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Di., 27.01.2015

16. Badminton-DM in Bielefeld: 199 Spieler in fünf Konkurrenzen – Heimische Starter geben sich zuversichtlich  »An einem guten Tag geht was« 

Freuen sich auf die Badminton-DM, vorne von links: Larissa Merkel (TuS Friedrichsdorf), Janine Büteröwe (TV Verl), Nadine Ehlenbröker (TuS Eintracht) und Cheforganisator Axel Seemann (Play Sportmarketing). Hinten von links: DBV-Spielleiter Bernd Mohaupt, Jenny Hillgruber (TuS Friedrichsdorf), Simon Böer (TuS Eintracht), Mirko Brüning (Hövelhof), Marcus Decher (TuS Eintracht) und Stadtsportbund-Chef Klaus Weber.

Freuen sich auf die Badminton-DM, vorne von links: Larissa Merkel (TuS Friedrichsdorf), Janine Büteröwe (TV Verl), Nadine Ehlenbröker (TuS Eintracht) und Cheforganisator Axel Seemann (Play Sportmarketing). Hinten von links: DBV-Spielleiter Bernd Mohaupt, Jenny Hillgruber (TuS Friedrichsdorf), Simon Böer (TuS Eintracht), Mirko Brüning (Hövelhof), Marcus Decher (TuS Eintracht) und Stadtsportbund-Chef Klaus Weber.

Von Jörg Manthey

Bielefeld (WB). Für die Spieler des Badminton-Oberligisten TuS Eintracht, die nach drei 3:5-Niederlagen hinterein-ander den Abstieg wohl nicht mehr abwenden können, ist's eine willkommene Abwechslung zum tristen Liga-Alltag: Simon Böer, Marcus Decher, Maik Schwarzer, Nadine Ehlenbröker und Sabrina Sobek stehen als Außenseiter im elitären Feld der 63. Deutschen Badminton-Meisterschaften.

Von Donnerstag an ermitteln insgesamt 199 Spieler in fünf Konkurrenzen ihre Meister. Nadine Ehlenbröker benötigte keine Wildcard des Ausrichters. Mit ihrem Viertelfinaleinzug bei den Westdeutschen Meisterschaften schaffte die routinierte Spielerin im Mixed zusammen mit Partner David Stremlau (Spvgg. Sterkrade-N.), mit dem sie seit eineinhalb Jahren regelmäßig Ranglistenturniere bestreitet, direkt die Qualifikation fürs Hauptfeld. Sie bekommen es am Donnerstag (10 Uhr) in der ersten Runde mit Fabian Fritz/Mona Reich (Maintal/Anspach) zu tun und würden im Falle eines Weiterkommens auf die Gesetzten Johannes Pistorius/Ramona Hacks (Freystadt/Wipperfeld) treffen. Nadine Ehlenbröker schnuppert zum sechsten Mal DM-Luft. Ihr Kenner-Urteil: »Schwer, aber eventuell machbar.«

Als »nachgerückter Nachrücker« tritt Simon Böer mit Sabrina Sobek im ungewohnten Mixed an. Er vertritt Alexander Buchwald. »Ich habe ein paar Jahre schon kein Mixed mehr gespielt und muss mein Spiel umstellen. Die Dame weit nach außen und der Herr macht das Spiel – diese alte Weisheit ist lange nicht mehr gültig. Wir werden unser Bestes geben und versuchen, was vom Vertrauen zurückzugeben.«

Maik Schwarzer/Marcus Decher vom TuS Eintracht wollen ihre Wildcard für Werbung in eigener Sache nutzen. In der Oberliga konnten die Eintrachtler die zurückliegenden fünf Partien gewinnen. Decher, zum zweiten Mal dabei: »Es passt bei uns zurzeit sehr gut. Unsere Gegner sind Spitzenreiter in der Regionalliga Nord. Aber an einem guten Tag geht was. Wir werden voll auf Angriff spielen.« Der Fokus werde dabei auf die ersten drei Bälle gelegt. Die Strategie: »Aggressiv spielen und versuchen, im Angriff zu bleiben. Mal sehen, was die Gegner zurückbringen können.«

Badminton-Diaspora

Da die Entwicklung in der Badminton-Diaspora Bielefeld stagniert, hat Axel Seemann vom Ausrichter Play Sportmarketing die Wildcards ins Umland vergeben. Mirko Brüning vom BC Phönix Hövelhof, der am Wochende Simon Böer geschlagen hat, darf im Herren-Einzel ran und ist durchaus zuversichtlich, am Donnerstag (11.45 Uhr) gegen Zweitligaspieler David Kramer nicht chancenlos zu sein. »Die kochen auch nur mit Wasser.« Janine Büteröwe (TV Verl) spielt Damen-Einzel, die junge Paarung Jenny Hillgruber/Larissa Merkel (TuS Friedrichsdorf) Damen-Doppel.

Axel Seemann ist guten Mutes, dass die 5000-Zuschauer-Marke diesmal geknackt werden kann. »In den Vorjahren ist die Entwicklung stetig nach oben gegangen.« Um die knapp 4500 Besucher von 2014 toppen zu können, sind bundesweit 10000 Flyer verteilt worden. Firmen haben 5000 Sponsorenkarten erhalten. Der Vorverlauf laufe prima, heißt es. Dazu »trommelt« der Medienbeauftragte Christian Holzmacher (Berlin), zugleich Hallensprecher, in den sozialen Netzwerken.

Die Titelkämpfe werden bereits zum 16. Mal und ebenfalls 2016 in der Seidensticker Halle ausgetragen. Am Endspieltag kommt erstmals eine Ballwurfmaschine zum Einsatz. Axel Seemann verriet gestern bei der Pressekonferenz im Stadtpalais, wo am Freitag die Players Party steigt: »Wir haben ein eingespieltes Team mit 60 freiwilligen Helfern und großen Spaß an der Durchführung dieses Wettbewerbs. Seit vielen Wochen freuen wir uns auf diese vier ereignisreichen Tage. Und ich habe das Gefühl, dass die meisten Spieler gerne nach Bielefeld kommen. Deshalb haben wir uns erneut für die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften der Jahre 2017 bis 2020 beworben.« Im April, Mai hofft Seemann auf eine Entscheidung des Verbandes.

www.dm-badminton.de

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