Handball: Ein Testspiel hat für Verbandsligist Werther/Borgholzhausen Konsequenzen
Gegenspieler positiv getestet – HSG in Quarantäne

Werther (WB). Handball-Verbandsligist HSG Werther/Borgholzhausen hat am Wochenende ein Testspiel bei TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II 18:24 verloren. Doch das Ergebnis ist ebenso wie die sportliche Leistung völlig bedeutungslos. Da ein Spieler der Gastgeber positiv auf Corona getestet worden ist, befinden sich nun beide Mannschaften in einer 14-tägigen Quarantäne.

Donnerstag, 03.09.2020, 16:36 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 17:14 Uhr
Coach Carsten Gahlmann und fast die komplette Mannschaft der HSG Werther/Borgholzhausen sind in Quarantäne. Foto: Gunnar Feicht
Coach Carsten Gahlmann und fast die komplette Mannschaft der HSG Werther/Borgholzhausen sind in Quarantäne. Foto: Gunnar Feicht

Der Jöllenbecker Landesliga-Spieler hatte sich bei einem Freund angesteckt. HSG-Coach Carsten Gahlmann ist am Mittwoch um 10 Uhr vom Gesundheitsamt Bielefeld aufgefordert worden, die Liste mit den beteiligten Spielern seiner Mannschaft einzureichen. Glück hatten Fynn Huxohl, Silas Bartling und Hannes Köhne, die nicht mitspielten. „Insgesamt sind bei uns 15 Leute betroffen, die nach dieser Nachricht sofort nach Hause gefahren sind. Ich auch, weil ich am Dienstag beim Training mitgemacht habe und direkten Kontakt zu meinen Spielern hatte“, erklärt Gahlmann. Der Trainer wohnt in Melle (Niedersachsen) und hat in Osnabrück bereits einen Drive-in-Test machen lassen. Ein weiterer soll in sieben Tagen folgen. Ansonsten darf auch Gahlmann das Haus nicht verlassen. „Bisher weist bei uns zum Glück niemand Symptome auf. Am wichtigsten ist, dass auch der betroffene Jöllenbecker Spieler alles gut übersteht.“ Für Gahlmann ist dieser Fall ein Vorgeschmack auf die Zukunft: „So etwas wird immer mal passieren. Nur hat es mitten in der Saison andere sportliche Folgen als jetzt.“

Gleichwohl wird die Saison-Vorbereitung des Neulings durch den Corona-Fall beeinträchtigt. Nachdem in den Wochen zuvor viel getestet wurde, fällt die zweiwöchige Trainingspause genau in die heiße Phase. „Natürlich wirft uns das in der Vorbereitung zurück. Aber diese sportlichen Aspekte sind nur Nebensache“, sagt Gahlmann.

Genauso wie Gahlmann haben sich bereits auch einige Spieler der beiden Mannschaften testen lassen. Doch Entwarnung wird es vorerst auf keinen Fall geben. „Kurios finde ich, dass das Bielefelder Gesundheitsamt uns mitgeteilt hat, dass wir selbst bei zwei negativen Tests nicht vorzeitig aus der Quarantäne dürften“, merkt Jöllenbecks Trainer Stephan Neitzel kritisch an.

 

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