Sa., 14.09.2019

Fußball-Landesliga: Im Derby will Außenseiter Spvg. Steinhagen Gastgeber SC Peckeloh einen großen Kampf liefern Der Gast kommt mit neuem Biss

Peckelohs Torjäger Alban Shabani (links) hat Steinhagen in Derbyduellen mit seinen Treffern schon große Probleme bereitet.

Peckelohs Torjäger Alban Shabani (links) hat Steinhagen in Derbyduellen mit seinen Treffern schon große Probleme bereitet. Foto: Sören Voss

Versmold/Steinhagen (WB/star/guf). Der Spielplan macht Markus Kleine-Tebbe, Coach des Fußball-Landesligisten SC Peckeloh, und seinen Trainer-Kollegen Mario Lüke zu Whats-App-Freunden. Weil der SCP immer in der Woche zuvor gegen Steinhagens Kontrahenten spielt, glühen die Drähte. Die Gegner-Informationen gibt MKT gerne weiter: »Ich kann Mario gut leiden, ein feiner Kerl.« Diese Woche musste Lüke andere Quellen anzapfen. Schließlich stehen sich die beiden Altkreisteams Samstag, 17.30 Uhr (Kunstrasen an der Schule) im direkten Duell gegenüber.

Peckeloh ist noch ungeschlagen (zwei Siege, drei Unentschieden), während Steinhagen nach einem guten Start mit sechs Punkten zuletzt beim 0:1 gegen Schlusslicht Beckum den ersten herben Rückschlag hinnehmen musste. »Allein, weil es ein Heimspiel ist, sollten wir diese Partie gewinnen«, sagt Kleine-Tebbe, der zuletzt Trainingseinheiten mit 21 Spielern leitete: »Das ist eine tolle Situation, die wir genießen. Wir haben gute Jungs, da ist richtig Zug drin.« Sogar die lange Zeit verletzten Gerrit Weinreich und Daniel Schnadwinkel nehmen nun wieder an den Übungseinheiten teil.

Trotz bester Voraussetzungen geht Kleine-Tebbe mit dem nötigen Respekt ins Derby: »Ich glaube, das wird eine interessante Partie. Steinhagen kommt über den Teamgeist, hat aber auch gute Einzelspieler. Die Spvg. kann defensiv kompakt stehen und schnell umschalten. Wir müssen aufpassen.«

Nach dem Westfalenpokal-Erfolg am Donnerstag war für die Steinhagener Kicker Freitag Abend leichtes Auslaufen mit Lockerungsmassage angesagt. Nach der engagierten Vorstellung beim 2:1 in Detmold sieht Mario Lüke die enge Taktung mit nur 43 Stunden zwischen Pokalspiel-Ende und Derby-Anpfiff nicht mehr als großen Nachteil: »Nach den Eindrücken von Donnerstag bin ich absolut zuversichtlich, dass die Jungs höchst motiviert zur Sache gehen werden, um sich einen Dreier zu holen. Sie haben nach dem Beckum-Patzer gezeigt, dass die Mannschaft lebt und sich in jeden Zweikampf gebissen.«

Immerhin hatte Gegner Detmold in der ersten Runde einen Westfalenligisten ausgeschaltet – überbewerten wollen die Gäste das Pokal-Intermezzo aber auch nicht: »Die Favoritenrolle für Samstag gebe ich gerne ab«, sagt Mario Lüke und begründet dies sachlich: »Peckeloh hat so viel individuelle Qualität, dass die Mannschaft am Ende im oberen Drittel stehen muss. Die bisherigen Ergebnisse unterstreichen das ja auch.« Der Derby-Charakter soll der Spvg. dabei aber helfen, die Zurückhaltung der ersten beiden Auswärtsspiele abzulegen und dem bisher unbesiegten Tabellensechsten einen großen Kampf zu liefern. Das Handicap: Die stark angeschlagenen Routiniers Ridvan Cinar und Thomas Winder fallen zu 95 Prozent aus. n In der dritten Westfalenpokal-Runde (bis 10. Oktober) muss Steinhagen beim Landesligisten SV Herbern antreten. Der Tabellenelfte der Staffel 4 setzte sich Mittwoch 2:0 bei Bezirksligist Ibbenbürener Spvg. durch und hat in der ersten Runde TuS Dornberg nach Elfmeterschießen besiegt.

Als Peckeloh dem Nachbarn so richtig weh tat ...

Im bisher letzten Derby hat Peckeloh Nachbar Steinhagen so weh getan wie noch nie zuvor in der gemeinsamen Landesliga-Geschichte. Am 8. April 2018 feierte der kurz zuvor als »Retter« verpflichtete Jörg Böhme gegen den Nachbarn sein Heimdebüt als Spvg.-Coach. In der Woche zuvor hatte der Ex-Nationalspieler beim 2:1 in Mastholte einen Auftakt nach Maß hingelegt. Und seine neue Mannschaft startete auch gegen den SCP furios, ging dank eines Treffers von René Schäfer bereits nach fünf Minuten in Führung und blieb am Drücker. Der Ausgleich von Alban Shabani kurz vor der Pause leitete die Wende ein. Peckeloh stellte nach dem Wechsel auf 3:1 (Tore: Shabani, Weinreich). Sebastian Herrmanns Anschlusstreffer (87.) kam zu spät. Das 2:3 war ein Rückschlag im Abstiegskampf. In der Endabrechnung fehlten der Spvg. zwei Zähler zum Klassenerhalt.

 

 

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