Di., 08.10.2019

Fußball-Kreisliga: Überraschungsteam Spvg. Versmold tritt zum Topspiel in Häger an Tabellenführer will kein Favorit sein

Spvg. Versmolds Coach Thomas Schmidtke hat derzeit allen Grund zur Freude, bleibt aber auf dem Teppich und siehtwetting .

Spvg. Versmolds Coach Thomas Schmidtke hat derzeit allen Grund zur Freude, bleibt aber auf dem Teppich und siehtwetting .

Versmold (WB/star). Wenn Thomas Schmidtke aus dem Fenster schaut, blickt er auf das Peckeloher Wöstenstadion. Seine neue Wirkungsstätte liegt allerdings einige Kilometer entfernt. Im Kurt-Nagel-Parkstadion surft der Trainer mit dem Fußball-A-Ligisten Spvg. Versmold derzeit auf einer Erfolgswelle.

Nach der Auftaktniederlage bei SuK Canlar hat das neu formierte Team zuletzt acht Mal in Folge gewonnen und führt vor dem Topspiel am Freitag (19.30 Uhr) bei Aufstiegsfavorit SV Häger völlig überraschend die Tabelle an. »Das hätte ich so natürlich nicht erwartet«, sagt »Rückkehrer« Schmidtke, der in den 80er Jahren bereits als Spieler für Versmold in der Landesliga auflief und im Parkstadion vor 20 Jahren interimsweise schon einmal als Coach einsprang. »Schmidtkes schwierige Mission« titelte diese Zeitung im Juli beim Trainingsauftakt. Und der Trainer selbst hielt angesichts von neun teils hochkarätigen Abgängen den Ball flach: »Wenn wir am Ende einen Platz über den Abstiegsrängen stehen, dann bin ich nicht unzufrieden.« Doch dann kam alles ganz anders...

Coach ist zufrieden

Schmidtke, der in der vergangenen Saison mit B-Ligist TuS Solbad nur knapp den Aufstieg verpasst hat und überhaupt auf bewegte Zeiten als Coach zurückblickt, lobt seine neuen Schützlinge in den höchsten Tönen: »Ich habe in meiner langen Zeit als Trainer selten mit einer solchen Mannschaft arbeiten dürfen. Die Jungs saugen alle Vorgaben auf und wollen sie umsetzen.« Der 56-Jährige bereitet die Übungseinheiten nach eigenen Worten mit einem Lächeln im Gesicht vor – bei einer Trainingsbeteiligung von 99 Prozent allzu verständlich. Dass kaum einmal ein Spieler ausfällt – Timon Weinreich, der fünf Gelbe Karten gesammelt hat, ist eine Ausnahme – ist ein weiterer Grund für den aktuellen Höhenflug.

Trotz der Tabellenführung mit drei Punkten Vorsprung vor Ummeln und Peckeloh II bzw. fünf Zählern vor Häger bleibt der Coach auf dem Teppich. Er rechnet vielmehr in kleinen Schritten. Dem Ziel Nummer eins »30 Punkte«, die nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre zum Klassenerhalt reichen sollten, ist die Spvg. bei aktuell 24 Zählern schon nach einem Saisondrittel nahe gekommen. »Als nächstes peilen wir die 44-Zähler-Marke an«, sagt der Coach mit Blick auf eben diese Versmolder Ausbeute der Vorsaison. Erst wenn auch diese Vorgabe erreicht ist, wird Thomas Schmidtke neue Ziele definieren. Eines weiß er allerdings schon jetzt: »Es gibt noch viele andere gute Teams wie Ummeln, Peckeloh II, TuS Eintracht, Werther oder Amshausen. Mein Aufstiegsfavorit ist und bleibt aber SV Häger. Die haben es allerdings auch deshalb schwer, weil jeder Gegner heiß darauf ist, ihnen ein Bein zu stellen. Diese Erfahrung machen wir als Spitzenreiter zur Zeit auch.« Es wird spannend, wie sich der Tabellenführer, der kein Favorit sein will, am Freitag in Häger schlägt. Der kleine HSV ist zwar mit viel Sand im Getriebe gestartet, hat aber die letzten vier Partien gewonnen.

 

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