Mi., 26.09.2018

Handball: TuS 97 und TSG blicken voller Spannung auf das Stadtduell am Freitagabend »Dieses Derby tut Bielefeld gut«

Das Oberliga-Derby kann kommen: Die Jöllenbecker Thorsten Lehmeier, Justin Mühlbeier und Trainer Eric Husemann fordern am Freitagabend die TSG mit Trainer Stephan Just, Maximilian Kroll und Christian Sprdlik (von links) heraus.

Das Oberliga-Derby kann kommen: Die Jöllenbecker Thorsten Lehmeier, Justin Mühlbeier und Trainer Eric Husemann fordern am Freitagabend die TSG mit Trainer Stephan Just, Maximilian Kroll und Christian Sprdlik (von links) heraus. Foto: Thomas F. Starke

Von Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). Wenn am Freitagabend die Zweitligaprofis des DSC Arminia auf den 1. FC Köln treffen, wird die Bielefelder Schüco-Arena ausverkauft sein. Ein paar Kilometer weiter nördlich hoffen die Protagonisten auf eine ebenso pickepackevolle Sporthalle Jöllenbeck, wenn dort das Oberliga-Stadtderby der beiden Bielefelder Handball-Platzhirsche zwischen dem TuS 97 und der TSG A-H Bielefeld steigt.

»Es ist schon klar, dass uns das zeitgleich stattfindende Arminia-Spiel ein paar Zuschauer kosten wird, aber all die, die keine Arminia-Karten haben, können ja zu uns nach Jöllenbeck kommen. Dieses Derby tut dem Handballsport in Bielefeld gut«, rührt Thorsten Lehmeier, Sportlicher Leiter des TuS 97, die Werbetrommel. Auch TSG-Geschäftsführer Christian Sprdlik blickt dem innerstädtischen Gipfeltreffen erwartungsfroh entgegen: »Ich habe immer betont, dass Bielefeld in Sachen Handball ein schlummernder Riese ist. In diesem Derby können wir Werbung in eigener Sache betreiben, und es steckt auch immer eine gewisse Brisanz in diesem Spiel.«

Die Rollen im Vorfeld sind klar verteilt. Die aufstiegsambitionierte TSG (4:2 Punkte) geht als Favorit ins Rennen, und diese Rolle will der Gast auch untermauern. »Natürlich werden am Freitag mehr Emotionen mit im Spiel sein, aber wir dürfen uns nicht von der Atmosphäre anstecken lassen. Im Endeffekt ist es ein Punktspiel, das wir gewinnen wollen«, erklärt TSG-Trainer Stephan Just, für den es das erste Derby in Bielefeld sein wird: »Es ist schön und gut für die Region, dass es in Bielefeld so ein Derby gibt.«

Der noch sieglose Gastgeber TuS 97 (1:5 Punkte) hat sich durch zwei Auswärtsniederlagen in Folge selbst unter Zugzwang gesetzt. »Unsere Ausgangsposition ist natürlich nicht so gut. Jetzt geht es darum, die letzten beiden Spiele abzuschütteln, in den Derby-Modus zu kommen und am Freitagabend alles reinzuhauen«, betont Jöllenbecks Trainer Eric Husemann. Eine kleine Kampfansage schickte er am Montagabend im Rahmen einer Pressekonferenz hinterher: »Für unsere Jungs ist es das Spiel des Jahres. Und in eigener Halle wollen wir natürlich gewinnen. Die ersten Spieltage haben bereits gezeigt, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann.«

Im Vorjahr konnte Jöllenbeck den Favoriten im Heimspiel durchaus ärgern, holte einen Sechs-Tore-Rückstand auf, zog am Ende aber mit 28:31 den Kürzeren. »Da haben wir die TSG am Wanken gehabt. Das wollen wir auch diesmal schaffen. Wir wissen natürlich, dass wir eine große Herausforderung vor uns haben, aber ich blicke dem Spiel optimistisch entgegen. Wir wollen punkten«, hofft Thorsten »Moppel« Lehmeier am Freitagabend (20 Uhr) auf einen ähnlichen Verlauf mit einem anderen Ausgang.

»Müssen den Kopf frei haben«

Das wiederum will die TSG tunlichst vermeiden. Keeper Maximilian Kroll, der übrigens in Jöllenbeck wohnt, hat in der Vorsaison die ersten beiden Bielefelder Stadtduelle miterlebt und weiß, worauf es ankommt: »Wir müssen den Kopf frei haben und dürfen uns gar nicht so sehr aufs Derby einlassen. Die Mannschaft, die fokussiert ist und weniger Fehler macht, wird das Spiel gewinnen.«

Auf Jöllenbecker Seite freut sich Youngster Justin Mühlbeier auf sein »erstes richtiges Derby. Ich treffe zwar schon seit der E-Jugend immer wieder auf die TSG, aber im Seniorenbereich habe ich bislang nur ein paar Minuten unter Trainer Walter Schubert gegen die TSG gespielt.«

Während die höherklassige Erfahrung eindeutig auf Seiten der TSG liegt, weisen die Jöllenbecker Spieler mehr Erfahrung in Sachen Oberliga-Derby auf. Christian Sprdlik denkt im Vorfeld der Partie ergebnisorientiert: »Wir wissen, dass so ein Derby immer gefährlich werden kann. Da spielt auch der Kopf eine große Rolle. Wir wollen das Spiel genießen und am Ende würde uns auch ein Sieg mit einem Tor Unterschied reichen.«

Karten im Vorverkauf gibt es bei: Reisebüro Joneleit in Jöllenbeck, Reisebüro am Markt in Jöllenbeck, Sport Horstkötter in Altenhagen, Sport Strunk in Werther und Spenge-Sports.

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