Mo., 07.01.2019

Siebenmeterkrimi muss gegen die Reserve des TuS 97 die Entscheidung bringen TSG-Frauen holen erstmals den Pokal

Die TSG Altenhagen-Heepen um Trainer Simon Dreier (rechts) bejubelt den erstmaligen Pokalsieg.

Die TSG Altenhagen-Heepen um Trainer Simon Dreier (rechts) bejubelt den erstmaligen Pokalsieg.

Von Bjarne Franz

Bielefeld  (WB). Die Entscheidung fiel vom Punkt: Die Landesliga-Frauen der TSG Altenhagen-Heepen haben dank eines knappen 7:6 (5:5)-Erfolges nach Siebenmeterwerfen über Klassenkonkurrent TuS 97 Bielefeld Jöllenbeck II zum ersten Mal den Handball-Kreispokal gewonnen.

In einem torarmen Finale war beiden Teams die Nervosität deutlich anzumerken. So wurden von Beginn an etliche technische Fehler produziert, sodass sich keine Mannschaft einen Vorteil verschaffen konnte. »Es war kein schönes Finale mit vielen falschen Entscheidungen«, gab TSG-Trainer Simon Dreier zu. Zehn Sekunden vor Schluss scheiterte Sina Brünger vom TuS 97 beim Stand von 5:5 freistehend an der starken TSG-Torfrau Lina Möller, die ihre Farben mit einem starken Reflex im Spiel hielt. Somit kam es zum Siebenmeterwerfen, bei dem zu Beginn die ersten fünf Schützinnen vergaben. Anna-Lena Käppel war die Erste, die für die TSG traf. Den Ausgleich von Christin Wemmel konterte Leslie Marie Meyer zur erneuten TSG-Führung. Den entscheidenden Wurf vergab dann Laura Weszpatat, die am Pfosten scheiterte. »Ein Riesenkompliment an die gesamte Mannschaft, die immer gekämpft und an sich geglaubt hat und sich den Pokal somit total verdient hat«, jubelte TSG-Trainer Simon Dreier. Tanja Höner vom unterlegenen TuS 97 meinte: »Wir müssen uns nicht ärgern. Die Mädels haben sich toll verkauft.«

Senne tankt Selbstvertrauen

In der Endrunde scheiterten dagegen überraschend beide Verbandsligisten Senne und Jöllenbeck, die sich im direkten Duell 5:5 trennten. Vorjahressieger Senne verspielte dabei eine Zwei-Tore-Führung, dennoch zeigte sich Trainer Michael Brennemann nicht unzufrieden: »Wir haben uns mit unserem kleinen Kader gut verkauft und haben hoffentlich etwas Selbstvertrauen für die Saison tanken können.« Nachdem auch Senne und die TSG sich Remis trennten, gab es in der Gruppe 1 ein entscheidendes Spiel zwischen dem Turnierfavoriten TuS 97 und der TSG, die sich am Ende knapp mit 8:7 durchsetzen konnte. »Wir hatten Torchancen für zwei komplette Spiele und werfen die TSG-Torfrau zum Torwart des Turniers«, ärgerte sich TuS 97-Trainer Timo Brändel, der hinzufügte: »Manchmal verliert auch die vermeintlich bessere Mannschaft.«

In der zweiten Gruppe hatte Bezirksligist TuS Brake gegen die Jöller Zweitvertretung und deren A-Jugend, die als dritte Mannschaft auflief, keine Chance. Da das vereinsinterne Duell unentschieden ausging, kam es auch dort zu einem Siebenmeterwerfen, das die zweite Mannschaft durch zwei gehaltene Siebenmeter von Anna Salzseiler für sich entschied und somit ins Finale einzog.

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