Tennis: Zwei-Satz-Erfolg im Endspiel der DTB-Finalrunde im Tennispark Versmold
Korpatsch gelingt Revanche gegen Zaja

Versmold (WB). Tamara Korpatsch (Der Club an der Alster Hamburg, WTA 111, DTB 8) hat die DTB-Serie der Frauen gewonnen. Im Endspiel der Finalrunde bezwang die Hamburgerin Anna Zaja (TEC Waldau Stuttgart, WTA 386, DTB 15) nach mehr als drei Stunden mit 7:5, 7:6(2) im Tennispark Versmold vor knapp 50 Zuschauern und revanchierte sich für die Niederlage in der Gruppenphase.

Sonntag, 26.07.2020, 21:00 Uhr
Freut sich über viel Spielpraxis und 8.000 Euro Preisgeld für den Sieg bei der DTB-Turnierserie: Tamara Korpatsch aus Hamburg. Foto: Klaus Münstermann
Freut sich über viel Spielpraxis und 8.000 Euro Preisgeld für den Sieg bei der DTB-Turnierserie: Tamara Korpatsch aus Hamburg. Foto: Klaus Münstermann

„Ich freue mich riesig. Die Serie war sehr anstrengend, aber sie hat uns Spielerinnen auch sehr geholfen. Wir konnten viele Matches bestreiten. Das hat uns sehr gefehlt“, bedankte sich Korpatsch für das Engagement des DTB, der die Turnierserie ins Leben rief, und bei den Veranstaltern, die die einzelnen Runden durchgeführt haben.

Anna Zaja hat den besseren Start

Den besseren Start in das Endspiel erwischte Anna Zaja. 4:2 führte die 29-Jährige, doch dann kam Tamara Korpatsch auf, glich zum 4:4 aus. Das neunte Spiel des ersten Satzes hatte es in sich. Beide Spielerinnen kämpften um jeden Ball, über 20 Minuten dauerte das Aufschlagspiel der Hamburgerin. Anna Zaja schaffte das Break. Doch der Satz ging dennoch an Tamara Korpatsch, die ihren zweiten Satzball zum 7:5 verwandelte.

Analog zum ersten Durchgang verlief zunächst auch der zweite. Wieder war es Anna Zaja, die in der Gruppenphase noch in drei Sätzen gegen Korpatsch gewonnen hatte, die in Führung ging. Über 4:2 zum 5:3. Doch wieder schaffte sie es nicht, die Führung zum Satzgewinn zu retten. Wieder kämpfte sich Korpatsch heran und glich zum 6:6 aus. Diesmal musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Während die Hamburgerin ihr Niveau hielt, unterliefen Zaja nun leichte Fehler. Nach mehr als drei drei Stunden verwandelte Korpatsch ihren ersten Matchball zum 7:5, 7:6(2)-Endspielerfolg.

Lisa Ponomar besiegt Nastasja Schunk in drei Sätzen

Lisa Ponomar (TC 1899 Blau-Weiss Berlin, WTA 673, DTB 31) sicherte sich zuvor den dritten Platz der Turnierserie. Im sogenannten kleinen Finale behielt die Berlinerin gegen die 16-Jährige Nastasja Schunk (BASF TC Ludwigshafen, WTA 1154, DTB 45) mit 6:4, 3:6, 6:2 die Oberhand. Lisa Ponomar, die für Laura Siegemund ab dem dritten Gruppenspieltag einsprang, spielte unbekümmert auf und wirkte deutlich frischer als die Ludwigshafenerin.

Bei Nastasja Schunk, Mitglied des Porsche Talent Teams des DTB, fehlte nach den sechs Turnierwochen offensichtlich die Kraft. Und so konnte sie sich nicht für ihre sehr guten Leistungen in den Runden zuvor belohnen.

Die Finalrundenteilnahme und der vierte Platz zum Abschluss sind für sie dennoch ein toller Erfolg. „Nastasja Schunk ist aus Nachwuchssicht das absolute Highlight der Serie gewesen und hat uns alle positiv überrascht. Als 16-Jährige hat sie schon eine gute Konstanz gezeigt, aber auch gesehen, was ihr noch fehlt“, sagte Barbara Rittner, Head of Women’s Tennis beim DTB.

Reinert hofft, dass sich das Nachwuchstalent weiter entwickelt

„Bei den Reinert Open haben deutsche Nachwuchstalente die Möglichkeit, sich mit internationalen Spielerinnen zu messen und Weltranglistenpunkte zu gewinnen. Ich hoffe, dass Nastasja Schunk im nächsten Jahr dabei ist und sich weiter nach vorne spielt“, zeigte sich auch Hans-Ewald Reinert, Vorsitzender des Tennisparks Versmold und mit The Family Butchers auch Sponsor der Veranstaltungen vor Ort, von dem Nachwuchstalent begeistert.

Mina Hodzic gewinnt Nachwuchsrunde

Im parallel zur Finalrunde stattfindenden Nachwuchsturnier hat sich Mina Hodzic (TC Bredeney Essen, WTA 869, DTB 48) durchgesetzt. Im Duell der beiden bis dahin ungeschlagenen Spielerinnen gewann die Essenerin mit 6:4, 6:3 gegen Eva Lys (Der Club an der Alster Hamburg, WTA 589, DTB 22). Den dritten Platz sicherte sich Alexandra Vecic (TC Tübingen, WTA 1268, DTB 36). Mit 6:4, 6:3 behielt die Tübingerin gegen Angelina Wirges (DTV Hannover, WTA -, DTB 35) die Oberhand.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7509627?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352973%2F4029443%2F
Corona-Tests vor dem Trainingsstart
Mannschaftsarzt Dr. Tim Niedergassel nimmt einen Rachen- und Nasenabstrich bei DSC-Profi Reinhold Yabo. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker