Do., 25.10.2018

»Sterne des Sports« für Sieger Bielefeld United, KC Sennestadt und SCB Bronze-Stern für »Spielmacher«

Strahlende Sieger: Reinhold Frieling (links) und Manuela Llewelyn (rechts) von der Volksbank Bielefeld-Gütersloh überreichten die Urkunde samt Siegerscheck an die prämierten Vereine. Sieger wurde Bielefeld United.

Strahlende Sieger: Reinhold Frieling (links) und Manuela Llewelyn (rechts) von der Volksbank Bielefeld-Gütersloh überreichten die Urkunde samt Siegerscheck an die prämierten Vereine. Sieger wurde Bielefeld United. Foto: Peter Unger

Von Peter Unger

Bielefeld  (WB). Strahlende Gesichter bei der Siegerehrung des Wettbewerbs »Sterne des Sports« der Volksbank Bielefeld-Gütersloh. Der Bronzene Stern des Sports ging diesmal an »Bielefeld United«.

Der von den Ex-Profis Karsten Bremke, Uwe Fuchs und Benjamin Lense gegründete Verein hat sich zum Ziel gesetzt, sozial benachteiligten jungen Menschen zu helfen. Exemplarisch dafür steht das siegreiche Projekt »Spielmacher – Gemeinsam etwas bewegen«.

Es geht um Werte wie Fairness und Toleranz

In Kooperation mit dem Stadtsportbund hatten sich zum siebten Mal Sportvereine in Bielefeld für die »Sterne des Sports« beworben. »Dabei geht es nicht um höher, schneller, weiter, sondern um Werte wie Fairness, Toleranz und Verantwortung«, betonte Volksbank-Sprecherin Manuela Llewelyn. Den mit 1500 Euro dotierten ersten Preis nahmen der 2. Vorsitzende Karsten Bremke und Projektleiter Carlo Kosok entgegen. Bielefeld United ist mit diesem Sieg bereits für den Landeswettbewerb in Düsseldorf nominiert; die Chance, »Spielmacher« zu versilbern. In dem Berufsvorbereitung-Projekt, flankiert von Fußball, Deutsch-Unterricht und Teambuilding-Maßnahmen, werden ein Jahr lang 20 junge Menschen unterstützt und gefördert.

Benachteiligte Jugendliche im richtigen Moment auffangen

»Unser Hauptziel ist es, junge Menschen, die es nicht so leicht haben, in Ausbildung zu bringen. Das schaffen wir über den Sport«, führte Carlo Kosok aus. Hilfreich bei der Umsetzung ist, dass der Verein United mit vielen Organisationen gut vernetzt ist. »Spielmacher ist eines von vier größeren Projekten«, erläuterte Karsten Bremke. Reinhold Frieling, Vorstandsmitglied der Volksbank Bielefeld-Gütersloh, würdigte: »Mit der Wahl von Bielefeld United wurde ein sehr nachahmenswertes Projekt zum Sieger erkoren. Benachteiligte Jugendliche im richtigen Moment aufzufangen und ihnen mit der Brücke des Sports berufliche Perspektiven zu bieten, ist in der heutigen Zeit unglaublich wichtig.«

Rang zwei für die Handicap-Gruppe des KC Sennestadt

Rang zwei, mit 1.000 Euro honoriert, ging an den Karate Club Sennestadt, der beispielhaft Inklusion im Sportverein vorlebt. »Unsere Handicap-Gruppe umfasst gut 15 Personen«, berichtete der 2. Vorsitzende Waldemar Jürgensmann. »Es ist erstaunlich und immer wieder beeindruckend, welche enormen Fortschritte diese Menschen unterschiedlichen Geschlechts und Alters sowie unterschiedlicher Behinderung durch Karate machen. Insofern ist unser Projekt auch eine Bereicherung für unseren Verein.«

SCB plant Sportplatzerweiterung

Mit einer Geldzuwendung von 500 Euro ist der dritte Platz verbunden, der an den SCB 04/26 und sein Programm »Kids in Bewegung« (kindgerechte Breitensportangebote) geht. Waren es anfangs 39 Kinder, so ist diese Zahl auf monatlich 1400 angewachsen. Gleichzeitig würden die jugendlichen Betreuer an das Ehrenamt herangeführt. »Wir wollen das Geld in eine Sportplatzerweiterung stecken«, gab SCB-Vorstandsmitglied Frank Riedel preis. »Aus einem alten asphaltierten Rollhockeyfeld soll ein Kunstrasenplatz für unsere Minikicker und F-Junioren werden.«

Sonderpreis für Braker »Zeichen gegen Einsamkeit«

Auf ausdrücklichen Wunsch der Jury wurde noch ein Sonderpreis ausgelobt. Die Turnabteilung des TuS Brake erhielt fürs Projekt »Du bist nicht allein« eine 400-Euro-Förderung. »Hier wird der Ursprungsgedanke der Sportvereine in besonderem Maße gelebt und ein Zeichen gegen Einsamkeit gesetzt. Der Verein als Familie, wo man sich kennt, hilft und unterstützt«, erläuterte Jurymitglied Daniela Niegisch. Reinhold Frieling, beeindruckt vom Engagement und Ideenreichtum, lobte: »Die Sportvereine sind eine unverzichtbare Stütze der Gesellschaft. Hier werden Werte wie gegenseitige Unterstützung, Respekt und Fairness gelernt und gelebt.«

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