Mo., 30.03.2020

TV Werthers Coach Stefan Sahrhage bezeichnet die überraschende Auf- und Abstiegsregelung im Badminton als „fair – aber für uns maximal unglücklich“ „So würde Arminia klar vor Stuttgart und Hamburg Meister“

Verbandsliga-Aufsteiger SC Peckeloh – von links: Carl Goos, Karin Uhrich, Christoph Greßmeyer, André Kämpchen, Karin Schürmann und Kai Ruschhaupt.

Verbandsliga-Aufsteiger SC Peckeloh – von links: Carl Goos, Karin Uhrich, Christoph Greßmeyer, André Kämpchen, Karin Schürmann und Kai Ruschhaupt. Foto: Klaus Münstermann

Werther/Versmold (WB/star). Natürlich wäre es Carl Goos lieber gewesen, die Sektkorken nach dem Sieg gegen BC Herringen II knallen zu lassen. Doch die Corona-Krise hat den Badminton-Spielern des SC Peckeloh einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte ist nun aber mit einem Happyend zuende gegangen.

Die ausgefallenen Spiele am Saisonende sind mit dem Hinspielergebnis gewertet worden (das WB berichtete am 28. März). Der SCP, vor der besagten letzten Saisonpartie gegen den Rangfünften Tabellenführer, steigt in die Verbandsliga auf. So hoch hat noch nie eine Peckeloher Mannschaft um Meisterschaftspunkte gekämpft. „Eigentlich haben wir es ja auch sportlich geschafft“, freut sich Goos über die revolutionäre Lösung der Badminton-Funktionäre. Er hält diese Entscheidung nicht nur aus Eigeninteresse für eine gute Idee: „Ich denke, dass so die Abschlusstabelle zu einer hohen Prozentzahl das Ergebnis abbildet, das auch ohne den Abbruch herausgekommen wäre.“ In Peckeloh blickt man dem Abenteuer Verbandsliga nun mit einer Mischung aus Euphorie und Realität entgegen. „Für unseren Verein ist es schon speziell gewesen, zum ersten Mal Landesliga zu spielen. Die Verbandsliga nehmen wir nun gerne mit“, sagt Goos. Das Erfolgsteam bleibt zusammen. Und vielleicht lockt die höhere Spielklasse ja auch noch eine Verstärkung an. Das will Goos nicht ausschließen: „Wir warten mal das Zeitfenster für Neuverpflichtungen ab.“

Auch Stefan Sahrhage, Abteilungsleiter des TV Werther, kann sich mit der Auf- und Abstiegsregelung anfreunden: „Diese Lösung hat mich total überrascht, aber sie ist fair. Und als Arminia-Fan stelle ich fest. Wir würden so klar vor Stuttgart und Hamburg Meister.“ Mit etwas Glück hätte das Bezirksligateam des TVW noch von Platz zwei auf eins springen können. Doch der letzte Gegner hieß ausgerechnet TuS Volmerdingsen (nur Sechster beim Saisonabbruch), und Werther rutschte auf Rang drei ab. „Leider haben wir gegen die das Hinspiel verloren, weil wir damals große Personalprobleme hatten. Und jetzt wird das Rückspiel wieder mit 3:5 gegen uns gewertet, obwohl wir sicher gewonnen hätten“, so Sahrhage. Mit der Saison ist er aber auch so rundum zufrieden. So stellt der TVW mit Eric Berger den stärksten Spieler der Liga. Die Reserve wäre bei realistischen Spielausgängen wohl Dritter (jetzt Fünfter) geworden. Änne Latteck (3. Mannschaft/Platz vier in der Kreisliga) ist erfolgreichste Spielerin der Liga. Und erstmals seit zehn Jahren hat wieder eine U19-Mannschaft des TVW die Meisterschaft gefeiert.

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