Di., 19.12.2017

Fußball: Arminias Frauen legen Grundstein für eingleisige 2. Bundesliga Arminia hat die Ziellinie schon vor Augen

Auf dem Vormarsch: Nina Lange (links, hier im DFB-Pokalspiel gegen Turbine Potsdam) und der DSC Arminia sind zur Winterpause auf dem besten Weg in die eingleisige 2. Bundesliga der Frauen. Aus elf Spielen sammelte der DSC starke 21 Punkte.

Auf dem Vormarsch: Nina Lange (links, hier im DFB-Pokalspiel gegen Turbine Potsdam) und der DSC Arminia sind zur Winterpause auf dem besten Weg in die eingleisige 2. Bundesliga der Frauen. Aus elf Spielen sammelte der DSC starke 21 Punkte. Foto: Thomas F. Starke

Von Henrik Wittenborn

Bielefeld (WB). Noch elf Spiele bis zum großen Ziel: Mit einer starken Hinrunde und Platz drei zur Winterpause haben die Fußballerinnen des DSC Arminia den Grundstein für den »Aufstieg« in die eingleisige 2. Bundesliga in der kommenden Saison gelegt. Und das Team ist bereit, die noch ausstehenden elf Schritte durchs Tor zur neuen Zweitklassigkeit zu gehen.

Just nach dem überraschenden und in der Entstehung zweifelsohne glücklichen 2:0 gegen den VfL Wolfsburg II am Sonntag dachten die Arminen noch einmal rund ein Jahr zurück – an ein 0:3 in Herford zum Jahresabschluss. »Da waren wir absolut platt und über die Grenze«, erinnerte sich Trainer Markus Wuckel. Zwölf Monate später kletterte sein DSC mit einem starken Schlussspurt (6:1 beim SV Henstedt-Ulzburg, 2:0 gegen Wolfsburg) kurz vor Weihnachten noch auf Rang drei der Tabelle – nicht nur für Wuckel eine überragende Zwischenbilanz.

Planungen haben längst begonnen

Zwei Wahrheiten verschweigt der blanke Blick auf die Platzierungen zur Halbserie allerdings: Erstens haben nur die Bielefelderinnen und Wolfsburg bereits alle elf Hinrunden-Spiele austragen können. Zweitens trennen den DSC nach wie vor nur vier Punkte von Relegationsplatz sieben und dem damit verbundenen »Nachsitzen« in den Entscheidungsspielen gegen den Siebten der Süd-Staffel. Der SV Meppen, derzeit auf eben jenem siebten Rang platziert, hat sogar erst neun Spiele ausgetragen.

Wuckels Rechnung bleibt dennoch einfach: »Wenn wir gegen die unteren Fünf der Tabelle unsere Spiele gewinnen, klappt es mit der eingleisigen 2. Liga.« In der Hinrunde hielt sich sein Team gegen den USV Jena II (2:0), den TV Jahn Delmenhorst (5:1), den Herforder SV (7:0), BW Hohen Neuendorf (5:1) und den SV Hen-stedt-Ulzburg (6:1) schadlos. Positiver Nebeneffekt: Arminia sammelte vier Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison und hat die Zahl der Gegentore deutlich reduziert.

Die Planungen für die eingleisige 2. Liga laufen freilich nicht erst jetzt auf Hochtouren. »Im Grunde genommen sind wir da schon seit Saisonstart bei der Sache«, erklärt Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer. Der DSC plant allerdings – wie alle Zweitliga-Anwärter – nach wie vor ins Blaue hinein. Denn es ist noch nicht geklärt, wie die Zuschüsse für die neuen Zweitligisten von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes ausfallen werden.

Drei Tests gegen Erstligisten

Für den DSC ist nur klar, dass sich vor allem strukturell etwas bei Arminia tun muss. Aktuell trainiert der DSC zwei Mal auf dem Rasenplatz von Union Vilsendorf und muss darüber hinaus immer wieder improvisieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. »Aber solche Bedingungen werden nächste Saison nicht reichen«, sagt Jöstingmeyer, der auch personellen Nachholbedarf sieht.

Um die sportliche Verfassung für die letzten elf Schritte bis zum Ziel kümmert sich Markus Wuckel wieder ab dem 15. Januar. Seine Spielerinnen starten allerdings schon zwei Wochen eher mit der Abarbeitung individueller Trainingspläne.

Arminias Trainer hat seinem Ruf wieder einmal alle Ehre gemacht und für die Zeit nach seinem 100 Prozent fußballfreien Urlaub auf Fuerteventura (»Ich muss den Akku aufladen«) ein intensives Programm á la Wuckel zusammengestellt: Bis zum ersten Pflichtspiel am 18. Februar gegen den SV Meppen testet der DSC unter anderem gegen die Erstligisten Werder Bremen (20. Januar), SGS Essen (3. Februar) und USV Jena (11. Februar).

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