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Sa., 17.12.2016

2. Frauen-Bundesliga: Arminia will Herford die Grenzen aufzeigen – neue Spielerin »Wir werden brennen wie die Fackeln«

Sarah Grünheid (links) hat für den DSC bislang alle zehn Spiele in dieser Zweitligasaison absolviert. Gleichwohl wurde die Stürmerin im Spiel gegen Union erstmals in dieser Saison in der Liga nur eingewechselt. In Herford könnte sie in die Startelf rücken.

Sarah Grünheid (links) hat für den DSC bislang alle zehn Spiele in dieser Zweitligasaison absolviert. Gleichwohl wurde die Stürmerin im Spiel gegen Union erstmals in dieser Saison in der Liga nur eingewechselt. In Herford könnte sie in die Startelf rücken. Foto: Thomas F. Starke

Von Philipp Bülter

Bielefeld (WB). Als Aufsteiger an Rang vier in die Winterpause zu gehen – das ist das erklärte Ziel des DSC Arminia um Trainer Markus Wuckel in der 2. Frauen-Bundesliga. Das Team benötigt für dieses Vorhaben einen Sieg im OWL-Derby an diesem Sonntag (13 Uhr) beim Herforder SV.

Mit den beiden Erfolgen über Union Berlin (3:2) und beim SV Henstedt-Ulzburg (4:2) geht der DSC gestärkt in das Lokalduell an der Herforder Dennewitzstraße.

Gegner steckt in der Krise

Arminia hat als Fünfter zehn Punkte mehr auf dem Konto als die stark abstiegsgefährdeten Herforder – die Kräfteverhältnisse im OWL-Frauenfußball verschieben sich. »Wir können mit einem Sieg Herford und Gütersloh hinter uns lassen. Das wäre sensationell«, sagt Markus Wuckel.

Neben Lena Göllner (2012 bis 2016 beim HSV) treffen mit Lena Schulte, Kamila Kmiecik und Kapitänin Maxi Birker auch Arminia-Spielerinnen auf ihren Ex-Klub, die als Aktive in Herford schwere Zeiten durchlebten. Wuckel: »Wir werden brennen wie die Fackeln.«

Der DSC trifft auf einen angeschlagenen Gegner. Beim Herforder SV kriselt es gleich auf mehreren Ebenen. Sportlich zeigte sich das Team beim jüngsten Auswärtsspiel bei Union Berlin (1:3) zwar fußballerisch etwas erholt von der deftigen 1:9-Klatsche bei Werder Bremen, verlor aufgrund individueller Fehler aber zum siebten Mal in dieser Saison.

Neuzugang aus der Türkei

Nur sieben Zähler aus zehn Ligaspielen bedeuten aktuell Rang zehn – den Relegationsplatz. Trainer Daniel Hollensteiner ersetzte Torhüterin Kira Klemmer, die vor der Saison aufgrund der Verpflichtung von Vivien Brandt aus Bielefeld nach Herford gewechselt war, durch Josephine Plehn.

Darüber hinaus fordert Hollensteiner seit Wochen, dass sich der Verein professioneller aufstellen müsse, um dauerhaft in der 2. Bundesliga bestehen zu können. »Wir müssen bessere Strukturen im Umfeld schaffen.« Seit kurzem verfügt Hollensteiner über die A-Lizenz, muss beim HSV aber zusätzlich die Arbeit als Sportlicher Leiter leisten. In der Winterpause soll eine umfassende Analyse der Situation erfolgen.

Arminia muss auf Annabel Jäger verzichten, die nach ihrer umstrittenen Roten Karte gegen Union Berlin für zwei Pflichtspiele gesperrt ist. Ins Team rücken könnte Sarah Grünheid, die nach ihrer Einwechslung gegen Union ein belebender Faktor war. Der DSC hat zudem mit Aylin Yaren einen Neuzugang verpflichtet. Die 27-Jährige, die einst fünf Länderspiele für die türkische Nationalmannschaft absolvierte, unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. »Danach sehen beide Parteien weiter«, sagt Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer.

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