Football-Regionalliga: Bielefeld schlägt den Amboss mit 48:18
Bulldogs feiern Party in Grün-Weiß

Bielefeld (WB). Eine Party in Grün-Weiß: Die Bielefeld Bulldogs haben ihr letztes Heimspiel mit 48:18 (7:7, 21:3, 6:0, 14:8) gegen Remscheid Amboss gewonnen und werden die Saison in der Football-Regionalliga wohl wie im Vorjahr als Vizemeister abschließen, da sich die Troisdorf Jets gegen die Essen Assindia Cardinals (28:0) keine Blöße gegeben haben.

Montag, 03.09.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 03.09.2018, 07:18 Uhr
Bulldogs-Headcoach Bert Smith (rechts) schaut genau hin, wie Runningback Rafael Regehr hier von zwei Remscheidern angegangen und mit dem Ball ins Aus gedrängt wird. US-Boy Tobias Cook kommt zu spät, um Amtshilfe zu leisten. Foto : Jörg Manthey

»Das war eine solide Leistung nach der Sommerpause. Respekt an die Coaches, dass sie früh die Backups aufs Feld gebracht haben, um denen die Spielerfahrung zu schenken, die sie für ihre Entwicklung brauchen. Darum geht es«, meinte Sportdirektor Heiko Schreiber zufrieden nach der entspannten Parade. »Und ich habe viele gute Entwicklungen gesehen.« Vor der Mannschaft liefen zahlreiche »Veteranen« mit ein; unter ihnen auch Vereinsgründer Gerd Kaiser. Sie sollten deutlich überlegene Bulldogs sehen. Remscheid, mit gerade einmal 27 Spielern angereist, konnte nur phasenweise Nadelstiche setzen.

Frühe Interception wird nicht veredelt

Die Bulldogs-Defense wusste gleich die erste Angriffswelle des Amboss zu stoppen, und die erste eigene Attacke saß. Mit seinem Touchdownlauf zum 6:0 brachte David Terentschenko die 1185 Fans im Stadion Rußheide nach vier Minuten auf die richtige Betriebstemperatur. Erhöhungskick Tobias Stork – 7:0. Dass Cornerback Kevin Schramm sein Team mit einer Interception erneut in Ballbesitz brachte, konnte nicht veredelt werden. Stattdessen tanzte Remscheids US-Boy Cole Williams die Bielefelder Defense aus und brachte den Tabellenletzten so in Endzonennähe. Quarterback Tom Schröder nutzte dies zu einem Touchdownlauf, Nick Zimmermann kickte zum 7:7-Ausgleich.

Gleich die erste Aktion im zweiten Viertel war eine spektakuläre Flugeinlage von Receiver Felix Blissenbach, der einen Pass von Quarterback Niklas Gorny über 24 Yards mit diesem schicken Touchdown verzinste. Storks Erhöhungskick brachte das 14:7. Jubel brandete auf, als sich Kevin Schramm zum zweiten Mal als Bälleklau bewährte.

Für diese Interception sollte er hinterher gemeinsam mit Dimitri Dide mit der Turnover-Kette geehrt werden. Wiederum blieb der Ballgewinn ohne Ertrag, stattdessen verkürzte Zimmermann per Fieldgoal auf 14:10. Touchdown Max Nolte (Kick Stork), Interception Dima Dide elf Sekunden vor der Pause, Touchdown David Terentschenko (Kick Stork) nach einem 62-Yards-Pass Gornys – mit ansehnlichen Knalleffekten zum 28:10-Polster ging die erste Halbzeit zu Ende. »Die Mannschaft hat es wiederholt verpasst, sich noch mehr zu belohnen«, kritisierte Schreiber auf allerdings recht hohem Niveau.

T.J Richardson auf stellt 34:10

Mit einem unwiderstehlichen Touchdownlauf stellte erst T.J Richardson auf 34:10 – diesmal kickte Stork neben die Stangen – ehe Dide seiner Offense mit einem aufgenommenen Fumble den nächsten Auftritt bescherte.

Zwar blieb nun T.J. Richardsons zielstrebigem 50-Yards-Touchdownlauf wegen einer Strafe die Anerkennung verwehrt, dafür setzte Niklas Gorny wenig später Wladislaw Mischura mit einem zuckersüßen Pass in Szene: Touchdown! Die einstudierte stramme Zwei-Punkt-Conversion auf Max Nolte saß – 42:10. Williams (42:16) und Winterhager (42:18) ließen nochmal das Können des Absteigers aufblitzen, ehe die kongeniale Koproduktion Niklas Gorny/Wladislaw Mischura den 48:18-Endstand besiegelte; der Conversionversuch misslang.

Offense-Koordinator Felix Gorny registrierte erfreut »eine der besseren Saisonleistungen«, definierte dieses 48:18 angesichts der Vorgeschichte als »Trostpflaster« und fügte mit Hinblick aufs letzte Spiel Samstag bei den Bonn Gamecocks an: »Die meisten Spieler haben in diesem Jahr einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Wir wollen die Saison auf die richtige Weise zu Ende bringen.«

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