Fr., 07.12.2018

Handball-Oberliga: TSG spielt nur 25:25 gegen Möllbergen Eine total enttäuschende Leistung

Rechtsaußen Jannik Wortmann erzielte zwei Tore beim enttäuschenden 25:25-Unentschieden der TSG A-H Bielefeld gegen Oberliga-Kellerkind TuS Möllbergen.

Rechtsaußen Jannik Wortmann erzielte zwei Tore beim enttäuschenden 25:25-Unentschieden der TSG A-H Bielefeld gegen Oberliga-Kellerkind TuS Möllbergen. Foto: Mike-Dennis Müller

Von Jörg Manthey

Bielefeld  (WB). Die TSG A-H Bielefeld hat am Abend einen weiteren Rückschlag im Meisterschaftsrennen der Handball-Oberliga erlitten. Das 25:25 (14:15)-Unentschieden gegen den TuS Möllbergen war verdiente Quittung einer enttäuschenden Vorstellung.

Vom emotionalen »Geist von Loxten« war eine Woche danach nichts mehr zu spüren. Wieder mal blieb die TSG den Beleg schuldig, ein ernsthafter Aufstiegsanwärter zu sein. Entsprechend groß war der Frust bei den »Roten«. Stephan Just war bedient. »Das war für’n Arsch. Das trifft es. In jeglicher Hinsicht. Vorne, hinten, Überzahl, Unterzahl, Entscheidungsverhalten, Abschlüsse, Leidenschaft«, grollte der TSG-Trainer.

Aus 7:3 wird 13:14

Die Gastgeber gingen zwar mit 3:1 (4.) und 7:3 (12.) in Führung, hatten aber ihre Probleme mit der 4:2-Abwehr der Gäste. Altvater und Bastian Fischedick agierten vorgezogen gegen die beiden »Halben« Maximilian Schüttemeyer und Luca Sewing. So schaffte Möllbergen trotz limitierter Mittel den 9:8-Ausgleich (19.) und zwang Stephan Just zu einer Auszeit. Fortan übernahm Vincent Kroll die Regie, doch auch er sollte keine richtige Struktur ins Spiel bekommen. Beim 11:11 glückte Möllbergen erstmals der Ausgleich (24.), und per Gegenstoß besorgte Altvater die erste Führung für den Gast – 13:14 (28.). Mit seiner zehnten Parade vereitelte Felix Hendrich immerhin einen Zwei-Tore-Rückstand zur Pause.

Möllbergen zieht auf 19:16 davon

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Nach der Rückeroberung der Führung (Sewing, 34.) herrschte eine sechsminütige Flaute in der Bielefelder Offensive. Der Ex-Jöllenbecker Arne Kämpfer ließ mit vier Toren in Folge, das 16:19 (40.) sogar als Kempa-Tor zelebriert, zaghafte Träume auf eine Sensation reifen.

Bergen trifft zum 25:24

Mochte die TSG auch häufig unclever und überhastet agieren; nach dem 18:21 (42.) stellten Jannik Wortmann, der viel zu oft glücklose Maximilian Schüttemeyer und Tobias Fröbel in Unterzahl den 21:21-Ausgleich her (50.). Daraus wurde ein 23:22 – Luca Sewing per Gegenstoß und Jonas Zwaka nährten die Hoffnungen, doch noch die zwei Pflichtpunkte zu bekommen. Es blieb spannend. Erneut Kämper und Witte holten die Führung für Möllbergen zurück (23:24, 57.). Luca Sewing und Mario Bergen 90 Sekunden vor Schluss machten daraus ein 25:24. Nach Wiemanns Ausgleich hatte die TSG noch 20 Sekunden Zeit, doch auch Schüttemeyers finalen Versuch, seine siebte Fahrkarte nach dem Wechsel, wehrte der bärenstarke Dominic Donnecker ab.

Applaus für Teuto Skipper

Den größten Applaus bekamen noch die Teuto Skipper der SV Brackwede für ihre Halbzeitshow. Als Trostpreise für die unzufriedenen Zuschauer blieben kleine Schokoladennikoläuse. Dr. Carl-Moritz Wagner verlor hinterher beinahe die Fassung. »Eine ganz enttäuschende Leistung. Zu wenig Bewegung vorne, keine Zweikämpfe gesucht. Die Möllberger konnten werfen, wie sie wollten«, war der konsternierte Kapitän um sachliche Kritik bemüht.

TSG A-H Bielefeld: Hendrich/M. Kroll – V. Kroll, Zwaka (1), Kröger, Wagner, Fröbel (3), Krause (4), Schüttemeyer (3), Wortmann (2), Bergen (2), Hinz (5/2), Sewing (5).

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