Mi., 02.01.2019

Fünfter Titel bei der Hallen-Stadtmeisterschaft als Krönung eines erfolgreichen Jahres Theesen feiert den Rekord

Theesen, wie es singt und lacht: Der Westfalenligist kürte sich zum fünften Mal zum Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeister und ist damit nun alleiniger Rekordhalter. Der VfL marschierte bei der 22. Auflage ohne Niederlage durch das Turnier.

Theesen, wie es singt und lacht: Der Westfalenligist kürte sich zum fünften Mal zum Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeister und ist damit nun alleiniger Rekordhalter. Der VfL marschierte bei der 22. Auflage ohne Niederlage durch das Turnier. Foto: Thomas F. Starke

Von Arndt Wienböker und Henrik Wittenborn

Bielefeld (WB). Die 22. Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft ist Geschichte, Überraschungen sind ausgeblieben: Mit dem VfL Theesen, der nun alleiniger Rekordhalter ist, setzte sich das ranghöchste Team des Turniers durch – und das völlig verdient!

Der Westfalenligist musste im Halbfinale (5:4 gegen den entthronten Titelverteidiger VfB Fichte) und im Finale (4:2 gegen den SCB) zwar alles in die Waagschale werfen, was der Kader zu bieten hatte, das reichte aber, um schließlich zum fünften Mal die Hallen-Trophäe nach Theesen zu holen. Damit ist Theesen nun Bielefelds erfolgreichste Hallenmannschaft; gefolgt vom TuS Dornberg mit vier Stadtmeistertiteln.

Für VfL-Trainer Andreas Brandwein war es der insgesamt sechste Hallentriumph – fünf mit Theesen, einer mit Dornberg. Auch das ist Rekord. »Wir haben uns verdient durchgesetzt«, freute sich Brandwein. Dem wollte Theesens Sportlicher Leiter Heinz-Werner Stork natürlich nicht widersprechen: »Das war an allen Tagen eine souveräne Vorstellung von der Mannschaft. Wir haben alle Spiele gewonnen. Eine überragende Leistung und der krönende Abschluss eines der erfolgreichsten Jahre überhaupt.«

»Ablauf hat sich bewährt«

Mit Memos Sözer stellte Theesen zudem den überragenden Hallenkicker. Der Futsal-Nationalspieler wurde zum zweiten Mal in Folge zum besten Turnierspieler gewählt und teilte sich zudem mit Dennis Lobitz (SCB) die Torjägerkanone. Auffällig hierbei: Alle Sonderehrungen gingen an Spieler, die auch im Bielefelder Futsal aktiv sind. »Wir haben uns super verkauft und stellen den besten Torschützen und mit Maik Grywatz auch den besten Torwart«, freute sich SCB-Trainer Jan Barkowski, der während des Turniers als stiller Beobachter auf der Tribüne saß und das Coaching Michael Wöhrmann überließ.

Einen Wermutstropfen neben der Niederlage im Finale gab es für den Bezirksligisten aber noch: Der Wechsel von Toptorjäger Dennis Lobitz zum VfB Fichte hinterlässt eine große Lücke beim SCB.

Zufrieden mit dem Verlauf des Turniers zeigte sich der Kreisvorsitzende Markus Baumann. »Insgesamt war es wieder eine runde Sache. Vielleicht kann man noch an ein paar Stellschrauben drehen, ansonsten hat sich der Ablauf in dieser Form bewährt. Mit Theesen hat sich der Topfavorit durchgesetzt, mit 3000 Zuschauern ist die Endrunde wieder gut besucht gewesen. Das hat alles gepasst.« Was allerdings überhaupt nicht passte, war das Verhalten einiger Anhänger des FC Türk Sport während der Zwischenrunde in Jöllenbeck. Baumann: »Da gab es Bedrohungen und üble Beleidigungen gegen die Turnierleitung. Das geht natürlich gar nicht.«

Zudem führten Rangeleien zwischen Spielern des SCE Rot-Weiß und des SC Bosporus noch zu einem Polizeieinsatz während der Vorrunde in Heepen. Als die Beamten eintrafen, hatte sich die Lage aber wieder beruhigt.

Rein sportlich gab es während der vier Turniertage keine größeren Verletzungen zu beklagen. Schade nur, dass trotz der 3000 Zuschauer in der Seidensticker Halle erneut keine Endrundenstimmung aufkommen wollte.

Brüggemann macht Schluss

Nach 40 Jahren beim Fußballkreis ist Schluss: Dieter Brüggemann hört auf. Foto: Thomas F. Starke

»Wir haben uns vor 30 Jahren bei den Sitzungen schon immer darüber lustig gemacht, dass die Funktionäre mehr oder weniger mit ihren Rollatoren auf die Bühne gefahren worden sind. Ich möchte nicht, dass man auch über mich lacht.« So wurde Dieter Brüggemann im Programmheft zur Stadtmeisterschaft zitiert. Und Brüggemann ließ Taten folgen: Zum letzten Mal arbeitete der 78-Jährige am Sonntag in der Turnierleitung mit. Jetzt ist Schluss mit vielen Stunden in den Hallen und am Computer.

»Das passt auch gut. Ich bin jetzt genau 40 Jahre beim Fußballkreis dabei.« In diesen vier Jahrzehnten engagierte sich Brüggemann neben der Turnierleitung der Stadtmeisterschaft auch als Staffelleiter, Geschäftsführer und Pokalspielleiter. »Die Arbeit bei der Stadtmeisterschaft ist durch die Computer immer leichter geworden. Früher hat man abends noch viele Stunden telefoniert, um die Ergebnisse zusammen zu bekommen. Und genau dann war auch noch die Verbindung schlecht«, erinnert sich Brüggemann.

Langweilig wird Brüggemann auch im »Stadtmeisterschafts-Ruhestand« nicht: Für seinen Verein, den SCE Rot-Weiß, bleibt er ehrenamtlich tätig. »Ich bin ja erst mit 27 zum Fußball gekommen. Da ist also noch was zu tun.« Auch wenn Dieter Brüggemann ab 2019 nicht mehr in erster Reihe an der Hallenbande steht, einen Wunsch hat er für die Zukunft noch. »Dass der SCE mal eine Runde weiter kommt!«

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