So., 29.12.2019

Fußball-Hallenmasters: Topfavorit Peckeloh holt sich mit 3:2 gegen Spvg. Steinhagen den sechsten Titel SCP zündet Feuerwerk der Volltreffer

Die Peckeloher Champions lassen sich von ihren lautstarken Fans feiern: Torwart Tom Weber hält den Pokal, den seine Mannschaft nunmehr zum sechsten Mal gewinnt.

Die Peckeloher Champions lassen sich von ihren lautstarken Fans feiern: Torwart Tom Weber hält den Pokal, den seine Mannschaft nunmehr zum sechsten Mal gewinnt. Foto: Sören Voss

Von Stephan Arend

Versmold (WB). Eigentlich sollte der SC Peckeloh wegen Schiedsrichter-Beleidigungen seiner Zuschauer beim Aufstiegsspiel der dritten Mannschaft im Juni nun beim Winter-Höhepunkt gar nicht mitspielen (WB vom 19. Dezember) – und war nur aufgrund sportjuristischer Ungereimtheiten schließlich doch zugelassen worden. Ein Altkreis-Hallenmasters ohne das aktuell beste heimische Team? Nach den Eindrücken der Endrunde ein kaum vorstellbares Szenario.

Der SCP holte dank des 3:2-Finalsieges gegen Liga-Kontrahent Spvg. Steinhagen nicht nur seinen insgesamt sechsten Titel, sondern stellte in Daniel Schnadwinkel und Kevin Ikeakhe auch die besten Spieler des Hallenspektakels in der erneut ausverkauften Versmolder Sparkassen-Arena. Coach Markus Kleine-Tebbe stellte zudem einen Rekord auf, trug sich als bisher einziger Trainer der Turnier-Geschichte zum fünften Mal in die Siegerliste ein.

Seine Schützlinge starteten am Freitag trotz ihrer fünf Siege verhalten und in so mancher Partie keineswegs souverän in das Turnier. Doch in der Endrunde am Samstag zündete der Favorit und Titelverteidiger drei Tage vor Silvester ein spektakuläres Feuerwerk. Nach Kantersiegen im Viertelfinale (10:1 gegen Türk Sport Steinhagen) und der Vorschlussrunde (10:0 gegen SV Häger) sah es auch im Endspiel bis zwei Minuten vor Schluss beim Stande von 3:0 nach einem ungefährdeten Erfolg aus. Doch Steinhagen gab sich nicht geschlagen, verkürzte auf 2:3 und hatte in den letzten 26 Sekunden bei zwei Freistoß-Situationen noch die Möglichkeit, die Partie zu drehen. „Wir haben eine richtig gute Endrunde gespielt und auch das Finale 18 Minuten lang dominiert“, zog Kleine-Tebbe vor der perfekten Mischung aus Dynamik, Tempo und spielerischer Klasse den Hut.

Trainer-Kollege Mario Lüke war bei seiner Masters-Premiere mit dem Auftritt seiner Schützlinge ebenfalls zufrieden. „Was wir gespielt haben, konnte man sich während des ganzen Turniers gut anschauen.“ Den Coach ärgerten allerdings die ersten beiden Gegentore im Finale. Beim 0:1 landete ein eigener (abgewehrter) Freistoß hinter dem aufgerückten Keeper Julian Pohlmann im Spvg.-Tor. Und vor dem 0:2 wechselte Steinhagen im ungünstigsten Moment bei einer gegnerischen Ecke. Lüke: „Wir waren in diesen entscheidenden Situationen zu grün hinter den Ohren.“

Gleich zum Auftakt der Endrunde war das nach den Eindrücken der Vorrunde hoch gehandelte Team von Ausrichter SG Oesterweg nach 2:0-Führung mit 2:3 am A-Liga-Kontrahenten SV Häger gescheitert. Kurios: Die SG hatte in Überzahl zwei glasklare Chancen, auf 3:0 zu erhöhen. Stattdessen drehte Häger mit einem Spieler weniger per Doppelpack die Partie. Es folgten teils überraschend deutliche Viertelfinal-Erfolge von Steinhagen, Peckeloh und Werther.

Während Steinhagen in der Vorschlussrunde nach 4:0-Führung und einer Zeitstrafen-Flut gegen Werther am Ende kurzzeitig in Bedrängnis kam, fertigte der SCP im Duell der Sieger von 2018 und 2017 den SV Häger mit 10:0 ab. HSV-Coach Pascal Hofbüker trug das Debakel mit Fassung: „Peckeloh ist nicht nur uns physisch klar überlegen und wird ganz sicher das Turnier gewinnen.“

Viertelfinale

SG Oesterweg - SV Häger 2:3 (2:0). 1:0 (4.) Krüger, 2:0 (7.) J. Kräuter, 2:1 (11.) Romoth, 2:2 (12.) Ma. Kindt, 2:3 (15.) Theune.

Spvg. Steinhagen - Spvg. Versmold 6:1 (3:0). 1:0 (8.) Reda, 2:0 (10.) Aygün, 3:0 (10.) Hornberg, 4:0 (16.) von Domaros, 5:0 (19.) Schäfer, 6:0 (19.) Hornberg, 6:1 (20.) Goldstein.

SC Peckeloh - Türk Sport Steinhagen 10:1 (5:0). 1:0 (4.) Ikeakhe, 2:0 (6.) Özdil, 3:0 (7.) E. Mannek, 4:0 (8.) Ikeakhe, 5:0 (10.) Özdil, 6:0 (11.) Mehmeti, 7:0 (14.) T. Mannek, 8:0 (16.) Schnadwinkel, 8:1 (17.) Eren Deli, 9:1 (18.) E. Mannek, 10:1 (20.) T. Mannek.

SC Halle - BV Werther 2:10 (0:3). 0:1 (5.) Lindemann, 0:2 (9.) Küsters, 0:3 (10.) Heising, 1:3 (11.) Goldbach, 1:4 (12.) Heinemann, 1:5 (13.) Marschal, 1:6 (15.) Faller, 2:6 (16.) Özata, 2:7 (16.) Heinemann, 2:9 (19.) Lindemann, 2:10 (20.) Kleck.

Halbfinale

SV Häger - SC Peckeloh 0:10 (0:6). 0:1 (1.) Dieckmann, 0:2 (2.) T. Mannek, 0:3 (8.) Ikeakhe, 0:4 (8.) Dieckmann, 0:5 (10.) C. Bulanov, 0:6 (10.) Ikeakhe, 0:7 (12.) T. Mannek, 0:8 (13.) Ikeakhe, 0:9 (18.) Ikeakhe, 0:10 (20.) Fiß.

Spvg. Steinhagen - BV Werther 5:3 (3:0). 1:0 (5.) und 2:0 (7.) Hanna, 3:0 (7.) Eigentor, 4:0 (15.) Aygün, 4:1 (15.) Heinemann, 4:2 (17.) Lindemann, 4:3 (18.) Heinemann, 5:3 (20.) Hornberg.

Endspiel

SC Peckeloh - Spvg. Steinhagen 3:2 (2:0). 1:0 (3.) Fiß, 2:0 (7.) Ikeakhe, 3:0 (13.) Özdil, 3:1 (20.) Böhme, 3:2 (20.) Hornberg.

 

 

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