Mo., 05.11.2018

Handball-Oberliga: TSG überrollt TuS Ferndorf II mit 33:18 (15:10) Die (fast) perfekte Welle

Und wieder taucht Linksaußen Julius Hinz frei vor Ferndorfs Keeper Hottgenroth auf. Insbesondere in der zweiten Hälfte funktionierte das Tempospiel bei der TSG A-H Bielefeld, gestützt auf eine stabile 6:0-Deckung.

Und wieder taucht Linksaußen Julius Hinz frei vor Ferndorfs Keeper Hottgenroth auf. Insbesondere in der zweiten Hälfte funktionierte das Tempospiel bei der TSG A-H Bielefeld, gestützt auf eine stabile 6:0-Deckung. Foto: Mike-Dennis Müller

Von Jörg Manthey

Bielefeld (WB). Ein entspannter Handball-Nachmittag: Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 33:18 (15:10)-Heimsieg über den TuS Ferndorf II und jetzt 13:3 Punkten hat die TSG A-H Bielefeld ihren dritten Tabellenplatz in der Handball-Oberliga gefestigt.

»Das hat Spaß gemacht. Es war wichtig, dass wir mal ein Zeichen gesetzt und deutlich gewonnen haben«, meinte Kapitän Dr. Carl-Moritz Wagner vergnügt. Mit stehenden Ovationen feierten die 550 Zuschauer in der Seidensticker Halle ihre TSG, die sich gegen Ferndorfs wuselige und Fehler provozierende 3:2:1-Deckung lediglich in den ersten fünf Minuten (1:4) schwer tat. Trainer Stephan »Apollo« Just räumte ein, dass ihn dieser Fehlstart »tierisch« nervte. Da waren wir körperlich nicht bereit. Hinten viel zu statisch, vorne mit halbgaren Sachen.« Es stimmte ihn freilich positiv, dass er keine Auszeit nehmen musste, um dem hastigen und strukturlosen Treiben Einhalt zu gebieten. Mit einem 5:0-Lauf (6:4, 14.) reparierte der Gastgeber das Malheur.

TSG trotz Auszeit nicht aufzuhalten

Beim 8:5 (16.) sah sich Gästetrainer Michael Feldmann zu einer Auszeit genötigt. Aber der TSG-Express war nicht mehr aufzuhalten. Just: »Danach waren wir in der richtigen Richtung.« Der Rest ist schnell erzählt. Mit der überlegenen Bielefelder Physis hatte der Gegner seine liebe Mühe. Die rote Wand stand stabil; egal, in welcher Formation. Mit der Hereinnahme von Johannes Krause und Arne Kröger (26.) gewann das TSG-Angriffsspiel gegen jetzt eine 4:2-Abwehr weiter an Dynamik, Druck und Tempo. Ob Wurfwucht aus dem Rückraum oder erste, zweite und dritte Welle – es flutschte.

»Juppi hat das Spiel gut in die Hand genommen«, lobte der Trainer. Auch Krause fand, »wir sind einen Schritt weitergekommen. Das war Tempospiel auf solidem Niveau.« Die 15:10-Pausenführung wies bloß sieben Gegentore aus dem Feld auf; die Hälfte fiel von den Außenpositionen.

Darauf wollte sich der Gastgeber nicht ausruhen. Mit einem unwiderstehlichen 7:1-Lauf zum 20:11 (Sewing, 35.) war frühzeitig die Entscheidung herbeigeführt. Beim 24:13 (40.) war die Führung auf elf Tore angewachsen. Calle Wagner: »Wir wollten keine Zweifel aufkommen lassen. Die Deckung war der Grundstein.« Torhüter Felix Hendrich zeigte sich gleichfalls prima aufgelegt. Bis zum 27:14 per Zwaka-Siebenmeter (47.) hatte die TSG dem TuS Ferndorf II in der zweiten Hälfte erst vier Tore gegönnt. Egal, wie Just auch wechselte – es kam kein Bruch ins Spiel.

Konzentration, Motivation und Aktivität beeindrucken Just

Das gelöste Feixen auf der Bank war Ausdruck des Gute-Laune-Barometers. »Mich hat beeindruckt, wie die Jungs Konzentration, Motivation und Aktivität hochgehalten haben«, erklärte Stephan Just. »In der zweiten Hälfte haben wir so gespielt, wie wir es eigentlich von Anfang an machen wollten. Da gibt es nichts zu meckern. Diese Konstanz wollen wir weiter bestätigen.« Trainerkollege Michael Feldmann nahm die Lektion sportlich. »Wir wollten die TSG mit unserer offensiven Abwehr ein bisschen nerven. Das ist uns nur zu Beginn gelungen. Diese Niederlage ist kein Beinbruch. Es liegen Welten zwischen beiden Mannschaften.«

Hinterher gab’s beim Sieger allseits zufriedene Gesichter. »So stelle ich mir das vor. Wir haben es bis zum Ende durchgezogen«, meinte Geschäftsführer Christian Sprdlik. »Jeder, der reinkam, war gleich da. Wir spielen immer besser zusammen. Ich erkenne mit jedem Spiel eine kontinuierliche Steigerung.« Und in der dritten Halbzeit wurde es richtig scharf: Maximilian und Vincent Kroll hatten für die Mannschaft Chili con Carne gekocht.

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