Di., 18.02.2020

Tennis: Nach dem Aufstieg greifen die Versmolder Frauen auch in der Regionalliga an Tennispark holt Morderger-Zwillinge

Das Versmolder Frauenteam wird immer mehr zu einer „kleinen Westfalenauswahl“. Nun schlagen auch die Morderger-Zwillinge Yana und Tayisiya für den Tennispark auf.

Das Versmolder Frauenteam wird immer mehr zu einer „kleinen Westfalenauswahl“. Nun schlagen auch die Morderger-Zwillinge Yana und Tayisiya für den Tennispark auf. Foto: Gunnar Feicht

Von Stephan Arend

Versmold (WB). Mit zwei ambitionierten Teams startet Tennispark Versmold in die Sommer-Saison 2020. Die Männer wollen nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga nicht in Abstiegsgefahr geraten. Das erneut verstärkte Frauenteam ist im Vorjahr ebenfalls aufgestiegen und will auch in der Regionalliga angreifen.

 

Kommentar

Noch spielt das Versmolder Frauenteam eine Klasse tiefer als die Männer. Doch während Daniel Masur & Co. in der 2. Liga gut aufgehoben sind, schreit die Erfolgsgeschichte der Damen nach Fortsetzung. Schwer vorstellbar, dass die Regionalliga beim Marsch durch die Spielklassen Endstation sein soll. Liga eins ist eher zu stemmen als für ein Männerteam und perspektivisch zumindest eine spannende Option.

Stephan Arend

Männer/2. Liga

Nach der Rückkehr in Liga zwei setzt Tennispark Versmold erneut auf einen auch in der Breite gut besetzten Kader. Von den Neuzugängen ragt der aufstrebende Australier Marc Polmans (ATP 120) heraus, der Anfang des Jahres die zweite Runde der Australian Open erreichte und für drei bis vier Liga-Spiele vorgesehen ist. Gespannt sein darf man auch auf Dimitar Kuzmanov, der schon in seiner Premieren-Saison 2019 im Tennispark überzeugte und zuletzt an der Seite von Weltklasse-Spieler Grigor Dimitrov beim ATP-Cup in Australien für Bulgarien antrat. Kuzmanov könnte mittelfristig wie Daniel Masur und Marvin Netuschil zum Gesicht der Versmolder Mannschaft werden. Nach den schlechten Erfahrungen 2018 ist der Klassenerhalt das Saisonziel. „Den wollen wir allerdings frühzeitig erreichen und zu keiner Phase in Bedrängnis kommen“, sagte Teamchef Karten Wolf, der weitere Ambitionen ausschließt: „Topfavorit ist Bredeney.“ Der Essener Verein will nach Platz zwei im Vorjahr durchstarten und soll perspektivisch sogar an einer Verpflichtung von Jan-Lennard Struff interessiert sein.

Das Aufgebot: Marc Polmans (ATP 120), Liam Broady (228), Daniel Masur (180), Roberto Ortega-Olmedo (268), Jelle Sels (369), Laurent Lokoli (350), David Pichler (367), Dimitar Kuzmanov (327), Carlos Boluda-Purkiss (481), Marvin Netuschil (533), Gijs Brouwer (466), Christian Samuelsson, Luca Gelhardt, Karlo Cubelic, Laurentiu Erlic, Jan Stoppe. Auftakt: 17. Juli gegen den Bremer TC.

Frauen/Regionalliga

Tennispark Versmold ist kein normaler Aufsteiger, der eine Spielklasse höher erst einmal kleine Brötchen backt. Schon im Vorjahr hatte der souveräne Westfalenliga-Meister Regionalliga-Format. Auch in der kommenden Saison stehen alle Leistungsträgerinnen wie die gestandenen Profispielerinnen Katharina Gerlach, Julyette Steur oder Julia Wacha­czyk zur Verfügung. Und Joelle Steur (15/Mitglied im Porsche Talent Team) zählt zu den größten deutschen Nachwuchshoffnungen. Dass Versmold mit seiner „kleinen Westfalenauswahl“ (so Teamchef Karsten Wolf) auch in der Breite hervorragend besetzt sein wird und Ausfälle kompensieren kann, liegt nicht zuletzt an den Neuzugängen. Die Zwillinge Tayisiya und Yana Morderger haben zwar den zu Jugendzeiten erhofften ganz großen Durchbruch auf der Profi-Tour nicht geschafft, stehen aber in der Weltrangliste immerhin um Position 500 und sind wertvolle Verstärkungen. „Sie waren die vergangenen Jahre für Kamen-Methler gemeldet, haben aber kaum Mannschaft gespielt.“ Karsten Wolf betont, dass die Mordergers, die auch im Doppel eine Bank sind, trotz ihrer Turnierpläne in drei bis vier wichtigen Partien für Versmold aufschlagen sollen. Neu im Team ist auch Charlotte Römer (WTA 674), die auch einen ecuadorianischen Pass besitzt und für dieses Land im Fed-Cup antritt. Als „Neuzugang“ bezeichnet der Teamchef auch die Holländerin Merel Hoedt, die in der vergangenen Saison nach einem Ellenbogen-Bruch komplett ausfiel, nun aber wieder angreifen möchte.

„Unser Ziel ist es, oben mitzuspielen“, sagt Karsten Wolf, der aus den Tennispark-Ambitionen kein Geheimnis macht: „Wir wollen nicht mit Gewalt aufsteigen und wissen noch nicht, wie andere Teams aufgestellt sind. Doch wenn es keine Übermannschaft gibt, dann sind wir bereit.“

Das Aufgebot: Katharina Gerlach (WTA 233), Julyette Steur (376), Yana Morderger (555), Tayisiya Morderger (537), Charlotte Römer (674), Julia Wachaczyk (868), Franziska Kommer, Merel Hodt (784), Justine Pysson, Ana Rosnowska, Joelle Steur, Jana Hecking.

Auftakt: 3. Mai gegen Bonn.

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