Tischtennis-DM vom 18. bis 20. März: Ausrichter SV Brackwede hat 134 Helfer – List hofft auf 6000 Zuschauer
SVB-Lokalmatador Lei Yang ist gesetzt

Bielefeld (WB/jm). Mit der Ausrichtung der 84. Deutschen Tischtennis-Meisterschaften bereitet sich die SV Brackwede selbst ein verspätetes Geburtstagsgeschenk zum 125. Vereinsjubiläum.

Freitag, 11.03.2016, 06:15 Uhr aktualisiert: 11.03.2016, 12:54 Uhr
Vorfreude auf die 84. Deutschen Tischtennis-Meisterschaften in der Seidensticker Halle, von links: Ralf Bonen (WTTV-Vizepräsident), Klaus Strack (Geschäftsführer Itelligence), Richard Prause (DTTB-Sportdirektor), SVB-Abteilungsleiter Thorsten List und SVB-Lokalmatador Lei Yang. Foto: Hans-Werner Büscher
Vorfreude auf die 84. Deutschen Tischtennis-Meisterschaften in der Seidensticker Halle, von links: Ralf Bonen (WTTV-Vizepräsident), Klaus Strack (Geschäftsführer Itelligence), Richard Prause (DTTB-Sportdirektor), SVB-Abteilungsleiter Thorsten List und SVB-Lokalmatador Lei Yang. Foto: Hans-Werner Büscher

Nach 1996, 2003 und 2009 werden die Nationalen Titelkämpfe zum vierten Mal in Bielefeld durchgeführt. Doch zum ersten Mal stemmt ein Verein in Eigenregie die Organisation. TT-Abteilungsleiter Thorsten List verweist stolz auf 134 Helfer, die vom 18. bis 20. März im Einsatz sind. »Diese Meisterschaft ist etwas ganz Besonderes für uns. Eine sehr professionelle Veranstaltung, wie mir von Tag zu Tag mehr bewusst wird.« List wäre glücklich, wenn mehr als 2000 Besucher pro Tag kämen.

DTTB-Sportdirektor Richard Prause stellt die »verlässliche Partnerschaft« mit der SVB heraus. »Bielefeld ist ein richtig gutes Pflaster für die DM. Thorsten und sein Team haben einen sehr guten Job gemacht.« Prause prophezeit »hochumkämpfte Spiele. In Abwesenheit der Topstars werden viele begierig darauf sein, sich mit dem Titel zu schmücken.«

48 Herren und 48 Damen ermitteln die Nachfolger für Timo Boll (Düsseldorf) und Petrissa Solja (Berlin), die parallel bei den Kuwait Open um wichtige Weltranglistenpunkte spielen. Prause: »Wir müssen dem olympischen Turnier viel unterordnen und haben die kleinstmögliche Delegation nach Kuwait geschickt.«

Die erste Runde überstehen

Der Brackweder Lokalmatador Lei Yang ist froh, dass ihm die Mühle der Qualifikation – 32 Spieler in acht Vierergruppen ermitteln am ersten Turniertag 16 Teilnehmer für die Hauptrunde – erspart bleibt. Der Westdeutsche Meister gehört zu den 16 Gesetzten! »Ich bin 37 Jahre alt. Eigentlich wollte ich keine DM mehr spielen. Weil sie aber in Bielefeld stattfindet und es wichtig für meinen Verein ist, tue ich es. Das habe ich Thorsten versprochen.« Er trete nicht an, um Meister zu werden. »Ich hoffe, dass ich die erste Runde überstehe.« Prause grinsend: »Du stapelst ein bisschen tief.« Und auch der stellvertretende WTTV-Präsident Ralf Bonen hegt gewisse Hoffnungen. »Du bist doch der Beleg dafür, dass auch ein Ü30er gut unterwegs sein kann, und stehst mit auf meiner Favoritenliste. Vielleicht hast du ja wieder so einen Sahnetag wie 2008 in Hamburg.« Der Baden-Württembergische Meister in Diensten des ASV Grünwettersbach steigerte sich damals von Spiel zu Spiel, schaltete erst Jörg Roßkopf und später im Halbfinale auch Timo Boll aus. »Damit habe ich Deutschland geschockt. Chinese aus der Oberliga wirft Boll raus. Das stand sogar in der Bildzeitung«, grinst der Penholderspieler.

24 Doppel spielen ihre Titelträger aus. Lei Yang tritt hier gemeinsam mit Gerrit Engemann (TTC GW Bad Hamm) an.

Bis einschließlich Donnerstag sind noch Karten im Vorverkauf zu bekommen, unter anderem in den WESTFALEN-BLATT-Geschäftsstellen. Die DM startet am Freitag, 18. März, um 14 Uhr mit den Erstrundenspielen im Damen-Einzel. Am Samstag (10 Uhr) geht’s weiter. Die Halbfinals in den vier Konkurrenzen beginnen am Sonntag um 10 Uhr, die Finals gegen 14 Uhr. Das Internetportal Sportdeutschland.tv bietet an allen Turniertagen bewegte Livebilder an.

www.ndm2016.de

 

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