Mo., 29.10.2018

Handball-Oberliga: Jöllenbeck verliert 24:31 0:6-Lauf für TuS 97 nicht mehr reparabel

Justus Clausing kassierte mit dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck die vierte Niederlage im vierten Auswärtsspiel.

Justus Clausing kassierte mit dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck die vierte Niederlage im vierten Auswärtsspiel. Foto: Bernhard Pierel

Bielefeld(WB/wie). Viertes Auswärtsspiel, vierte Niederlage: Handball-Oberligist TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck kommt nicht vom Fleck. Beim 24:31 (13:15) beim TuS Ferndorf II hechelten die Jürmker über 60 Minuten dem Gegner hinterher und kassierten am Ende »eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage«, wie Trainer Eric Husemann eingestehen musste.

Die personellen Voraussetzungen waren »nicht ideal«, wie es Husemann formulierte. Neben Daniel Meyer (Grippe) musste auch Christian Niehaus (Handverletzung) passen. Die dadurch verwaiste Linksaußen-Position nahm Sebastian Reinsch ein, der bei seinem Saison-Debüt aber nur auf einen Treffer kam. Husemann: »Man merkt Batti die lange Pause natürlich noch an. Er hat ja erst eine Woche voll mittrainiert.«

Da auch die anderen Jöllenbecker weit von ihrer Bestform entfernt waren, gerieten die Gäste schnell in Rückstand – 2:6 (11.). Danach kämpfte sich der TuS 97 – Nils Grothaus nahm überwiegend die Kreisläufer-Position für den grippegeschwächten Lukas Heins ein – wohl in die Partie, konnte dieser aber keine Wende geben. Die Gäste liefen immer mindestens zwei Tore hinterher. »Das Hauptproblem war, dass wir keine Stabilität in unsere 6:0-Abwehr bekommen haben«, bemängelte Eric Husemann. Als Leon Ludwigs kurz vor der Pause auf 13:15 stellte, war die Hoffnung auf die ersten Auswärtszähler der Saison aber noch nicht erloschen.

Fast zehn Minuten ohne Tor

Bis zum 15:17 (Kopschek; 34.) blieben die Jürmker im Spiel, dann folgte die vorentscheidende Phase. Der TuS 97 blieb fast zehn Minuten ohne Torerfolg, kassierte einen 0:6-Lauf zum 15:23 (40.). Eric Husemann nahm eine Auszeit. »In dieser Phase haben wir vorne schlechte Entscheidungen getroffen und sind sofort bestraft worden. Da haben wir das Spiel völlig aus der Hand gegeben.«

Seine Mannschaft sollte sich von diesem Antilauf auch nicht mehr erholen. Die Zweitligareserve aus Ferndorf war nun im Flow und hielt den Vorsprung konstant. Vor allem Rechtsaußen Kevin John wusste als achtfacher Torschütze zu überzeugen. »Wir haben allein in der zweiten Halbzeit sieben Gegentore über Außen bekommen«, ärgerte sich Husemann. Über 18:27 (51.) und 22:29 (56.) blieb der TuS 97 am Ende chancenlos und steckt weiter im Tabellenkeller fest (3:11 Punkte, Platz zwölf). »Uns fehlt die Konstanz, wir fallen immer wieder in alte Fehler zurück«, bemängelt Eric Husemann.

Im kommenden Heimspiel gegen Aufsteiger FC Schalke 04 steht der TuS 97 wieder unter Erfolgsdruck. Husemann: »Wir wissen, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen. Wir müssen uns aus der Situation rauskämpfen und am besten mal eine kleine Serie hinlegen.«

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