Sa., 08.02.2020

Handball-Oberliga: Hamm-Bezwinger VfL Gladbeck prüft personell geschwächte Hausherren Loxtens Gast kommt mit breiter Brust

Weiterhin angeschlagen – aber Marian Stockmann soll den Kollegen Ruhepausen verschaffen.

Weiterhin angeschlagen – aber Marian Stockmann soll den Kollegen Ruhepausen verschaffen. Foto: Gunnar Feicht

Versmold-Loxten (WB/guf). Vor drei Wochen gewann SF Loxten das schwere Nachholspiel in Gladbeck 30:27, hatte den VfL in der Tabelle der Handball-Oberliga um fünf Minuspunkte distanziert und sich als ärgster Verfolger des Spitzenreiters etabliert. Vor dem Rückspiel an diesem Samstag (18 Uhr) in Versmold reisen indes plötzlich die Gäste aus dem Ruhrpott als Favorit an: Sie haben vor Wochenfrist dem Primus Hamm II die erste Niederlage beigebracht und Torjäger Max Krönung wieder dabei, die Loxtener hingegen verloren ihr Pokalspiel in Langenfeld klar und danach beim 24:24 den ersten Heimpunkt gegen Rödinghausen.

„Das ist ein ganz, ganz wichtiges Spiel für uns, wenn wir oben dran bleiben wollen. Wir müssen den Hebel wieder umlegen und ans Limit gehen“, sagt Loxtens Trainer Dirk Schmidtmeier. Seiner Crew wird ein absoluter Kraftakt abverlangt, denn nach wie vor fallen Philipp Harnacke, Nils Patzelt und Max Schäper verletzt aus. Marian Stockmann wird wegen seiner Adduktorenprobleme wohl nur sporadisch den Rückraum entlasten können. Weil zusätzlich einige Spieler wegen Studium oder Beruf nicht jede Einheiten wahrnehmen können, ist auch der Trainingsbetrieb von Ausfällen betroffen. Donnerstag machten vier Spieler aus der Zweiten mit. Akteure wie Kim Dreger sollen auch Spielzeit bekommen, denn Schmidtmeier sagt selbstkritisch: „Das muss ich mir im Nachhinein ankreiden: Es wäre gegen Rödinghausen besser gewesen, einzelnen Rückraumspielern mal Verschnaufpausen zu geben.“

Die Gladbecker heimsten beim 31:30-Heimsieg gegen Hamm viel Lob für eine starke Leistung ein. Auch ASV-Coach Christian Feldmann hob nach der ersten Saisonniederlage die Klasse des Gegners hervor: „Letztendlich sind wir nicht an den eigenen Schwächen gescheitert, sondern weil Gladbeck an diesem Tag einfach die bessere Mannschaft war.“ Wie in besten Tagen trumpfte Max Krönung auf: Der VfL-Rückraumschütze, der am 18. Januar gegen Loxten noch gefehlt hatte, erzielte 11/3 Treffer. In den letzten 16 Minuten gelang ihm allerdings kein Feldtor mehr – die Treffer der Teamkollegen vom 22:21 bis zum 31:30 zeigen, dass der VfL Gladbeck mehr zu bieten hat als einen Haupttorschützen.

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