Mo., 19.02.2018

2. Frauen-Bundesliga: DSC kassiert 1:4-Heimpleite gegen Meppen Arminia offenbart defensive Unzulänglichkeiten

Von Jörg Manthey

Bielefeld(WB). Bitterer Rückschlag für Arminias Fußballfrauen im Kampf um die Versetzung in die eingleisige 2. Bundesliga: Zum Rückrundenauftakt gab’s an der Schillerstraße ein nicht unverdientes 1:4 (0:3) gegen einen cleveren und überaus abgeklärt wirkenden SV Meppen, der zum Lohn auf Tabellenplatz vier vorrückte.

Recht kurzweilig war’s – nicht immer gewollt. Nach acht Wochen Winterpause unterliefen Arminias Defensive in dieser Häufigkeit selten gesehene Unzulänglichkeiten. Nach drei Minuten leistete sich Oliwia Wos kurz hinter der Mittellinie einen leichtsinnigen Rückpass, genau in den Lauf von Meppens Torjägerin Jalila Dalaf. Die 24-Jährige schob überlegt zum 0:1 ein. »Das war ein Tiefschlag«, stöhnte Trainer Markus Wuckel. »Es lief alles gegen uns.«

Meppen schaltet schnell um

Die Gäste überzeugten mit einem schnellen Umschaltverhalten und sehenswerten Konterspiel – und durften sich darauf verlassen, dass die einladende Bielefelder Fehlerquelle an diesem Tage sprudelte. Eine ganze Reihe an Stockfehlern verwässerte etwas, dass der DSC offensiv durchaus Sehenswertes zustande brachte.

Letztlich mangelte es an der Konsequenz. »Wir haben uns in der ersten Hälfte ordentlich durchkombiniert und gute Chancen kreiert«, erinnerte Wuckel hinterher etwa an gute Chancen von Laura Liedmeier (5.), Annabel Jäger (7.), Sarah Grünheid (8., 22.).

Meppen agierte weitaus effektiver, kaltschnäuziger – in der Manier einer Spitzenmannschaft. Ein abgefälschter Dalaf-Schuss zappelte irgendwie im DSC-Netz; ein Rätsel, warum Sandra Hausberger, im Tor stehend, den Ball nicht vehement ins Nirwana drosch – 0:2 (15.).

1:4 in der 65. Minute ist der »Genickbruch« für Arminia

Mehrfach schaffte es der Gegner vor allem über seine rechte Seite mit der quirligen Nele Schomaker, gefährliche Überzahlsituationen zu erzeugen. Mit einem wunderschönen Schlenzer besorgte Schomaker nach einer halben Stunde Meppens 3:0-Führung; die nächste Lektion für das unzulängliche Stellungsspiel an diesem Sonntagnachmittag.

In der 52. Minute leistete Laura Liedmeier prächtige Vorarbeit für das 1:3; Sarah Grünheid schob überlegt zu ihrem 13. Saisontreffer ein. Das war alles Zählbare. Denn Lena Schulte traf nur das Außennetz (64.), Laura Liedmeier scheiterte erst an Klimas (67.) und knappte in der 89. Minute einen Ball an die Latte. Zuvor hatte Meppen schnörkellos mit einem neuerlichen Konter den Sack zugebunden: Sandra Hausberger konnte nur hinterherhecheln und zusehen, wie Shiho Shimoyamada über die herausstürmende Brandt den 4:1-Endstand besorgte (65.). »Das war der Genickbruch«, seufzte Kapitänin Maxi Birker.

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