Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften beginnen: Der VfL Theesen ist der Gejagte 
Das Ziel ist die Seidensticker-Halle 

Bielefeld (WB). Mit einigen Neuerungen starten an diesem Samstag, 27. Dezember, die 18. Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften. 40 Mannschaften kämpfen an vier Turniertagen erneut um die begehrte Siegertrophäe. Titelverteidiger ist Westfalenligist VfL Theesen.

Samstag, 27.12.2014, 04:01 Uhr aktualisiert: 28.12.2014, 19:00 Uhr
Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften beginnen: Der VfL Theesen ist der Gejagte  : Das Ziel ist die Seidensticker-Halle 
Theesen außer Rand und Band: Durch einen klaren 4:0-Endspielsieg gegen den VfL Ummeln kürte sich der Westfalenligist im Vorjahr zum Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeister. Theesen ist also von heute an der Gejagte. Foto: Thomas F. Starke

 »Wir konzentrieren uns in diesem Jahr ganz auf die Stadtmeisterschaften und wollen natürlich erneut eine gute Rolle spielen«, sagt Theesens Trainer Andreas Brandwein, der mit seinem Westfalenligakader keine weiteren Hallenturniere bestreiten wird.

Einer der Hauptkonkurrenten dürfte Arminias U23 sein. Der Oberligist geht als ranghöchstes Team an den Start und will sich nach dem Halbfinal-Aus im Vorjahr gegen den Überraschungsfinalisten VfL Ummeln diesmal keinen Ausrutscher erlauben. »Wir bringen eine schlagkräftige Mannschaft an den Start und wollen endlich mal wieder ins Finale«, betont DSC-Trainer Daniel Scherning. Zuletzt standen Arminias Amateure im Jahr 2008 im Endspiel, das sie vor sechs Jahren mit 5:3 gegen den TuS Dornberg gewinnen konnten.

Dornberg schwang sich in den Jahren 2010 bis 2012 zu Bielefelds Hallenkönig empor, als die »Besten im Westen« bei den Hallenmeisterschaften den Titel-Hattrick feierten. Im Vorjahr wurde dieser Triumphzug im Viertelfinale gestoppt – 1:4 gegen Theesen. Mit Ersin Gül stellte der Oberliga-Absteiger 2013 immerhin den erfolgreichsten Torschützen des Turniers. 21 Treffer gelangen dem kleinen Wirbelwind, der natürlich auch in diesem Jahr wieder Tore am Fließband produzieren will.

Gute Chancen im Kampf um den Turniersieg rechnen sich zudem Westfalenligist VfB Fichte, Landesligist VfR Wellensiek oder die Bezirksligisten TuS Jöllenbeck, SC Bielefeld 04/26 und FC Türk Sport aus. Vorjahres-Halbfinalist Türk Sport ist in erster Linie froh, überhaupt dabei zu sein. Der Verein, der in der Halle traditionell lautstark von seinen Anhängern unterstützt wird, ließ die Meldefrist unverrichteter Dinge verstreichen und rückte erst dadurch ins Teilnehmerfeld, weil der VfL Oldentrup und der SV Yek-Spor ihre Meldungen kurzfristig zurückzogen. Zweites Nachrücker-Team ist der FC Hilal Spor.

 »Wir haben wieder alles am Start, was im Bielefelder Amateurfußball Rang und Namen hat«, freut sich der Kreisvorsitzende Markus Baumann, der auch erneut die eine oder andere Überraschung prophezeit: »Vielleicht schafft es ja sogar wie im Vorjahr der VfL Ummeln wieder ein Kreisligist ins Endspiel.« Besonders gespannt ist Baumann, wie der Umzug am Finaltag in die Bielefelder Seidensticker-Halle angenommen wird. »Das ist mit viel Aufwand und Kosten verbunden. Aber wir waren davon überzeugt, dass wir mit dem Umzug in die wesentlich größere Seidensticker-Halle den richtigen Schritt machen und darum probieren wir das jetzt einfach aus«, erklärt Baumann. Im Gegensatz zu der Sporthalle in Jöllenbeck (1200 Plätze) bietet Bielefelds größte Sporthalle am Endrundentag (30. Dezember) mehr als 3000 Zuschauern die Möglichkeit, live dabei zu sein. Das nervige Prozedere mit den Einlassbändchen entfällt, die Tickets für die Endrunde (5 Euro ab 12 Jahren) können an den Vor- und Zwischenrundentagen in den jeweiligen Sporthallen erworben werden.

Die Gruppenspiele finden wie in den Vorjahren in den Sporthallen Rosenhöhe, Gadderbaum, Kuhlo-Realschule und Realschule Jöllenbeck statt. Ausrichter sind der VfL Ummeln (Rosenhöhe, erstmals seit 2006), VfR Wellensiek (Gadderbaum), TuS Eintracht (Kuhlo) und VfL Theesen (Jöllenbeck).

Neue Regeln

Gespielt wird erstmals nach den neuen DFB-Hallenregeln, die sich am Futsal orientieren. »Der sprungreduzierte Ball ist hier sicherlich die größte Änderung. Ich glaube, die Spiele werden dadurch attraktiver, da mehr gespielt werden muss, um zum Torerfolg zu kommen«, meint Baumann. Grätschen ist nun außerdem verboten, das Spiel muss nach vier Sekunden fortgesetzt werden, der Ball wird eingekickt statt eingeworfen, in der letzten Minute einer jeden Halbzeit gibt es eine »effektive Spielzeit«. Neue Bälle, neue Regeln, neue Halle: Man darf gespannt sein, welche Mannschaft damit am besten zurechtkommt.

Die Siegerliste

  • 2013: VfL Theesen
  • 2012: TuS Dornberg
  • 2011: TuS Dornberg
  • 2010: TuS Dornberg
  • 2009: TuS Jöllenbeck
  • 2008: DSC Arminia II
  • 2007: VfL Theesen
  • 2006: TuS Jöllenbeck
  • 2005: SV Canlar
  • 2004: DSC Arminia II
  • 2003: TuS Dornberg
  • 2002: DSC Arminia II
  • 2001: Teutonia Altstadt
  • 2000: VfB Fichte
  • 1999: VfB Fichte
  • 1998: SV Fichte 06/07
  • 1997: VfB 03

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