Fr., 07.12.2018

Handball-Oberliga: TSG A-H Bielefeld empfängt am Freitagabend TuS Möllbergen Sigurdssons Glückwunsch

Julius Hinz in Jubelpose. Der schnelle TSG-Linksaußen, mit 80/32 Toren in elf Spielen mit Abstand bester Bielefelder Schütze, möchte auch am Abend im Heimspiel gegen den TuS Möllbergen seine Stärken einbringen.

Julius Hinz in Jubelpose. Der schnelle TSG-Linksaußen, mit 80/32 Toren in elf Spielen mit Abstand bester Bielefelder Schütze, möchte auch am Abend im Heimspiel gegen den TuS Möllbergen seine Stärken einbringen. Foto: Sören Voss

Bielefeld  (WB/jm). Nanu? Da hat der 26:23-Derbysieg der TSG A-H Bielefeld in Loxten aber ein unvermutetes Echo erhalten. »Glückwunsch an Bielefeld. Stark. Starke Leistung«, gratulierte der frühere Handball-Bundestrainer Dagur Sigurðsson aus Finnland auf Facebook. Mit geballter Faust bölkte der Isländer ins Mikro: »Weiter so! Kämpfen!«

Es war Richard Sundberg, der diesen besonderen Videogruß eingestilt hatte. »Coole Sache. Sowas motiviert doch«, findet Geschäftsführer Christian Sprdlik und sieht den prominenten Sympathiebeleg für Bielefeld als ein gutes Omen.

»Starke Leistung, Bielefeld! Weiter so! Kämpfen!« Ex-Bundestrainer Dagur Sigurðsson drückt der TSG via Facebook die Daumen.

»Dagur Sigurðsson denkt in Lösungen, Probleme gibt es für ihn nicht«, stand mal geschrieben. Eine Lösung, wie Erfolg zustande kommt, präsentierte die TSG in Loxten auf dem Silbertablett: Kampf, Einstellung! Sprdlik wünscht sich, dass die Tage des Klartextes gezählt sind und die Truppe dies Energielevel für den Rest der Saison kompensiert.

LIT-Bezwinger kommt

Am Abend wartet auf den Handball-Oberligisten TSG A-H Bielefeld eine machbare Aufgabe: Der TuS Möllbergen kommt in die Seidensticker Halle (20 Uhr). Tabellenelfter, zwei Siege, ein Unentschieden. Es wäre aus TSG-Sicht trotzdem fatal, diesen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Schließlich ist Möllbergen die bislang einzige Mannschaft, die Spitzenreiter LIT Tribe Germania bezwingen konnte (20:19). Auch am Vorwochenende ließ der Gegner großen Kampfgeist erkennen, als er einen 11:16- und 14:18-Rückstand gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck noch zum 21:21-Remis eindämmen konnte.

Gegner spielt »penetrantes Abwehrsystem«

Trainer Stephan »Apollo« Just möchte heute die Grundeinstellung von Loxten bestätigen sehen und eine weitere Entwicklung erkennen. »Ich hätte nichts dagegen, wenn wir unsere Effizienz steigern. Wir lassen zu viele klare Sachen liegen.« Just bezeichnet Möllbergen als eingespielte, auch unangenehme Mannschaft. »Die treten sehr aggressiv auf«, stellt er seine Crew auf ein »penetrantes Abwehrsystem« ein. »Die können Leute ärgern, aus der Reserve locken und zu einfachen Fehlern zwingen. Da müssen wir die richtigen Antworten finden, den Ball am Leben halten und Räume erspielen, in die wir dann reinstechen und die Pille versenken.« Duelle gegen solche Gegner – für Just sind sie »die gefährlichsten. Die Favoritenrolle ist klar, und die werden auf Teufel komm raus was probieren wollen, unerwartete Dinge bringen. Wir müssen bereit sein.«

»Gucken nur noch auf uns«

Die Bielefelder Denkweise für die Zukunft: »Wir geben nur noch Vollgas und gucken auf uns«, sagt Sprdlik. »Alles andere können wir eh nicht beeinflussen. LIT ist jetzt aus dem Schatten, da wird von der 3. Liga geredet. Mal gucken, wie die damit umgehen. Ich glaube nicht, dass die das so durchziehen können wie in der vorigen Saison der TuS Spenge. Wir haben nichts mehr zu verlieren und kommen von hinten. Wenn LIT patzt, sind wir da.«

Außenbandriss bei Strathmeier

Nils Strathmeier wird wohl erst 2019 wieder aufs Parkett zurückkehren. Die MRT-Bilder am Donnerstag ergaben, dass sich der Rechtsaußen in Loxten einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen hat. »Alles andere ist unversehrt«, sprach Christian Sprdlik von »Glück im Unglück.«

Für Amateurpokal gemeldet

Sprdlik hat den Westfalenpokalsieger inzwischen für den Deutschen Amateurpokal angemeldet. Meldeschluss ist der 23. Dezember. Pokalspielleiter Horst Keppler hat bereits durchblicken lassen, dass mindestens vier Mannschaften aus dem Reigen der 22 Landesverbandspokalgewinner ihren Verzicht auf die nächste Runde erklärt haben. »Ende des Jahres sind wir schlauer. Sollten tatsächlich 18 Teams an den Start gehen, wird am 5./6. Januar 2019 eine Runde vorgeschaltet, um so ein Achtelfinale zu bekommen. Sollten wir Lospech haben und es richtig doof kommen, könnte es also sein, dass wir nicht am Kreispokal teilnehmen können«, sagt Sprdlik.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6239479?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2350436%2F2514639%2F