Mo., 29.10.2018

Handball-Oberliga: 30:25 (12:11)-Sieg gegen HTV Hemer beim Oktoberfest TSG A-H steigert sich in der zweiten Hälfte

Dicke Backen: Mit zehn Toren war Julius Hinz erfolgreichster TSG-Werfer beim 30:25 über HTV Hemer.

Dicke Backen: Mit zehn Toren war Julius Hinz erfolgreichster TSG-Werfer beim 30:25 über HTV Hemer. Foto: Jens Senftner/Archiv

Bielefeld(WB/jm). Anfangs mühsam, letztlich souverän: Mit einem 30:25 (12:11)-Streich beim HTV Hemer hält die TSG A-H Bielefeld in der Handball-Oberliga Anschluss zur Tabellenspitze. Für Hemer war’s im Grohe-Forum die erste Saisonniederlage, für die Bielefelder Buam der allerbeste Stimmungsmacher fürs folgende Heimspiel. Die zünftige dritte Halbzeit, natürlich in stilechter Wiesn-Tracht, wurde direkt in die Seidensticker Halle verlegt: Oktoberfest!

»Wir sind schwach gestartet. Als ob wir noch im Bus saßen«, kramte Trainer Stephan »Apollo« Just nach einer Erklärung für den Fehlstart. Aus dem 2:2 wurde ein 2:5 und 3:7 (23.). Just nahm eine Auszeit und sprach die Missstände an. »Wir haben hinten zu passiv gespielt, nicht gemeinsam gedeckt, keinen Zugriff gefunden.« Die Angriffsbemühungen – drei Rechtshänder im Rückraum – seien zu statisch gewesen.

»Wir haben uns zu wenig bewegt.« Fortan lief es besser, und die TSG setzte Hemers Abwehr mehr unter Druck. Nils Strathmeier besorgte den 6:7-Anschluss (14.), Julius Hinz mit seinem vierten von insgesamt zehn Treffern erst den 10:10-Ausgleich und mit seinem dritten Tor in Folge die 12:11-Pausenführung. Die sollte fortan nicht mehr abgegeben werden, auch wenn es nochmal eine Schwächephase zu überstehen galt.

Zwischen der 33. und 38. Minute lieferten sich Arne Kröger und Christian Klein ein Privat-Duell und netzten jeweils dreimal ein – 18:15 aus TSG-Sicht. Bei diesem Spielstand vergab Julius Hinz mit einem verworfenen Siebenmeter (41.) die Chance, seine Farben erstmals mit vier Toren in Front zu bringen. Die Quittung: In Unterzahl verkürzte Hemer auf 16:18. Mittelmann-Youngster Vincent Kroll, dem Just einen »guten Job« bescheinigte, vorne wie hinten, und Dr. Carl-Moritz Wagner verdingten sich als Alchemisten und wandelten den einstigen Vier-Tore-Rückstand bis zur 43. Minute erstmalig in eine Vier-Tore-Führung um! 20:16, Auszeit Hemer.

Auf Hendrich ist Verlass

Bis zum 22:18 (46.) standen für die TSG schon vier Siebenmeter und acht Überzahlminuten zu Buche; Hemers Statistik wies hier zweimal eine Null auf. Nach dem 24:20 (Kroll, 49.) ließ wohl etwas die Kraft nach. Jedenfalls musste Stephan Just mit ansehen, wie sein Team das kleine Polster zu verspielen drohte.

Eine Reihe vermeidbarer Fehler spielte dem Gegner in die Karten – 24:22 (51.), 25:23 (54.). »Wir haben irgendwelche Wunderdinge und Hauruck-Aktionen versucht, statt das Ding zu verwalten«, kommentierte der TSG-Coach vier torlose Minuten. »Wir haben es da nicht geschafft, klare Sachen zu spielen, einfache Situationen zu kreieren. Aber die Jungs haben sich mit Eigeninitiative wieder rausgezogen.«

Mit Luca Sewing und Mario Bergen brachte Just frische Kräfte, zudem war auf Felix Hendrich Verlass. »Er hat einen Riesenjob im Tor gemacht und wichtige Bälle gehalten«, lobte Just seinen Keeper, auf dem nach Maximilian Krolls Ausfall das Funktionieren-Müssen lastet. Kroll, Hinz und Bergen stellten mit ihren Toren zum 28:23 (57.) eine Vorentscheidung her. Die Flügelzange Hinz/Strathmeier erledigte den Rest. Just: »Das war eine gute Mannschaftsleistung. Wir haben verdient gewonnen.«

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