Di., 08.01.2019

Pokal: Kreisvorsitzender Thomas Boerscheper schwärmt – Keine Nachreinigungskosten »Spannendste Endrunde überhaupt«

Raus mit Applaus: Die TSG A-H Bielefeld nach der Finalniederlage gegen Spenge mit, von links: Axel Berg, Nils Strathmeier, Johannes Krause, Richard Sundberg, Felix Hendrich, Maximilian Kroll, Tobias Fröbel, Mario Bergen und Arne Kröger.

Raus mit Applaus: Die TSG A-H Bielefeld nach der Finalniederlage gegen Spenge mit, von links: Axel Berg, Nils Strathmeier, Johannes Krause, Richard Sundberg, Felix Hendrich, Maximilian Kroll, Tobias Fröbel, Mario Bergen und Arne Kröger. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld  (WB/jm). Der Handball-Kreispokal ist Vergangenheit. Mit zwei verdienten Siegern. Spenges Männer und die TSG-Frauen bekamen neben Ehre und »Pott« eine 500-Euro-Prämie überreicht. Die zwei guten Verlierer im Finale, TSG-Männer und TuS 97 II-Frauen, wurden noch mit 350 Euro entschädigt. Für alle galt: Dieses Turnier zum Jahresauftakt bleibt eine feine Sache. Sowohl aus sportlicher Sicht, aber noch mehr als netter »Kontakthof«. War das ein großes Hallo!

Als »anstrengend«, aber auch ungemein spannend wird Thomas Boerscheper das Kreispokal-Wochenende anno Januar 2019 in Erinnerung behalten. »So viele Unentschieden und knappe Ergebnisse in der Endrunde hatten wir noch nie. Vielleicht war es sogar die spannendste, die es jemals gegeben hat«, fand er angesichts vier Punkteteilungen plus zwei Siebenmeter-Entscheidungen und zwei weiteren Siegen mit nur jeweils einem Tor Differenz in den 14 Sonntag-Spielen.

 

Die Begehung der Jöllenbecker Realschulhalle am Montagmorgen endete mit einem erfreulichen Resultat. Das klebrige Zeug, das Handballer sich mit Inbrunst an die Finger schmieren, um ihr rundes Spielgerät zu beherrschen, blieb diesmal an Bänken, Kabinen oder Türklinken ohne Folgen. »Alles in Ordnung. Keine Nachreinigung, keine Kosten«, teilte der Kreisvorsitzende vergnügt mit.

Harz-Problematik

Dass in der Herforder Halle die Vorrunde ohne Harz gespielt werden musste, stieß den Teilnehmern dort sauer auf. »Ich finde, es sollte eine Aufgabe für den Kreis sein, dafür Sorge zu tragen, dass in Herford in einer Halle gespielt wird, in der Pecke erlaubt ist«, merkte TuS 97 II-Trainer Stephan Neitzel stellvertretend für alle künftig Betroffenen an. Thomas Boerscheper ließ durchblicken, dass das Bielefelder Sportamt sogar schon mal ein Harzverbot in Jöllenbeck ins Gespräch gebracht habe. »Dann wäre die Veranstaltung tot«, lautete die barsche Entgegnung des Kreisvorsitzenden. Angesichts der Reinigungskosten der Halle – im Vorjahr in Jöllenbeck etwa 1700 Euro– fand Boerscheper einen Vorstoß aus Spielerkreisen interessant. Zitat: »Ich zahle gerne 50 Euro, wenn ich dafür harzen darf.« Was bei Boerscheper Gedanken nährte wie: »Vielleicht machen wir einfach mal eine Umlage.« Grundsätzlich gelte: zwei Hallen in Bielefeld als Austragungsort (Jöllenbeck ist gesetzt), eine im Kreis Herford. Überall müsse gewährleistet sein, dass die Vorgaben der Sponsoren erfüllt werden. Nach drei Jahren ist der VfL Herford aus dem Reigen der Veranstalter ausgeschieden. »Für 2020 sind wir in Verhandlungen mit einem anderen Herforder Klub. Da darf dann geharzt werden», beruhigt Boerscheper die Gemüter.

Schiedsrichter-Engpass

Die drei WHV-Gespanne des Handballkreises (Ayhan/Vorndamme, Benstein/Stahn und Schallenberg/Scholz) waren am ersten Januar-Wochenende bei einem HV-Lehrgang im Einsatz. Sie pfiffen beim internationalen Sauerland-Cup in Menden. Ole Callenius und Marcel Metz vom TuS Spenge (Landesliga) bildeten somit das höchste Refereeduo in Jöllenbeck. Dass das Oberligagespann Mustafa Ayhan und Christian Vorndamme (TG Herford) am Sonntag noch anreiste und unter anderem die Paarungen Spenge – TuS 97 I und Spenge – TSG pfiff, sollte das Niveau nicht anheben. Viele Beschwerden und Kopfschütteln verdeutlichten: Der Handballkreis Bielefeld-Herford hat nicht nur ein quantitatives Schiedsrichterproblem.

Kreatives Käppi

Ein echter Hingucker war das Käppi der Sennerin Maike Röthemeyer. Mit einem rot-blau-weißen Schriftzug aus Legosteinen zeigte sie kreativ Flagge für das HT SF Senne. »Die Mütze haben wir im USA-Urlaub gekauft, in Key West«, grinste sie. Die wandelbare Kopfbedeckung aus Florida teilt sie sich mit ihrem Freund Henning Schütter. Der 1. Vorsitzende der HSG Quelle/Ummeln, der in der Vorrunde Sennes Pokalpartie gegen den TuS 97 II pfiff, stellt sein Klub-Logo dann aus grünen Legos zusammen.

Welge bester Torhüter

Neuer Pokalsieger des Handballkreises Gütersloh sind die Sportfreunde Loxten. Der Oberligist besiegte die TG Hörste im Finale mit 17:12. Zum besten Torhüter des Turniers wurde Pascal Welge (SF Loxten) gewählt, zur besten Spielerin die Sennerin Chiara Zanghi vom Oberligisten TV Verl. Im Handballkreis Minden-Lübbecke holte Oberligaprimus LIT Tribe Germania den Kreispokalsieg (25:17 im Finale gegen TuS Möllbergen). Den »Spielocup« der Frauen entschied die HSG EURo für sich, die das Endspiel gegen den TSV Hahlen mit 16:13 gewann.

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