Aus Frust wird Vorfreude: Das 162. Derby zwischen Fichte und Arminia kann steigen 
»Eine total reizvolle Aufgabe« 

Bielefeld (WB). Vorhang auf zum Bielefelder Stadtderby zwischen dem VfB Fichte und dem DSC Arminia: An diesem Sonntag (18 Uhr) steigt an der Bielefelder Rußheide bereits zum 162. Mal das traditionsreiche Duell dieser beiden Teams.

Samstag, 05.07.2014, 04:01 Uhr aktualisiert: 05.07.2014, 15:04 Uhr
Aus Frust wird Vorfreude: Das 162. Derby zwischen Fichte und Arminia kann steigen  : »Eine total reizvolle Aufgabe« 
Im Vorjahr besiegten die Profis des DSC Arminia (hier Fabian Klos im Duell mit Jens Hirsig) den VfB Fichte mit 6:0. Am Sonntag kommt es zur 162. Auflage des traditionsreichen Derbys. Der Westfalenligist von der Rußheide will sich dabei ordentlich präsentieren. Foto: Thomas F. Starke

 Während die DSC-Profis direkt aus dem Trainingslager in Teistungen anreisen, legen die Westfalenliga-Kicker des VfB wie schon in den Vorjahren einen Kaltstart hin. Am Freitag trommelte Trainer Yorck Bergenthal seine Mannen zu einer kleinen Einheit zusammen, am Sonntag geht's dann auf den Platz. »Dieses Derby ist eine ganz tolle Geschichte und gehört mittlerweile zum festen Bestandteil des Sommer-Fahrplans. Wir freuen uns auf den Vergleich mit Arminia und wollen uns ordentlich präsentieren«, gibt Bergenthal als Marschroute vor. Der VfB-Coach weiß, wovon er spricht, denn er selbst erlebte als aktiver Torwart einige Derbys hautnah mit. Unvergessen bleibt das 3:3 aus dem Jahr 2001. »Das war ein herausragendes Erlebnis«, schmunzelt der ehemalige Fichte-Keeper.

 Die Vorfreude auf das Derby wird Yorck Bergenthal seinen Spielern am Sonntag mit auf den Weg geben: »Es ist doch eine total reizvolle Aufgabe, sich von ein paar tausend Zuschauern auf die Füße gucken zu lassen. Zumal es keinen Ergebnis-Druck gibt. Die Jungs sollen diszipliniert und mutig auftreten und Spaß am Fußballspielen haben.« Da der VfB erst eine Woche später, 13. Juli, seinen offiziellen Trainingsauftakt hat, befinden sich einige Spieler wie Soner Dayangan oder Ivica Ivicevic derzeit noch im Urlaub.

 Fichtes Fußballchef Jobst Hölzenbein wünscht sich genauso wie Arminias Geschäftsführer Marcus Uhlig eine Zuschauerzahl jenseits der 2000er-Marke, nachdem im Vorjahr 2614 Besucher an die Rußheide gepilgert waren. Vor zwölf Monaten siegte Arminia mit 6:0. Damals war es ein Derby zweier Aufsteiger, diesmal sind die sportlichen Vorzeichen andere: Der VfB schaffte dank eines Kraftaktes im Saisonendspurt den Klassenerhalt in der Westfalenliga. Das hätte auch Arminia gerne von sich behauptet. Doch es kam bekanntlich anders: Nach dem dramatischen 2:4 im Relegationsrückspiel gegen Darmstadt 98 musste der DSC zurück in die 3. Liga. »An diesem Abend habe ich gedacht, wir sagen das Derby am besten ab, weil sowieso keiner kommen wird«, gibt Hölzenbein Einblicke in sein Gefühlsleben an jenem 19. Mai. Mittlerweile ist eine Kehrtwende eingetreten. »Es ist so etwas wie eine erneute Auferstehung von Arminia zu spüren. Das finde ist klasse«, sagt Hölzenbein, der am Sonntag mit dem VfB-Team ein »angemessener Sparringspartner« für den Drittligisten sein möchte. Außerdem hat der VfB-Chef einen weiteren Wunsch: »Ein Tor von unseren Jungs wäre mal wieder schön.« 0:5, 0:10 und 0:6 lauten die Ergebnisse der vergangenen drei Jahre.

 Für Trainer Yorck Bergenthal bekommt das Derby eine ganz besondere Note, da er in der Vorsaison noch als Co-Trainer bei Arminias U19 beschäftigt war, ehe er im April dieses Jahres an die Rußheide wechselte. »Natürlich besteht noch eine enge Verbindung zum Verein. Nach dem bitteren Abstieg der Profis nehme ich erfreut zur Kenntnis, dass rund um Arminia wieder eine Aufbruchstimmung herrscht.«

 Einer von Bergenthals Vorgängern wird am Sonntag übrigens erstmals in neuer Funktion antreten: Christopher »Crispi« Gliniars gibt seinen Einstand als offizieller Teammanager des VfB Fichte.

 Rund um das Derby gibt es erneut eine Tombola der »Reise-Ecke Bielefeld« mit attraktiven Preisen. Die Tombola ist zugunsten des Fichter Kunstrasenprojektes, bei dem im August der Baubeginn erfolgen soll.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2583257?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2350436%2F2514639%2F
Gerhard Weber ist tot
Moderunternehmer Gerhard „Gerry“ Weber ist in der Nacht vom 23. auf den 24. September verstorben. Foto: Hans-Werner Buescher
Nachrichten-Ticker