Fußball-Westfalenliga: SC Peckeloh gegen TuS Tengern trotz Überzahl nur 1:1
„1:1 verloren”

Versmold-Peckeloh (WB). SC Peckelohs mangelhafte Chancenverwertung zieht sich weiter wie ein roter Faden durch die Fußball-Saison. Auch gegen den mit der schlechtesten Abwehr der Westfalenliga angereisten TuS Tengern nutzt der SCP nur eine seiner Möglichkeiten und bettelt damit um das 1:1 (0:0), das die Gäste dann auch tatsächlich mit einem späten Hand Elfmeter erzielen.

Montag, 26.10.2020, 03:00 Uhr
Präziser Vorbereiter: Daniel Schnadwinkel zeigt eine guten Leistung, legt zu Peckelohs 1:0 und Alban Shabanis Riesenchance auf. Foto: Sören Voss
Präziser Vorbereiter: Daniel Schnadwinkel zeigt eine guten Leistung, legt zu Peckelohs 1:0 und Alban Shabanis Riesenchance auf. Foto: Sören Voss

Dabei haben die Rot-Schwarzen eigentlich Spieler in ihren Reihen, die genau wissen, wo das Tor steht. Alban Shabani beispielsweise hat seine Farben mit 24 Treffern zum Aufstieg geführt und schon so manche spektakuläre Bude erzielt. An diesem regnerischen Oktobernachmittag gelingt dem Peckeloher Kapitän nach 19 Minuten aber ein ganz besonderes Kunststück, das er lieber schnell vergessen möchte: Nach Steilpass von Daniel Schnadwinkel ist Shabani eher als Gäste-Keeper Alexander Fischer am Ball, umkurvt diesen und läuft von halblinks aus leicht spitzem Winkel auf das leere Tor zu. Während Frank Mill bei seinem legendären Bundesliga-Pfostenschuss 1986 noch das Torgestänge traf, schiebt der Peckeloher den hoppelnden Ball aus sechs Metern sogar am kurzen Pfosten vorbei.

Es soll einfach nicht sein. Eine Minute später nimmt Shabani beim vermeintlichen 1:0 die Hand zur Hilfe (19.), beim Kopfball nach Musterflanke von Kevin Ikeakhe steht er abseits (76.) und die flache Hereingabe von Serkan Özdil verpasst er um Zentimeter (89.).

Immerhin macht es Tim Mannek in der 58. Minute besser. Eine von Bruder Erik eingeleitete und von Schnadwinkel veredelte Kombination schließt der ehemalige Paderborner Profi ab – mehr ist von ihm aber nicht zu sehen.

Während der SCP aus seiner spieltechnischen Überlegenheit zu wenig Kapital schlägt, gibt sich Tengern auch in Unterzahl (Budde sieht Rot nach Foulspiel/64.) nicht geschlagen und kommt per Elfmeter zum Ausgleich, weil Vincent Hall im eigenen Strafraum den Ball mit der Hand spielt. Danach haben die Gäste sogar den Siegtreffer vor Augen, doch Ikeakhe unterbindet Joel Waterbärs Konter im letzten Augenblick.

„Das war kein Leckerbissen, aber für beide verdient“, bilanziert Tengerns Trainer Stefan Studtrucker nicht unzufrieden. Peckelohs Markus Kleine-Tebbe ist hingegen angesäuert: „Wir haben 1:1 verloren. Tengern ist eine Mannschaft, die man zuhause schlagen muss, wenn man in der Klasse bleiben will.“

SC Peckeloh: Pohlmann - Weinreich, Hall, Bulanov, Haßheider (86. Bancroft) – E. Mannek (80. Mehmeti), Weißen, Schnadwinkel – T. Mannek (72. Özdil), Shabani, Lobitz (60. Ikeakhe).

Tore: 1:0 (58.) Tim Mannek vollendet eine gute Vorarbeit von Daniel Schnadwinkel; 1:1 (86.) Pawel Zieba per Elfmeter nach Handspiel von Vincent Hall.

Rote Karte: Felix Budde (64./Tengern), grobes Foul an Weißen.

Zuschauer: 69 (100 erlaubt).

So geht es weiter: So., 8. 11., 14.30 Uhr Westf. Kinderhaus (A).

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