Mo., 11.11.2019

Fußball-Landesliga: SC Peckeloh dreht gegen Bruchmühlen einen Rückstand 4:2 – ein Tanz auf der Rasierklinge

Doppelter Doppelpack: Peckelohs Tim Mannek und Alban Shabani (hinten) haben die Partie gegen Bruchmühlen entschieden.

Doppelter Doppelpack: Peckelohs Tim Mannek und Alban Shabani (hinten) haben die Partie gegen Bruchmühlen entschieden. Foto: Stephan Arend

Versmold-Peckeloh (WB/star). Nach zuletzt zwei Niederlagen ist Fußball-Landesligist SC Peckeloh in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Tabellarisch und nüchtern betrachtet ist das 4:2 (1:1) gegen Kellerkind TuS Bruchmühlen nicht mehr als ein Pflichtsieg. Doch der große Jubel nach zwei späten Toren und die spürbare Erleichterung nach dem Schlusspfiff sprechen eine andere Sprache.

Gegen einen tief stehenden Kontrahenten, der Beton anrührt, früh in Führung zu gehen, das ist eigentlich schon die halbe Miete. Und nach dem Freistoßtor von Tim Mannek in der 19. Minute spricht in der Tat alles für einen souveränen Heimsieg. »Normalerweise legst du irgendwann das zweite und dritte Tor nach und hast einen entspannten Nachmittag«, sagt Markus Kleine-Tebbe. Doch seine überlegenen Schützlinge machen sich mit zwei Patzern das Leben unnötig schwer. Zunächst hilft Alexander Bulanov dem bis dato harmlosen Gegner mit einem Stellungsfehler, der zum 1:1 führt (33.). In Halbzeit zwei leistet sich erneut Bulanov kurz vor dem eigenen Strafraum ein unnötiges Foulspiel. Beim anschließenden Freistoß aufs kurze Eck macht der nahezu beschäftigungslose SCP-Keeper Tom Weber eine unglückliche Figur. Bruchmühlen führt nach 55 Minuten 2:1 – und plötzlich wird es für Peckeloh »brutal schwer«, wie es Kleine-Tebbe ausdrückt.

Zehn Minuten dauert es, bis der Favorit den Schock verdaut hat, dann erspielt er sich Chancen im Minuten-Takt. Tim Mannek, Jonas Weißen und Alban Shabani vergeben Hochkaräter, ehe Tim Mannek nach einem schnell ausgeführten Einwurf in der 72. Minute zum 2:2 trifft. In der Schlussphase sind auch der große Peckeloher Kader und die gut besetzte Bank ein Faktor. Der SCP riskiert viel, setzt auf totale Offensive und wird belohnt. Kapitän Alban Shabani macht mit seinem Doppelpack (81./91.) den verdienten Dreier gegen einen unangenehmen Gegner perfekt. Ein Tanz auf der Rasierklinge findet ein gutes Ende – auch weil einige vielversprechende Bruchmühlener Kontersituationen im letzten Moment unterbunden werden.

 

SC Peckeloh: Weber; Weinreich (60. Lenz), Dieckmann, Bulanov, Ikeakhe (79. Felsmann) – E. Mannek (76. Orhan), Schnadwinkel, Weißen (71. Yildiz) – Özdil, Shabani, T. Mannek.

Tore: 1:0 (19.) Tim Mannek per Freistoß aus 22 Metern. 1:1 (33.) Felix Langkamp, der nach Steilpass und Stellungsfehler von Bulanov alleine aufs SCP-Tor zuläuft. 1:2 (55.) Jannik Diekmann mit einem Freistoß von der rechten Strafraumkante ins kurze Eck. 2:2 (72.) Tim Mannek, der nach einem schnell ausgeführten weiten Einwurf per Heber erfolgreich ist. 3:2 (81.) Alban Shabani trifft nach einer lang gezogenen Ecke auf den zweiten Pfosten mit dem Kopf. 4:2 (91.) Alban Shabani, der einen perfekten Konter nach Hackentrick von Tim Mannek und Maßflanke von Özdil aus kurzer Distanz abschließt.

So geht es weiter: Sonntag, 17. November, 14.30 Uhr SuS Bad Westernkotten (A).

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