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Sa., 11.06.2016

Futsal: Black Panthers Bielefeld können starke Saison krönen – »Pionierarbeit geleistet« Panther wollen sich zum Titel beißen

Panthers-Angreifer Sven Tischbierek (Dritter von links, schwarz-weißes Trikot) versucht sich in einer Partie gegen Holzpfosten Schwerte am Torabschluss. Der Stürmer könnte genau wie Mitspieler Robin Bürmann (Zweiter von rechts) ein wichtiger Faktor im Finale sein.

Panthers-Angreifer Sven Tischbierek (Dritter von links, schwarz-weißes Trikot) versucht sich in einer Partie gegen Holzpfosten Schwerte am Torabschluss. Der Stürmer könnte genau wie Mitspieler Robin Bürmann (Zweiter von rechts) ein wichtiger Faktor im Finale sein.

Von Philipp Bülter

Bielefeld (WB). Feine Technik auf engem Feld, schnelle Spielkombinationen, ständige Führungswechsel: Futsal ist attraktiv. Der Sport wird immer beliebter. Auch dank der Erfolge der Black Panthers Bielefeld. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga will das Team von Goran Novakovic jetzt den Westdeutschen Pokal gewinnen.

Die Black Panthers haben ein großes Ziel: Sie kämpfen dafür, in dieser Saison ungeschlagen zu bleiben. Die Voraussetzung: Ein Sieg an diesem Samstag (18.30 Uhr) im Endspiel um den Westdeutschen Pokal. »Wir spielen zu Hause und hoffen auf zahlreiche Zuschauer. Schließlich spielt Deutschland bei der EM ja erst am Sonntag«, sagt Goran Novakovic.

»Wir sind zu einer Familie geworden«

Seine Panther bekommen es in der Sporthalle 1 am Carl-Severing-Berufskolleg im Duell der Raubtiere mit den Bonner SC Lions zu tun. Diese hatten sich im rheinländischen Pokalhalbfinale gegen Düsseldorf durchgesetzt. »Bonn ist eine echte Hausnummer, aber wir brennen total auf den Sieg. Für uns wäre es der Abschluss einer ganz starken Saison«, betont Goran Novakovic.

14 Ligaspiele und bislang fünf Pokalpartien haben die Panther bereits unbesiegt überstanden. Novakovic selbst sieht sich nicht als ihr Trainer im Wortsinn. »Schließlich trainieren wir leider noch nicht regelmäßig zu festen Zeiten. Ich würde mich eher als Teammanager bezeichnen«, sagt der 38-Jährige. Doch der Organisator schlüpft bisweilen noch selbst in seine Hallenschuhe und gönnt sich ein paar Spielminuten auf dem Parkett. »Ich bin dann der Stürmer, der vorne rumsteht«, sagt Novakovic schmunzelnd.

Er gehörte vor fünf Jahren zu den Gründungsmitgliedern des Futsal-Teams. Spieler wie Sven Tischbierek, der in der abgelaufenen Oberligasaison mit 38 Treffern Torschützenkönig wurde, Malte Siekmann oder Kapitän Yousef Hasan sind ebenso seit der ersten Stunde mit dabei. »Wir sind zu einer echten Familie geworden. Hier gibt es keinen Vorsitzenden. Wir entscheiden alles zusammen im Verbund«, betont Goran Novakovic. Kreativ wurden die Gründungsmitglieder damals beim Vereinsnamen. »Wir haben uns schnell auf ›Panthers‹ geeinigt. Dann wollten wir uns noch einen ›bösen‹, etwas dunklen Anstrich verleihen. Heraus kamen dann die ›Black Panthers‹«, erklärt Novakovic.

Futsalspieler und Vereinsakteur

Um sich stetig zu verbessern, haben sich die Panther zuletzt häufiger verstärkt. Insbesondere Torwart Kai Potthoff, der im Trainerteam des VfB Fichte arbeitet, hat der Mannschaft viel Halt gegeben. Er wechselt sich mit Maurice Schürmann ab. Neuzugang Hakim Aytan schlug bei den Panthern ebenfalls voll ein: 14 Treffer markierte der Offensivmann im Pokal.

Gründung vor fünf Jahren

Die Black Panthers Bielefeld haben sich vor fünf Jahren gegründet. Neben Trainer Goran Novakovic sind als Spieler Kai Potthoff, Maurice Schürmann, Sven Tischbierek, Kapitän Yousef Hasan, Malte Siekmann, Robin Bürmann, Barbaros Ulas, Nadir Serroukh, Nenad Jankovic, Hakim Aytan, Hamo Marhosevic, Ferit Koyun, Ernesto Ramirez, Adis Hasic und Nick Mdoreuli dabei. Künftig spielen die Panthers in der Regionalliga, der höchsten Spielklasse.

Dass die vielen Vereinsspieler der Panthers wie Malte Siekmann, Robin Bürmann (beide Spvg. Steinhagen) oder Nick Mdoreuli (VfB Fichte) bei ihnen Futsal spielen dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit. »Wir spielen den Vereinen gegenüber mit offenen Karten. Es ist alles abgesprochen. Schwere Verletzungen habe ich persönlich beim Futsal noch nicht erlebt«, sagt Goran Novakovic.

Ein freundschaftliches Verhältnis pflegen die Panther übrigens zum Stadtkonkurrenten MHC Sennestadt. Novakovic: »Wir kennen uns alle untereinander und gehen sehr respektvoll miteinander um.« Beide Vereine hätten »echte Pionierarbeit für unseren Sport geleistet«, betont er.

Der MHC wird den Panthers an diesem Samstag im Pokalfinale sicher die Daumen drücken. Sollte es nach 2 x 20 Minuten Spielzeit keinen Sieger geben, folgt eine Verlängerung und ein mögliches Sechsmeterschießen. Die Panther wollen sich indes schon vorher zum Pokaltitel beißen.

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