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Di., 04.11.2014

3. Tischtennis-Liga: Ungeschlagene SV Brackwede fährt jetzt zuversichtlich nach Berlin  Applaus für die Fantastischen Vier 

Die Fantastischen Vier der SV Brackwede, von links: Frantisek Placek, Lei Yang, Christian Reichelt und Stefan Höppner.

Die Fantastischen Vier der SV Brackwede, von links: Frantisek Placek, Lei Yang, Christian Reichelt und Stefan Höppner.

Bielefeld (WB/jm). »Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir oben mitspielen wollen. Da musst du den Worten auch mal Taten folgen lassen«, grinste Stefan Höppner nach dem begeisternden 6:4-Streich (22:21 Sätze, 391:388 Bälle) über den TTC Ober-Erlenbach.

 Sportwart Philip Kortekamp lobte das Team über den grünen Klee und verneigte sich vor allem vor Stefan Höppners Courage: »Überragend. Unglaublich. Damit hat Stefan mich überrascht.«

 Nach zwei Unentschieden hat die SV Brackwede mit ihrem geschmeidigen Sieg gegen die namhaft besetzte hessische Boygrup gezeigt, dass sie gewillt ist, ernsthaft ins Aufstiegsrennen der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord einzugreifen. Der Primus – gekommen, um eine Rechnung zu begleichen – hielt dem großen Druck erstmalig nicht stand. Stattdessen steht eine neue auf dem Deckel. So trösten sie sich in Ober-Erlenbach mit dem Gedanken, dass es am 10. Januar 2015 ein Rückspiel in der Wingert-Sporthalle gibt.

»Das ist schon bärenstark«

 »Drei Punkte oben, drei Punkte unten; das ist schon bärenstark«, freute sich SVB-Abteilungsleiter Thorsten List über die gleichmäßige Verteilung der Ausbeute. List ließ durchblicken, dass über die Aufstellung der Doppel nochmal gesprochen werden müsse. »Ich kann das noch nicht so recht einordnen.« Fakt ist, dass die SVB hier mit 2:4 Punkten eine negative Bilanz aufweist. Die Paarung Placek/Yang harmonierte am Samstag jedenfalls nicht. Das war ein recht emotionsloses Nebeneinander, kein Miteinander. Dafür lief es im folgenden Einzelblock mit vier Siegen in Folge umso besser; die Gesichter der 20 mitgereisten TTCOE-Fans wurden lang und länger. Und mit jedem SVB-Streich hellte sich auch Frantiseks Placeks finstere Miene auf.

 Jens Schabacker, Student »International Sports Management« an der accadis-Hochschule Bad Homburg, verlor gegen Christian Reichelt und Stefan Höppner und merkte selbstkritisch an: »Beim Stand von 4:5 konnte ich eine 2:1-Satzführung und 3:0-Punktführung nicht nutzen, um noch wenigstens ein Remis zu erzielen. Insgesamt war das, was ich heute spielerisch an den Tag gelegt habe, ganz dünn.« Neben Schabackers wurde auch die bis dahin weiße Weste von Thomas Keinath und Julian Mohr erstmals bekleckert.

 Die dreieinhalb Stunden waren beste Werbung in eigener Sache und für den Tischtennissport. Trotzdem wird die Berliner Luft am Samstag rau für die Brackweder, die schon tags zuvor anreisen werden. Die »alte Dame« Hertha, bis zur Saison 2012/13 eine feste Größe in der 2. Bundesliga, will wieder nach oben und betrachtet diese Liga eher als eine Durchgangsstation. Abteilungsleiter Gerd Welker: »Wir haben ein Ziel. Meister werden!«

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