Fr., 21.09.2018

Tennis Damen 40: Florentina Curpene im Finale ohne Satzverlust – mit Video Diese Deutsche Meisterin kommt aus Enger

Florentina Curpene (51) ist erneut mit der Mannschaft Deutsche Meisterin geworden, dieses Mal in der Spielklasse Damen 40. Nächstes Jahr will sie auch im Einzel gewinnen.

Florentina Curpene (51) ist erneut mit der Mannschaft Deutsche Meisterin geworden, dieses Mal in der Spielklasse Damen 40. Nächstes Jahr will sie auch im Einzel gewinnen. Foto: Jan Gruhn

Von Jan Gruhn

Enger(WB). Nicht einen einzigen Satz musste sie in den Finalspielen abgeben: Die Engeranerin Florentina Curpene ist mit ihrer Mannschaft TC Bredeney (Essen) Deutsche Meisterin bei den Damen 40 geworden. Es war nicht das erste Mal, dass die 51-Jährige einen Meistertitel geholt hat.

Tatsächlich kommt die gebürtige Rumänin ins Grübeln, als sie ihre Erfolge aufzählen will. »Moment, war das nicht ein Jahr später?« 2005 wurde sie mit dem TC Herford Deutscher Mannschaftsmeister mit den Damen 30. In der gleichen Altersklasse folgte 2012 der Titel mit TC BW Wuppertal-Elberfeld und 2015 mit ihrem jetzigen Verein.

Curpene gibt keinen Satz ab

Die jeweils beste Mannschaft der vier Regionalliga-Gruppen, die höchste Spielklasse bei den Damen 40, qualifiziert sich für die Endspiele. Dieses Mal fand das Finale Anfang September beim TC Doggenburg in Stuttgart statt. Im Halbfinale fertigten die Esserinnen die Gastgeber mit 8:1 ab, Curpene gewann ihr Match 6:0 und 6:1. Auch der SV Zehlendorfer Wespen im Finale hatte keine Chance, die Engeranerin musste nicht einen Punkt verloren geben.

Will auch nächstes Jahr wieder angreifen: Florentina Curpene. Foto: Jan Gruhn

Kein Wunder, schließlich spielte die Mutter einer Zwölfjährigen früher zeitweise auf der WTA-Tour. Doch heute steht sie vor allem als Trainerin auf dem Platz. Nachdem sie lange Jahre beim TVC Enger coachte, wechselte Curpene zum TuS Jöllenbeck: »Ich wollte mich noch einmal verändern.«

Zudem gibt sie beim Post SV Bielefeld Stunden, auch Rollstuhltennisspielerin Sabine Ellerbrock trainiert mit ihr. »Ich erzähle beim Training gerne Geschichten«, erklärt die 51-Jährige. »Besonders Kinder lernen viel besser durch Bilder als durch abstrakte Arbeitsanweisungen.«

In Jöllenbeck fündig geworden

So häufig wie damals, als sie im Alter von 20 Jahren aus Rumänien nach Deutschland kam, trainiert sie selbst nicht mehr. Obwohl sie mit Tennis ihren Lebensunterhalt verdient, hat sie mittlerweile ein entspannteres Verhältnis zum Sport. »Es ist doch schön, wenn man nach dem Training noch zusammensitzt und eine gute Zeit hat«, sagt Curpene. »Und das habe ich hier in Jöllenbeck gefunden.«

Doch das heißt nicht, dass ihr der Ehrgeiz abgeht. »Ich werde im nächsten Jahr wieder für Bredeney spielen.« Der Sponsor – aus der Spitze einer großen Essener Elektronikfirma – habe bereits grünes Licht für einen weiteren Vertrag gegeben. Ziel des Vereins ist es laut Curpene, in allen Altersstufen hochrangig zu spielen. Und dafür werde nicht wenig Geld in die Hand genommen – auch bei den Damen 40. Die erneute Deutsche Vereinsmeisterschaft dürfte also wieder drin sein.

»Und ich persönlich würde gerne Deutsche Meisterin im Einzel werden«, meint Curpene. Wegen einer Schulterverletzung habe das dieses Jahr noch nicht geklappt. Im Halbfinale war Schluss, obwohl Curpene fünf Jahre lang kein Spiel verloren hatte. »Aber ich frage mich in solchen Situationen einfach: Was kann ich besser machen?«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6065931?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2350436%2F2514639%2F