Sa., 03.11.2018

Handball-Oberliga: TSG erwartet Ferndorf II – TuS 97 gegen Aufsteiger Schalke gefordert »Zu Hause mehr in der Pflicht«

Kreisläufer Lukas Heins und der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck stehen im Heimspiel gegen Oberliga-Aufsteiger FC Schalke 04 in der Pflicht: Ein Sieg muss her.

Kreisläufer Lukas Heins und der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck stehen im Heimspiel gegen Oberliga-Aufsteiger FC Schalke 04 in der Pflicht: Ein Sieg muss her. Foto: Bernhard Pierel

Bielefeld (WB/jm/wie). Handball-Oberligist TSG A-H Bielefeld will am Sonntag (17 Uhr) gegen den TuS Ferndorf II seine »weiße Weste« in der Seidensticker Halle wahren und im Fernduell dem führenden Duo LIT Tribe Germania und ASV Hamm-Westfalen II weiter im Nacken sitzen. Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck ist im Heimspiel gegen Tabellennachbar FC Schalke 04 (Sa., 17.45 Uhr) fast schon zum Siegen verdammt.

»Guten Lauf bestätigen«

Auch wenn die TSG bislang zu Hause stabiler und konstanter gewirkt hat – so lange eine beständige Gefestigtheit ausbleibt, findet Trainer Stephan »Apollo« Just die Auftritte vor den heimischen Fans »schwieriger. Weil wir da mehr in der Pflicht sind.« Schließlich soll dem heimischen Anhang nicht nur ein Sieg serviert werden, sondern im Idealfall auch eine leidenschaftliche Leistung, gemeinsamer Kampf, der begeistert. »Ganz klar wollen wir natürlich unseren guten Lauf bestätigen, die Fans dabei mitnehmen und den nächsten Schritt machen.«

Dafür müssten zwei Schlagworte kristallisieren: »Fehlerminimierung« sowie »Effizienzsteigerung«. Der Trainer vermisst »die letzte Konsequenz nach vorne. Wir lassen zu viele klare Chancen frei vor dem Tor liegen. Im direkten Duell mit dem Torwart müssen wir abgeklärter und cooler werden. Wir bringen uns so selbst in die Bredouille, ermöglichen wir dem Gegner doch leichte Tore.«

Maximilian Kroll war am Mittwoch in der »Röhre«. Der Radiologe konnte auf dem MRT-Bild des schmerzenden Knies keine schwerwiegende Fraktur entdecken. »Es handelt sich um eine Schleimbeutelentzündung im Knie«, erklärt der TSG-Keeper, der am Montag Dr. Eckard Jungmann konsultiert. Da Torwarttrainer Marco Stange als Backup wohl beruflich verhindert ist, soll kurzfristig entschieden werden, wer als zweiter Mann den Pfosten-Posten übernimmt.

Just wirkt jedem verlockenden Gedanken an ein einfaches Spiel entgegen. »Diese Liga ist schwer.« Zumal die jungen Ferndorfer Reserve (8:6 Punkte) schon Vereinshistorie geschrieben hat. Nach dem 31:24-Heimsieg gegen Jöllenbeck gab Trainer Michael Feldmann genüsslich bekannt: »Damit hat eine zweite Ferndorfer Mannschaft in der Oberliga erstmals ein positives Punktekonto.« Feldmanns Waffen in dem Spiel: Vorteile auf der Torhüterposition, schnelle Gegenstöße und ein funktionierendes Kreisläuferspiel.

Hoffen auf das Heimgesicht

Der TuS Bielefeld-Jöllenbeck weiß im Heimspiel gegen Aufsteiger FC Schalke 04, was die Stunde schlägt. »Wir müssen gewinnen, sonst hängen wir voll unten drin, und das wollen wir auf jeden Fall vermeiden«, sagt Trainer Eric Husemann. Eine Drucksituation, in die sich die Jürmker (3:11 Punkte, Platz zwölf) durch vier Auswärtsniederlagen selbst manövriert haben. »Am Samstag müssen wir wieder unser Heimgesicht zeigen«, fordert Husemann eine »disziplinierte, leidenschaftliche Vorstellung. Wir müssen es auch mal hinkriegen, über 60 Minuten einigermaßen konstant zu spielen.« Verzichten muss der TuS 97 erneut auf Linksaußen Daniel Meyer, der durch einen grippalen Infekt lahmgelegt wird. Ansonsten stehen alle Spieler bereit. Auch Christian Niehaus (Handgelenk) hat wieder trainiert.

Die Gäste aus Gelsenkirchen reisen mit reichlich Selbstvertrauen im Gepäck in den Bielefelder Norden. Der Aufsteiger holte 5:1 Punkte aus den letzten drei Spielen und reparierte damit den 0:8-Punkte-Fehlstart. »Die sind in der Liga angekommen. Das ist eine solide Truppe mit einer beweglichen 6:0-Abwehr, die über Tempo kommt«, stellt Eric Husemann fest. Entsprechend wird seine Mannschaft in Angriff und Abwehr gefordert sein, die eigenen Stärken aufs Parkett zu bringen. Husemann: »Wir müssen zu unserem Spiel finden, hinten aggressiv zur Sache gehen und vorne die Sachen auf den Punkt spielen.«

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