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Sa., 11.03.2017

2. Frauen-Bundesliga: DSC in Potsdam Arminia erstmals ohne Kmiecik

Nicht mehr dabei: Für Kamila Kmiecik (links) war das Spiel gegen Bremen der letzte Auftritt im DSC-Trikot.

Nicht mehr dabei: Für Kamila Kmiecik (links) war das Spiel gegen Bremen der letzte Auftritt im DSC-Trikot. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/hw). Wenn Arminia Bielefeld am Sonntag in der 2. Frauen-Bundesliga zum Nachholspiel bei Turbine Potsdam II antritt, dann sind Tore beinahe garantiert. Trainer Markus Wuckel, früher selbst als Stürmer auf dem Platz, legt den Fokus eindeutig auf die Offensive. »Wir treten die Flucht nach vorne an!«

Denn die Stärken seiner Mannschaft sieht Wuckel eindeutig im Spiel nach vorne. »Wir werden und müssen uns nicht hinten reinstellen. Das können wir auch gar nicht«, sagt Wuckel. Die gute Nachricht, zumindest für die Zuschauer, die es am Sonntagmorgen ins Sportforum Potsdam verschlagen wird: Turbines Reserve wird das Spiel wohl nicht weniger offensiv angehen. »Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch wie im Hinspiel«, sagt Wuckel. Anfang September trennte sich der DSC 4:4 von den Potsdamerinnen. Damals lag Arminia schon zur Pause 4:1 vorn, musste sich letztlich aber mit einem Punkt begnügen. Zuletzt zerlegte Turbine Bielefelds OWL-Rivalen Herforder SV auswärts mit 9:1.

So ganz sicher, ob am Sonntag auch tatsächlich gespielt wird, waren sich Arminias Verantwortlichen lange Zeit nicht. Das Spiel fiel vor zwei Wochen schon einmal den Platzverhältnissen in Potsdam zum Opfer. Eine Entscheidung für das Spiel fiel erst am Freitagnachmittag. Eine kurzfristige Absage wäre mit organisatorischem Aufwand verbunden gewesen, denn das Hotel und der Bus nach Brandenburg waren längst gebucht.

Mit einem Sieg könnten die Bielefelderinnen ihre Gastgeber in der Tabelle nicht nur distanzieren. Es winkt dem Team von Markus Wuckel sogar der Sprung auf Platz vier. »Das sollte Anreiz genug sein.« Unklar ist jedoch, mit welchen Gegnerinnen es die Arminia am Ende letztlich zu tun bekommt. Wuckel: »In Spielen gegen zweite Mannschaften weiß man das nie so genau...«

Die Spannung hoch halten

Allerdings rechnet der Bielefelder Trainer nicht unbedingt mit Verstärkungen aus der ersten Mannschaft. Denn auch das Potsdamer Bundesliga-Team ist am Sonntag im Nachholspiel gegen 1899 Hoffenheim zu Hause gefordert. Der Zeitplan für die Nationalspielerinnen ist dabei durchaus eng getaktet. Noch am Dienstag spielte die DFB-Auswahl beim »SheBelieves-Cup« in den USA.

Die Länderspielpause machte es aber auch den Bielefelderinnen nicht unbedingt leichter, sich auf das erst zweite Pflichtspiel des Jahres vorzubereiten. »Es ist nicht so einfach, über einen so langen Zeitraum die Spannung aufrecht zu halten«, erklärt Wuckel. Das letzte Spiel bestritt sein Team vor rund drei Wochen gegen Werder Bremen (2:4).

Wie erst jetzt bekannt wurde, war das erste Spiel des Jahres gegen Werder gleichzeitig das letzte von Kamila Kmiecik im Bielefelder Trikot. Sie ist suspendiert worden. Laut Wuckel zählt die Polin aus »mannschaftsinternen Gründen« nicht mehr zum Kader, Details zur Trennung wollte er nicht bekannt geben. Auch wenn Kmiecik zu seiner Stammelf zählte, macht sich Wuckel keine Sorgen für den weiteren Saisonverlauf. »Mit Aylin Yaren haben wir im Winter eine Mittelfeldspielerin dazu bekommen. Wir können das gut kompensieren.«

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