Mo., 13.01.2020

Handball-Oberliga: Nach schläfrigem Start beißt sich Loxten gegen Mennighüffen ins Spiel und siegt 29:26 Harting blockt und bleibt

Kim Harting (links) hat wieder mal seinen Wert für die Frösche bewiesen: Nach schwachem Start hält er (hier mit Jan Schröder) die Abwehr zusammen und erzielt in der entscheidenden Phase zwei wichtige Tore.

Kim Harting (links) hat wieder mal seinen Wert für die Frösche bewiesen: Nach schwachem Start hält er (hier mit Jan Schröder) die Abwehr zusammen und erzielt in der entscheidenden Phase zwei wichtige Tore. Foto: Sören Voss

Von Sören Voss

Versmold-Loxten (WB). Einige Loxtener Stammzuschauer entschieden sich Samstag für das EM-Länderspiel im TV und gegen Oberliga-Handball in der Sparkassenarena. Im Nachhinein dürften sie sich geärgert haben: Während die Nationalmannschaft gegen Spanien enttäuschte, fuhren die Frösche mit dem 29:26 (15:15) gegen VfL Mennighüffen den sechsten Heimsieg im sechsten Heimspiel ein.

Zunächst sah es so aus, als sollten die 350 Besucher für ihr Kommen nicht entlohnt werden. Im Duell der beiden Kreispokalsieger suchten die Loxtener lange nach ihrer Kampf-Einstellung und der passenden Balance in der Abwehrarbeit. Trotz passablen Starts (4:1/6.) fand die SFL-Deckung keinen richtigen Zugriff, die Umstellung auf eine 5-1-Formation brachte ebenso wenig Besserung wie im Tor die Hereinnahme von Marco Possehl für Pascal Welge. Entnervt ließ sich Abwehrchef Kim Harting auswechseln. „Das ging gar nicht. Ich habe da angewurzelt gestanden wie eine deutsche Eiche“, ärgerte sich Harting später.

Spannenderweise kitzelten dann die Schiedsrichter die Frösche wach. Denn als beim 15:17 (34.) die erste Heimniederlage drohte, weckten drei Zeitstrafen und eine unberechtigte Rote Karte gegen Marlon Meyer, der in der Abwehr Daniel Danowsky angeblich im Gesicht getroffen hatte (46.), den Ehrgeiz der Hausherren. In Unterzahl markierte Simon Schulz das 16:17, danach trafen Kim Harting und Timo Menger jeweils aus der Distanz ins leere Tor. Zwei Zeitstrafen später (Schäper/Schröder) ergatterte im Vier gegen Sechs wieder Harting den Ball und setzte Max Harnacke in Szene, der zum 19:17 traf (39.).

Das zunächst so schläfrige OWL-Duell war plötzlich packend. Denn auch Mennighüffen hielt speziell mit den neun Treffern von Tomasz Tluczynski - Vizeweltmeister mit Polen 2007, mittlerweile 40 Jahre und zukünftiger Trainer beim VfL - dagegen. Bis zum 21:21 (46.) war alles ausgeglichen, doch nach Meyers Feldverweis schlug Loxten durch Harnacke und Har­ting erneut zweifach in Unterzahl zum 23:21 zu. Ohne die Rückraum-Schützen Arne Kröger (Knieprobleme) und Till Orgel (Handverletzung nach 20 Minuten) hatte Mennighüffen keine Antworten mehr parat.

„Mit den Shootern hätte es vielleicht anders ausgesehen“, mutmaßte SFL-Coach Dirk Schmidtmeier, „denn anfangs hat bei uns nichts gefruchtet. Als wir hinterher nicht mehr rausgerückt sind und blocken konnten, lief es besser.“ Ein Lob auch in Richtung Kim Harting, der als Dienstältester Spieler als Kitt der Mannschaft nicht nur die Deckung zusammenhält und nach Abpfiff verriet, dass er seinen Vertrag bei den Fröschen um ein Jahr verlängert hat.

Daten & Fakten

SF Loxten: Welge (1.-22., 27.-60.), Possehl (22.-27.); Schäper, Menger (4), Stockmann (5), Harting (2), J. Patzelt (3), Harnacke (5), Weigel (n.e.), Schulz (3/1), Meyer (1/1), Steinlechner, Schröder (6).

VfL Mennighüffen: Körtner (1.-14., 31.-60.), Neumann (14.-30.); Danowsky (2), Mailänder (1), Tluczynski (9/4), Dittrich, Büschenfeld, P. Schumann, M. Schumann (1), M. Köster (6), Ames (3), J. Köster (1), Orgel (3).

Stationen: 4:1 (6.), 5:4, 9:9 (16.), 13:11, 15:15 (HZ), 15:17 (34.), 19:17 (39.), 21:21 (46.), 25:22, 29:24, 29:26.

Zeitstrafen: SFL 6, VfL 3.

Rote Karte: Meyer, grobes Foulspiel (SFL/46.)

Zuschauer: 350.

So geht es weiter: Sa., 18. Januar, 19.30 Uhr, VfL Gladbeck (A).

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