Fr., 06.07.2018

Nach dem Derby gegen Arminia geht für Fichte die Vorbereitung weiter – Ermisch will semiprofessionell arbeiten Rund erneuerter VfB besteht erste Bewährungsprobe

Mit einem rund erneuerten Kader will der VfB Fichte in der Landesliga neu angreifen. Oben von links: Co-Trainer Güven Aydin, Nico Schneider, Muhamed-Ali Özel, Deniz Aygün, Marcel Rohde, Abubakari Sadicki, Orkun Tosun, Ben Walid El Mansouri, Trainer Mario Ermisch. Unten: Finn Luca Vollmer, Steven Gorka, Christopher Rump, Markus Oberwittler, Brer Souza, Jetfad Abrashi.

Mit einem rund erneuerten Kader will der VfB Fichte in der Landesliga neu angreifen. Oben von links: Co-Trainer Güven Aydin, Nico Schneider, Muhamed-Ali Özel, Deniz Aygün, Marcel Rohde, Abubakari Sadicki, Orkun Tosun, Ben Walid El Mansouri, Trainer Mario Ermisch. Unten: Finn Luca Vollmer, Steven Gorka, Christopher Rump, Markus Oberwittler, Brer Souza, Jetfad Abrashi. Foto: Thomas F. Starke

Von Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). Die erste Bewährungsprobe hat der neue Jahrgang des VfB Fichte bestanden. Beim 0:6 (0:1) im 166. Traditionsderby gegen die Zweitligaprofis des DSC Arminia zog sich der Landesliga-Absteiger vor allem vor der Pause mehr als achtbar aus der Affäre.

»Da waren wir ein richtig guter Sparringspartner. Unsere defensive Ausrichtung hat gut geklappt«, freute sich Fichtes Sportlicher Leiter Murat Karanfil. Dass DSC-Trainer Jeff Saibene eine »teilweise unnötige Härte« des VfB monierte (Fabian Klos geriet schon früh und mehrfach mit Ugur Pehlivan aneinander), wollte Fichte-Coach Mario Ermisch so nicht stehen lassen: »Dass da einige Arminia-Spieler lamentiert haben, hat mich schon ein bisschen geärgert.« Unterm Strich überwog bei Ermisch aber das Positive: »Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet und in der ersten Halbzeit nur ein Freistoß-Gegentor bekommen. Dafür, dass wir erst eine Woche im Training sind, war das völlig okay.«

Dass der Klassenunterschied in der zweiten Hälfte dann immer deutlicher wurde, dafür hatte Ermisch eine einfache Erklärung parat: »Arminia hat komplett gewechselt, viele von unseren Jungs mussten durchspielen. Es war klar, dass dann auch die Kräfte nachlassen.« Fichtes Fußballchef Jobst Hölzenbein zog ein positives Fazit des 166. Derbys: »Unsere Mannschaft hat sich ordentlich verkauft und 1700 zahlende Zuschauer an einem Mittwochabend sind auch okay.«

Nach dem Highlight gegen die DSC-Profis geht für die VfB-Kicker nun der harte Vorbereitungs-Alltag weiter. »Wir wollen hier semiprofessionell arbeiten. Mal sehen, wie weit wir vom reinen Hobby-Fußball wegkommen. Die Jungs, die jetzt hier sind, haben jedenfalls Bock auf Training und sind charakterlich in Ordnung. Jetzt müssen wir gucken, wie weit wir mit dieser jungen Truppe kommen«, erklärt Ermisch.

Als Führungsspieler sollen oberligaerfahrene Akteure wie Orkun Tosun (FC Gütersloh) oder Keeper Christopher Rump (Arminias U23) vorangehen. »Der erste Eindruck ist absolut positiv. Die Jungs geben Gas«, erklärt der 24-jährige Tosun. Schlussmann Rump (22), der am Mittwochabend mehrfach positiv auf sich aufmerksam machen konnte, verfolgt an der Rußheide ehrgeizige Ziele: »Hier soll etwas entstehen. Mein Ziel ist ganz klar der Aufstieg.«

Insgesamt 13 Neuzugänge hat Fichte nach dem bitteren Abstieg aus der Westfalenliga verpflichtet. Darunter ist auch ein alter Bekannter: Stürmer Abubakari »Chief« Sadicki hat sich nach einem Jahr Pause wieder den »Hüpkern« angeschlossen. Mit 36 Jahren ist Sadicki mit Abstand der Team-Senior. In der Offensive will der VfB aber noch einmal nachlegen. Ermisch: »Wir brauchen noch einen Stürmer.«

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