Mi., 04.07.2018

166. Bielefelder Traditionsderby: Fichte unterliegt Arminia vor 1692 Zuschauern mit 0:6 VfB hält ordentlich dagegen

Arminias Rekordtorschütze Fabian Klos blieb im 166. Traditionsderby zwischen dem VfB Fichte und dem DSC diesmal ohne Torerfolg. In dieser Szene rettet Fichtes Benjamin Mulamba für seinen bereits geschlagenen Keeper Christopher Rump kurz vor der Linie.

Arminias Rekordtorschütze Fabian Klos blieb im 166. Traditionsderby zwischen dem VfB Fichte und dem DSC diesmal ohne Torerfolg. In dieser Szene rettet Fichtes Benjamin Mulamba für seinen bereits geschlagenen Keeper Christopher Rump kurz vor der Linie.

Von Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). Das 166.  Bielefelder Traditionsderby zwischen Landesligist VfB Fichte und den Zweitligaprofis des DSC Arminia nahm am Abend erst in der zweiten Halbzeit den erwarteten Verlauf. Am Ende stand ein standesgemäßer 6:0 (1:0)-Sieg der DSC-Profis.

Offiziell 1692 Zuschauer waren an die Rußheide gepilgert, um den neuen Arminia-Jahrgang 2018/19 erstmals innerhalb der Stadtgrenzen unter die Lupe zu nehmen. In der ersten Halbzeit konnte der haushohe Favorit seiner Rolle aber kaum gerecht werden. Lediglich Andreas Voglsammer konnte den aufmerksamen VfB-Keeper Christopher Rump mit einem Freistoßtor aus 23 Metern überwinden (19.). Ansonsten gelang es dem Landesliga-Absteiger durchaus, den »großen Nachbarn« zu ärgern. »Die Ordnung passte. In der ersten Halbzeit haben wir wirklich gut dagegen gehalten«, lobte Fichte-Trainer Mario Ermisch seine junge Mannschaft. Dass es im Derby zeitweise auch durchaus etwas ruppiger zur Sache ging, schmeckte den Arminen nicht. »Zum Glück hat sich – trotz teilweise unnötiger Härte – keiner verletzt«, meinte DSC-Trainer Jeff Saibene nach dem Spiel.

Arminias Rekordtorschütze Fabian Klos hatte in der ersten Hälfte mehrfach die Chance, sich in die Torschützenliste einzutragen, aber die VfB-Abwehr konnte zweimal (Benjamin Mulamba, Maximilian Helf) in höchster Not klären (10., 44.). Der Außenseiter von der Rußheide erspielte sich seinerseits einige Halbchancen, die aber nicht wirklich Gefahr für DSC-Keeper Baboucarr Gaye heraufbeschworen.

»In der ersten Halbzeit ist es super gelaufen. Da haben wir nur das Freistoßtor bekommen. Ein eigener Treffer wäre natürlich noch schöner gewesen«, meinte der neue Fichte-Kapitän Orkun Tosun.

Dreierpack von Neuzugang Owusu

In Abschnitt zwei machte sich der Klassenunterschied dann aber deutlich bemerkbar. Saibene wechselte zur Pause alle zehn Feldspieler aus und sorgte so für neuen Schwung. »Es war klar, dass uns dann irgendwann die Kraft ausgeht«, urteilte Mario Ermisch. Während seine Mannschaft nun kaum noch in den gegnerischen Strafraum eindringen konnte, drückten die Arminen aufs Tempo. Keanu Staude (53.) und Neuzugang Prince Osei Owusu (58.) schraubten das Ergebnis schnell auf 3:0 in die Höhe. Nach einer schicken Freistoß-Variante war es erneut Staude, der zum 4:0 traf (72.). Dann spielte sich Owusu noch zweimal in den Blickpunkt. Nach Vorarbeit des erst am Dienstag neu verpflichteten Stürmerkollegen Sven Schipplock erhöhte Owusu per Hackentrick auf 5:0 (75.). In der Schlussphase ließ der Neuzugang vom Regionalligisten TSG 1899 Hoffenheim II seinen dritten Treffer zum 6:0-Endstand folgen (86.). »Drei Tore sind nicht schlecht, aber es hätten insgesamt auch ein paar mehr sein können. Das Spiel hat Spaß gemacht, aber der Fokus liegt auf dem Saisonstart. Dann zählt’s«, gab Owusu zu Protokoll.

Zum auffälligsten Fichte-Spieler avancierte Torwart Christopher Rump, der mit einigen feinen Paraden eine höhere Niederlage verhinderte. »Ich freue mich natürlich, dass ich das eine oder andere Ding gehalten habe, aber hundertprozentig zufrieden bin ich nicht. In der zweiten Halbzeit hat man auch am Fitness-Zustand deutlich den Klassenunterschied gesehen«, meinte der Ex-Torwart von Arminias U23.

VfB-Trainer Mario Ermisch, dessen Team im Vorjahr noch 0:10 gegen Arminia verloren hatte, bilanzierte: »Für den Anfang war das völlig okay.« Jeff Saibene fasste zusammen: »Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Natürlich hätten wir in der ersten Halbzeit mehr Tore schießen müssen, aber das Wichtigste ist, dass sich keiner verletzt hat.«

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