Mo., 14.01.2019

Handball-Oberliga: 29:28-Sieg in Gladbeck TuS 97 erobert die Festung

Acht Tore von Sebastian Kopschek ebneten dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck den Weg zum 29:28-Sieg in Gladbeck.

Acht Tore von Sebastian Kopschek ebneten dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck den Weg zum 29:28-Sieg in Gladbeck. Foto: Peter Unger

Bielefeld (WB/wie). Die Oberliga-Handballer des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck haben zum Rückrundenauftakt gleich ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und als erste Mannschaft in dieser Saison die Riesener Sporthalle eingenommen. Der 29:28 (16:13)-Sieg beim VfL Gladbeck dürfte neue Kräfte im Abstiegskampf freisetzen.

Die Jürmker sind durch diesen Streich auf Tabellenplatz elf geklettert. »Wir sind natürlich super glücklich und zufrieden. Der Sieg ist auch nicht unverdient. Wir haben vorne immer wieder Lösungen gefunden und lagen kein einziges Mal zurück«, bilanzierte ein hoch erfreuter TuS 97-Trainer Eric Husemann.

Dass die Aufgabe in der Riesener Sporthalle eine schwere werden würde, war dem TuS 97 bewusst, schließlich ist Gladbeck zu Hause in dieser Saison noch ungeschlagen gewesen und hatte nur gegen Schalke 04 einen Punkt abgegeben. Bis gestern!

Ein Start nach Maß

Die Jürmker erwischten einen Start nach Maß und drückten sofort aufs Tempo. Sebastian Reinsch traf zum frühen 4:1 (4.). Diese Führung ließen sich die Gäste in der Folge nicht nehmen. Linkshänder Sebastian Kopschek veredelte eine konzentrierte Angriffsleistung mit dem Treffer zum 10:5 (13.). Als Kopschek dann eine Zeitstrafe kassierte (16.), schmolz der Vorsprung von 12:7 auf 12:10 (19.). Und wieder musste Kopschek für zwei Minuten auf die Bank, doch diesmal gab Justus Clausing die passende Antwort – 13:10 in Unterzahl (20.). Beim 13:12 (22.) war die Führung fast aufgebraucht, doch eine Auszeit von Eric Husemann brachte den TuS 97 zurück in die Spur. Nils Grothaus (2) und Daniel Meyer warfen das 16:13 zur Pause heraus.

Als Meyer zu Beginn der zweiten Hälfte auf 17:13 (33.) stellte, sah es weiter gut aus für die Jürmker, doch auch diese Führung sollte keine vorentscheidende sein. Nach einem 0:4-Lauf und einer Roten Karte gegen Justin Mühlbeier war der Vorsprung futsch – 17:17 (38.). Nun stand die Partie auf des Messers Schneide. Es ging hin und her, wobei die tapfer kämpfenden Jürmker nicht einmal in Rückstand geraten sollten. »Wir sind ruhig geblieben und haben uns immer wieder gefangen«, lobte Husemann die Team-Disziplin.

Moral wird belohnt

Die Moral wurde schließlich belohnt. Dem achten Treffer von Kopschek zum 27:26 ließ Reinsch das 28:26 und wenig später das 29:27 (59.) folgen. Nach dem 29:28 nahm Eric Husemann eine Auszeit. Seine Mannschaft verlor bei angezeigtem Zeitspiel im letzten Angriff den Ball, doch Gladbecks finaler Wurf mit der Schlusssirene rauschte übers Tor. Der Rest war Jöllenbecker Jubel.

Getrübt wurde die Freude lediglich durch die Verletzung von Rechtsaußen Till Kraatz, der sich in der ersten Halbzeit den Finger auskugelte und nicht mehr weiterspielen konnte.

TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck: Trittin/Weinholz – Grothaus (5), Kraatz (1), Heins, Niehaus, Kopschek (8/2), Reinsch (4), Meyer (3/1), Klusmann, Ludwigs (1), Clausing (5), Mühlbeier (2).

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6318505?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2350436%2F2514639%2F