Sa., 27.10.2018

Handball-Oberliga: TSG in Hemer – Reinsch vor Saison-Debüt im TuS 97-Trikot »Der Flow ist da«

Maximilian Schüttemeyer strebt mit der TSG beim Oberligaachten HTV Hemer den nächsten Sieg an.

Maximilian Schüttemeyer strebt mit der TSG beim Oberligaachten HTV Hemer den nächsten Sieg an. Foto: Thomas F. Starke

Von Jörg Manthey und Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). Obacht, TSG A-H Bielefeld: Der Handball-Oberligist tritt am Samstag (19 Uhr) beim HTV Hemer an, der zu Hause noch keinen Punkt abgegeben hat. Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II hat sich darauf eingeschworen, vom TuS Ferndorf II (Sa., 19.30 Uhr) nicht mit leeren Händen zurückzukehren.

Vertrauen in Felix Hendrich

Beim Tabellenachten muss die TSG wie am Freitag berichtet auf Richard Sundberg und Torhüter Maximilian Kroll verzichten, beide mit Knieverletzungen lahmgelegt. Diese bedauerlichen Personalien sollen die aufstrebenden Bielefelder nicht in ihrer positiven Entwicklung stoppen. »Der Flow nach unserem Sieg gegen Hamm II und dem Gewinn der Pokal-Vorrunde ist definitiv da. Die Jungs sind in einer guten Verfassung«, erzählt Trainer Stephan »Apollo« Just. Im Training sei viel im individuellen Bereich gearbeitet worden, dazu gönnte Just seinen Spielern auch ein freies Wochenende. »Die Jungs wirken frisch und voller Enthusiasmus.«

Felix Hendrich habe bereits gezeigt, »dass er in der Lage ist, dem Gegner den Zahn zu ziehen. Ich vertraue ihm völlig«, beteuert Just und setzt auf die passende Unterstützung der Abwehr. »Wir müssen hinten aggressiv zu Werke gehen und die zwingen, dahin zu gehen, wo wir sie haben wollen.« Vorne erwartet er einen schnellen, gleichwohl geduldigen Ball. »Wir wollen die Problemzonen des Gegners aufdecken und müssen die dann effektiv zu nutzen wissen.« Nun ist der HTV Hemer um seine Stützen Moritz Frenzel und Christian Klein in der Multifunktionshalle »Grohe Forum« noch ungeschlagen. Den drei Heimsiegen stehen dafür drei Niederlagen in der Fremde gegenüber. »Das wird kein Selbstläufer«, ahnt Stephan Just. »Die spielen einen guten, flüssigen Ball. Vor allem der Rückraum-Rechte ist mit einem guten Selbstbewusstsein ausgestattet und macht viel Musik.«

TSG-Geschäftsführer Christian Sprdlik hofft auf einen Guten-Laune-Auftritt und Saisonsieg Nummer fünf. »Sowas schont die Nerven. Jeder weiß, worum es geht. Wir sind wieder auf Tuchfühlung zur Pole Position und wollen mit Spaß und Leidenschaft nahtlos an unsere Leistung vor der Pause anknüpfen. Dabei geht es nicht unbedingt darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen. Wir wollen effizienten Handball spielen.«

Der Akku ist geladen

Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck hat die Pause genutzt, um den Akku neu aufzuladen. »Wir haben ganz normal trainiert«, erklärt Trainer Eric Husemann. Der erste Saisonsieg (27:26 gegen Hemer) soll zudem neues Selbstvertrauen freisetzen. Im Auswärtsspiel beim TuS Ferndorf II kann der TuS 97 im Optimalfall erstmals in kompletter Besetzung antreten. Neuzugang Sebastian Reinsch steht vor seinem Saison-Debüt. Der schnelle Außen und Gegenstoßspezialist hat seine Oberschenkelverletzung endlich soweit auskuriert, dass er am Samstag auflaufen kann. Husemann: »Batti ist diese Woche voll ins Training eingestiegen. Wenn jetzt nichts mehr dazwischen kommt, wird er Samstag spielen. Er ist für uns nicht nur eine Waffe im Tempospiel, sondern auch eine wichtige Alternative auf beiden Außenpositionen. Außerdem bringt er zusätzliche Emotionen ins Spiel.«

Während der Ex-Spenger Reinsch vor seinem ersten Pflichtspiel im TuS 97-Trikot steht, müssen die Jürmker noch etwas um die Einsätze der grippegeschwächten Lukas Heins und Daniel Meyer bangen. Jakob Röttger konnte aus beruflichen Gründen die Woche nicht trainieren, ist aber am Samstag dabei.

Die Zweitligareserve aus Ferndorf steht mit 6:6 Punkten (Platz neun) im Mittelfeld der Tabelle. Zuhause wartet das Team von Trainer Michael Feldmann allerdings noch auf den ersten Punktgewinn. Alle drei bisherigen Heimauftritte gingen verloren, allerdings auch gegen Hochkaräter der Liga (Loxten, Soest, Gladbeck). Dafür gewannen die Kreuztaler ihre bisherigen drei Auswärtsspiele; zuletzt in Oberaden (33:24). Dabei wusste besonders der langjährige Zweitligaspieler Kevin John als neunfacher Torschütze zu überzeugen. Neben dem Linkshänder stehen in Mattis und Linus Michel oder Linksaußen Magnus Neitsch auch einige Spieler im gegnerischen Team, die zum erweiterten Zweitligakader der Ferndorfer (die 1. Mannschaft hat am Wochenende spielfrei) gehören. Eric Husemann: »Wir wollen den ersten Auswärtssieg, wissen aber auch, dass wir dafür hoch konzentriert sein müssen.«

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