Sa., 21.12.2019

Handball-Oberliga: SF Loxten scheitert beim 24:25 nach Aufholjagd am eingewechselten Keeper Dähne verhindert die Wende

Immer wieder die TSG Altenhagen: Auch im fünften Anlauf haben die SF Loxten und Dirk Schmidtmeier aus Bielefeld nichts mitgenommen.

Immer wieder die TSG Altenhagen: Auch im fünften Anlauf haben die SF Loxten und Dirk Schmidtmeier aus Bielefeld nichts mitgenommen. Foto: Sören Voss

Von Gunnar Feicht und Sören Voss

Versmold-Loxten (WB). Zweites Topspiel, zweite hauchdünne Niederlage: Nach schwacher erster Halbzeit und großem Kampf in der zweiten Hälfte hat Handball-Oberligist SF Loxten bei der TSG AH Bielefeld 24:25 (9:14) verloren. Der erst für den Schlussspurt eingewechselte Keeper Johnny Dähne verhinderte gegen Max Schäper & Co. in der Endphase die Wende zugunsten der Gäste, die in Marco Possehl ihren Besten ebenfalls zwischen den Pfosten hatten.

Die TSG störte den Loxtener Aufbau von Beginn an mit einer 5-1-Deckung. Das aggressive Störfeuer schmeckte Simon Schulz und Co. gar nicht, aber auf der Gegenseite zwang auch die SFL-Abwehr Rückraumshooter Max Schüttemeyer zu einigen Fehlern. Nach 14 Minuten hieß es 6:6. Die TSG zwang die Loxtener in ungünstige Wurfpositionen, Keeper Paul Twarz steigerte sich und nach seiner Siebenmeter-Parade gegen Simon Schulz gingen die Hausherren erstmals mit drei Treffern in Führung (9:6). Jan Schröder, der für Marlon Meyer auf Halblinks kam, führte sich mit einem Stürmerfoul ein.

Dann parierte der frühzeitig für Pascal Welge (er hört zum Saisonende auf) eingewechselte Marco Possehl einen Siebenmeter von Dusan Maric. Max Schäper hatte mit dem Tor zum 8:10 einen guten Einstand. Aber das Loxtener Angriffsspiel blieb Stückwerk, zwei SFL-Zeitstrafen nutzte die TSG zur 12:8-Führung. Während für Altenhagen Jonas Zwaka von ganz weit außen zum 13:8 traf, vergab Loxtens Rechtsaußen Max Harnacke gleich zweimal aus guter Wurfposition gegen den glänzend disponierten Twarz. Jan Schröders Weitwurf ins vermeintlich leere Tor landete beim längst wieder auf seinen Posten geeilten Twarz – symptomatisch für Loxtens Konzentrationsschwächen.

Ganz anders kamen die Gäste aus der Kabine, allen voran Schröder, der bis zum 13:15 zweimal traf. Mit einigen starken Paraden hielt Marco Possehl die Frösche im Spiel. Bei Timo Mengers Treffer zum 19:20 (50.) war weiterhin alles drin. Jetzt meldeten sich auch die Loxtener Fans lautstark zu Wort. Nervenstark glich Marlon Meyer mit zwei Treffern zum 22:22 aus. Beim Stand von 23:23 sprintete Max Schäper aufs Tor zu, doch Johnny Dähne im TSG-Tor verhinderte die erste SFL-Führung in Hälfte zwei und parierte kurz darauf einen Meyer-Siebenmeter. Aber auch Marco Possehl entschärfte einige Hundertprozenter, bis Jan Hübner 75 Sekunden vor Schluss zum 25:24 für die Hausherren traf. SFL-Coach Dirk Schmidtmeier nahm noch eine Auszeit, aber Jan Schröders letzter Wurf landete neben dem Tor.

Stimmen

Dirk Schmidtmeier (SF Loxten): „Es war nicht schön, aber emotional, Fehler auf beiden Seiten und überragende Torhüter. Ein Punkt wäre verdient gewesen.“

Leif Anton (TSG-Trainer): „Das war Werbung für den OWL-Handball. Ein harter, aber fairer Kampf, beide Teams hatten gute Ideen.“

Simon Schulz (SFL): „Wir sind mit der 5-1-Deckung wie in Jöllenbeck nicht klar gekommen. In der zweiten Halbzeit sind wir besser auf die Nahtstellen gegangen. Johnny macht das Ding dann zu - bitter für uns.“

Johnny Dähne (TSG): „Google Possehl hat nicht schlechter gehalten als ich, aber mein Ding gegen Max Schäper war das entscheidende. Ich kenne ihn und habe darauf spekuliert, dass er versucht, gegen die Wurfhand an mir vorbeizuspringen. Loxten hat unsere Verunsicherung gespürt. Es war hektisch, aber für uns am Ende wie gemalt. Ich hoffe, dass viele Zuschauer wiederkommen.“

Daten & Fakten

TSG AH Bielefeld : Twarz (bis 54.),Dähne (ab 54.), Bergen (2), Sewing (2), Maric (1/1), Schüttemeyer (4), Strathmeier (2), Zwaka (4), Schrage (2), Werner (1), Hübner (5), Meyer, Louis, Heidemann, Wagner (2).

SF Loxten: Welge (bis 19.)Possehl (ab 19.); Schäper (3), Menger (3), Stockmann, Harting, J. Patzelt (1), Harnacke (3), Weigel, N. Patzelt (2), Schulz (4/1), Meyer (4/1), Steinlechner, Schröder (4).

Zuschauer: 1500. Schiedsrichter: Mühlenberg/Weist (Gladbeck/Marl). Zeitstrafen: TSG 3, Loxten 2. Siebenmeter: TSG 1 von 2, Loxten 3/5 (Schulz und Meyer scheitern).

Stationen: 0:1, 2:3, 4:3, 4:5, 5:6, 9:6 (17.), 10:8 (19.), 13:8, 14:9 - 15:13 (36.), 18:14 (40.), 20:19 (50.), 22:20 (53.), 22:22 (54.), 24:24 (58.), 25:24.

So geht’s weiter: 18.1., 19.30 Uhr VfL Gladbeck (A).

 

 

 

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