Handball-Oberliga: TSG und TuS 97 sind auf Punkteklau aus
Den »Lauf« fortsetzen

Bielefeld (WB/jm/wie). Fünfmal in Folge nicht verloren: Die TSG A-H Bielefeld (bei SuS Oberaden, 19 Uhr) und der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck (gegen den VfL Mennighüffen, 17.45 Uhr) wollen am Samstag ihren guten Lauf in der Handball-Oberliga ausbauen.

Samstag, 02.02.2019, 06:00 Uhr
Raus aus der Schräglage: Nils Grothaus peilt mit dem TuS 97 gegen Mennighüffen den vierten Streich in Folge an. Foto: Peter Unger
Raus aus der Schräglage: Nils Grothaus peilt mit dem TuS 97 gegen Mennighüffen den vierten Streich in Folge an. Foto: Peter Unger

Wagner: »Kampf annehmen«

Der SuS Oberaden ist ein gern gesehener Gast: Auswärts hat der abstiegsgefährdete Tabellenzwölfte bislang noch nicht einen Punkt einfahren können. In der Römerberg-Sporthalle zeigt der SuS dafür ein bissigeres Gesicht, das hatten schon der TuS 97, Möllbergen, Harsewinkel und zuletzt Mennighüffen leidvoll erfahren müssen. Vier Argumente für TSG-Trainer Dr. Carl Moritz Wagner, die Sinne seiner Spieler zu schärfen, damit es trotz des 41:25-Rekordsieges im Hinspiel bei den »Cobras« keine böse Überraschung gibt.

»Das ist eine sehr robuste Mannschaft, gerade zu Hause. Die packen zu. Viele Zeitstrafen und Rote Karten sind ein Indiz dafür. Das wird ein ganz umkämpftes Spiel. Diesen Kampf müssen wir annehmen«, verlangt Calle Wagner. Respekt hat er vor Lenker Alex Katsigiannis. »Der weiß, wie er Kreisläufer Bastian Herold zu füttern hat. Und Herold bringt Wucht und Masse mit.« Die beiden Stennei-Brüder auf den Halbpositionen seien ebenfalls gefährlich. »Über unsere Abwehr müssen wir uns schnelle Tore erarbeiten, um nicht so lange in den Positionsangriff zu müssen«, sagt Wagner, der zusammen mit Maximilian Schüttemeyer das Abwehrzentrum im 6:0-Verband bildet.

»Wir müssen gute Entscheidungen treffen«

Es dürfte sich bis nach Bergkamen rumgesprochen haben, dass diese TSG ihre Schwierigkeiten hat, im gebundenen Spiel Druck aufs Tor aufzubauen. Wagner erwartet denn auch eine 5:1-Deckung des Gegners – da ist Mittelmann Jonas Zwaka mit seiner Beweglichkeit gefordert. »Wir müssen uns auf unsere Abläufe konzentrieren und gute Entscheidungen treffen.« Umso frustrierender sei es gewesen, dass die Trainingsbeteiligung in dieser Woche wieder mau war, nur wenig einstudiert werden konnte. Wagner: »Ich vertraue den Jungs, die zuletzt auf der Platte standen, voll und ganz.« Womöglich kehren Mario Bergen (wieder im Lauftraining) und Arne Kröger (Fuß) kurzfristig als Alternativen zurück.

Oberaden sei »eine andere Marke« als Pokalgegner FC St. Pauli, mahnt Calle Wagner. Für den Gastgeber ist es nach dem 26:36 in Jöllenbeck Teil zwei der Bielefelder Wochen. SuS-Trainerkollege Alex Katsigiannis verlangt, dass »wir all unsere Tugenden in die Waagschale werfen.«

Im TSG-Lager blicken sie gespannt nach Loxten. An einem guten Tag ist Pascal Welge und Co. womöglich eine Überraschung gegen Primus LIT Tribe Germania zuzutrauen. Diese Partie beginnt eine Stunde eher. »Ich würde mich über Schützenhilfe freuen«, ruft Wagner seinem langjährigen Torwartkumpan zu.

TuS 97 stark verbessert

Drei Siege in Folge gegen drei Niederlagen in Folge: Wenn am Samstag der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck (Platz neun, 11:19 Punkte) und der VfL Mennighüffen (Platz sieben, 15:15 Punkte) die Klingen kreuzen, spricht der aktuelle Trend für die Jürmker. »Wir wollen unsere Serie natürlich weiter ausbauen, wissen aber auch um die Schwere der Aufgabe«, sagt Trainer Eric Husemann.

Gelingt seiner Mannschaft der vierte Streich in Folge, wäre dies ein weiterer Schritt in Richtung gesichertes Tabellen-Mittelfeld. »Und genau da wollen wir so schnell wie möglich hin«, betont Daniel Meyer. Wie sein Trainer erwartet auch der Jöllenbecker Linksaußen ein umkämpftes OWL-Derby: »Das ist ein Spiel auf Augenhöhe. Wir müssen an die Leistung aus dem Oberaden-Spiel anknüpfen und das Tempo hochhalten.«

Im Angriff zeigte sich der TuS 97 zuletzt stark verbessert, seit einigen Wochen greifen die Automatismen immer mehr. Darauf wird es auch Samstag ankommen, denn Mennighüffen stellt immer noch die zweitbeste Abwehr der Liga. Außerdem hat der TuS 97 noch eine Rechnung aus dem Hinspiel (24:25) offen. »Wir müssen jetzt nachlegen«, stellt Daniel Meyer das gestiegene Selbstvertrauen zur Schau – und hat dabei auch bereits das Derby gegen die TSG am 8. Februar im Blick. Bangen muss der TuS 97 noch um den Einsatz von Torwart David Weinholz, der am Donnerstag mit einer Grippe flach lag.

Die Gäste aus Mennighüffen sind nach dem 23:32 gegen Spitzenreiter LIT darum bemüht, in die Erfolgsspur zurückzufinden. Gegen die Germanen wurden die VfL-Handballer auch durch zwei Unterbrechungen wegen Feueralarms aus der Bahn geworfen.

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