Sa., 16.12.2017

DSC Arminia erwartet Tabellendritten Wolfsburg II Trainer Wuckel mag abgehärtete Frauen

Annabel Jäger hat einen starken Lauf und möchte ihrem Ex-Klub VfL Wolfsburg – mit der »Ersten« wurde sie 2013 Champions League-Siegerin – gehörig zusetzen.

Annabel Jäger hat einen starken Lauf und möchte ihrem Ex-Klub VfL Wolfsburg – mit der »Ersten« wurde sie 2013 Champions League-Siegerin – gehörig zusetzen. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/jm). Das scheußliche Wetter, nasskalt, ungemütlich – Markus Wuckel treibt’s ein Grinsen ins Gesicht. »Ich find es toll. Cool. Diese Bedingungen kommen uns zugute«, glaubt Arminias Frauentrainer vor dem letzten Zweitliga-Meisterschaftsspiel des Kalenderjahres gegen den VfL Wolfsburg II (So., 14 Uhr).

Da die Stadt den Rasen im Queller Waldstadion längst gesperrt hat, ist die Partie auf den Kunstrasen an der Schillerstraße verlegt worden. Dort haben sich die DSC-Frauen kürzlich noch auf einer dichten Schneedecke vergnügt. »Man kann den Mädels auch eine gewisse Härte antrainieren. Das färbt ab, von Jahr zu Jahr mehr. Bei solchen Bedingungen zeigt sich erst der Charakter einer Mannschaft.« Und da sieht Wuckel seine Truppe, die nochmal ohne Valentina Vogt auskommen muss, gut aufgestellt. »Wir haben diese Typen!« Dass die Arminia in dieser Saison bislang gegen sämtliche vor ihr platzierten Mannschaften verloren hat – Potsdam II (1:4), Mönchengladbach (0:1) und auch Cloppenburg (1:2) – und dass die U23-Wölfinnen als Tabellendritter bislang die wenigsten Gegentore zugelassen haben (7), ficht Markus Wuckel nicht weiter an. »Wenn wir etwas haben, dann Offensivqualität. Da brauchen wir uns in dieser Liga nicht zu verstecken. Maxi Birker oder Annabel Jäger sind in einer Topform, auch Sarah Grünheid. Und es ist noch was im Tank.«

»Auf diesem Niveau entscheiden Nuancen«

Dem DSC-Coach ist es »egal, wo wir unsere Punkte herholen.« Er erinnert daran, dass unglücklich verlorene Partien wie in Meppen oder gegen Cloppenburg ergebnistechnisch auch anders hätten gestaltet werden können. Die Fehlschläge hätten Gründe gehabt. »Auf diesem Niveau entscheiden Nuancen. Wir können gegen jeden von oben verlieren und genauso gegen jeden gewinnen.« Letztlich komme es in engen Duellen auf den Willen und die Cleverness an. »Kleine Sachen haben uns schon ein paar Punkte gekostet. Du darfst dir nicht zu schade sein, mit aller Macht zu verteidigen, dich so zur Wehr zu setzen, dass du dem Gegner keine Möglichkeit mehr lässt.«

Mag für Annabel Jäger und Co. gegen die top Vier bislang nichts zubuche stehen, so hat Arminia die Pflicht in der Hinrunde doch erfüllt und gegen alle Teams von Platz acht abwärts dreifach gepunktet. Die »Zugabe« am Sonntag gegen die junge VW-Werkself könnte das i-Tüpfelchen einer starken ersten Halbserie sein, wenngleich Markus Wuckel nicht müde wird zu betonen, dass »wir völlig im Soll sind.« Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer verweist auf das dichte Gedränge zwischen Platz eins und sieben. »Zwei Siege in Folge, und du bist Dritter oder Vierter. Zwei Niederlagen, und du fällst auf den Relegationsplatz. Die ersten Sieben sind schon vorprogrammiert.« Die Jung-Wölfinnen reisen mit der Empfehlung eines 9:0-Streiches über Jahn Delmenhorst an, bei dem sie sich in einen Rausch spielten. VfL-Trainer Saban Uzun weiß, dass Arminia anders tickt. »Seit Montag stehen die Uhren wieder auf Null.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5360831?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2350436%2F2514639%2F