger Rödinghausen und in Gladbeck, ehe die nächsten Aufgaben Möllbergen, Schalke und Haltern Hoffnung auf eine punkteträchtige Anfangsphase der Saison bis Ende Oktober machen.

 

 

 

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