Mo., 31.12.2018

Hallen-Stadtmeisterschaft: Vorjahressieger Fichte hadert nach Halbfinal-Aus Ein verhängnisvoller Ballverlust

Enttäuschung so weit das Auge reicht: Trotz des 1:3-Zwischenstands hatte der VfB Fichte den Topfavoriten vom VfL Theesen am Rande einer Niederlage. Ein Ballverlust von Ugur Pehlivan (2. von rechts) wurde den Hüpkern aber zum Verhängnis.

Enttäuschung so weit das Auge reicht: Trotz des 1:3-Zwischenstands hatte der VfB Fichte den Topfavoriten vom VfL Theesen am Rande einer Niederlage. Ein Ballverlust von Ugur Pehlivan (2. von rechts) wurde den Hüpkern aber zum Verhängnis. Foto: Thomas F. Starke

Von Henrik Wittenborn

Bielefeld (WB). Die Lose und die Resultate der Zwischenrunde am Samstag hatten es so gewollt: Schon im Halbfinale trafen mit dem VfL Theesen und dem VfB Fichte die beiden Topfavoriten der Hallen-Stadtmeisterschaft aufeinander. Das vorgezogene Endspiel fand mit dem VfB beim 4:5 einen unglücklichen Verlierer. »So ist das in der Halle. Kleinigkeiten entscheiden, wenn die besten Mannschaften aufeinander treffen«, sagte Fichtes Trainer Mario Ermisch.

Im Falle des Halbfinals war diese Kleinigkeit ein Ballverlust von Ugur Pehlivan. Fichtes Verteidiger unterlief in der vorletzten Minute beim Stand von 4:4 der entscheidende Stockfehler. In Überzahl – nur Sekunden zuvor hatte Theesens Dennis-Lukas Meier eine Zeitstrafe kassiert – musste Pehlivan gegen Kai-Niklas Janz selbst das Foul ziehen und wurde von Schiedsrichter Philip Dräger ebenfalls vom Feld gestellt. »Wir hatten die Karten selbst in der Hand«, konstatierte Ermisch. Sein VfB bekam sie aber noch vor dem Neunmeterschießen aus der Hand genommen: Der VfL spielte im Drei-gegen-drei die sich bietenden Räume clever aus und Janz traf zum Sieg.

Allzu schwer wollte Mario Ermisch die verpasste Titelverteidigung aber nicht nehmen – und konnte dem Knockout seiner Mannschaft sogar noch Positives abgewinnen. »Für solche Spiele zahlt man hier Eintritt.« In Sachen Spannung konnten die Viertelfinals und auch das erste Halbfinale zwischen dem TuS Dornberg und dem SC Bielefeld 04/26 (1:5) da bei Weitem nicht mithalten. Zu deutlich wurden die Qualitätsunterschiede sichtbar.

Quelle überrascht erneut

Dass der zwischen dem TuS Dornberg und dem TuS Quelle deutlicher ausfallen könnte, war auch Quelles Trainer Björn Heidemann vorher klar. Wie schon in 2017 narrte der B-Liga-Aufsteiger trotzdem einmal mehr die höherklassige Konkurrenz und spielte sich erneut bis in die Endrunde vor. »Natürlich war in der Vor- und Zwischenrunde auch eine Menge Losglück dabei. Aber wir spielen in der Halle mutig und wollen uns nicht verstecken«, sagte Heidemann.

Für die ganz große Überraschung reichte es nach dem 0:6 gegen den VfR Wellensiek vor einem Jahr beim 1:5 gegen Dornberg aber wieder nicht. »Aber wir nähern uns dem Halbfinale allmählich an«, scherzte Heidemann.

Titel Nummer neun verpasst: Dornbergs Trainer Thies Kambach. Foto: Thomas F. Starke

Statt den Quellern durfte der TuS Dornberg um das Endspiel mit dem SCB 04/26 ringen. Schon in der Vorrunde war es am Freitagabend zum Duell der beiden Bezirksligisten gekommen. Ein Omen? »In der Halle ist immer alles möglich«, sagte Dornbergs Trainer Thies Kambach schon nach dem Endrundeneinzug am Samstag. Wie schon beim 7:4 in der Vorrunde hatte der mit den Futsalern Maik Grywatz, Bassam Hikman Sulaiman und Dennis Lobitz gespickte SCB beim 5:1 aber erneut das bessere Ende für sich – trotz Dornberger Führung.

»Aber hinten raus haben einfach die letzten Körner gefehlt. Die Jungs waren am Ende stehend K.o.«, gestand Kambach. Der TuS hatte die Grenze von maximal 15 Spielern pro Team an allen drei Tagen nicht ausgenutzt und trat in der Seidensticker Halle mit zehn Spielern an. »Ich würde es wieder so machen«, sagte Kambach.

Für den Rekordsieger der Stadtmeisterschaft – Kambach gewann den Pokal als Spieler acht Mal – war es die vorerst letzte Chance auf Titel Nummer neun. Nach drei Jahren als Trainer wechselt er im Sommer in die sportliche Leitung der Dornberger. »Natürlich hätte ich das Ding auch gerne nochmal als Trainer gewonnen.« Ganz abschreiben will Kambach das aber ohnehin noch nicht. »Wer weiß, was in ein paar Jahren ist?« In der Halle ist schließlich alles möglich.

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